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WLAN-Problem: Richtfunkstrecke
Locusta:
--- Zitat von: mbs am Mai 28, 2007, 15:56:49 ---
--- Zitat ---Lösung: Einen anständigen Router anschaffen, der nicht abstürzt, wenn man Konfigurationen ändert.
--- Ende Zitat ---
Ganz genau. :D Das ist wirklich das einfachste. Selbst ein schicker 3Com-Router, der optisch zu den Bridges passt ;), wäre ja für etwa 50,- EUR zu bekommen. Dann nur noch WPA einschalten und alle Probleme sind gelöst.
--- Ende Zitat ---
Dann wirds wohl ein anderer Router werden. 3Com wurde nur gewählt, weil es zum Kaufzeitpunkt der einzige Hersteller war, der solche starken Richtfunkantennen hergestellt hat.
Wobei ich nie wieder 3Com Geräte kaufen würde. Ich kann jedem nur davon abraten. Wir sind quasi durch das Tal der Tränen mit 3Com gelaufen...
Die Hardware hat neu ca. 3000 Euro gekostet, also ca. 1200 Euro je Bridge und 200 Euro je AP. Die Hardware wurde Ende 2005 bestellt und wurde im Februar 2006 geliefert. DSL wurde bei der Telkom im Jan. 2006 bestellt und dann endlich im Okt. 2006 geschaltet. Bis zu dem Zeitpunkt lag die Hardware nur in der Ecke, da es ja keine Möglichkeit gab diese auzuprobieren. Ein Kollege meines Vaters probierte die HW trotzdem mal im März aus und scheiterte damit. Also rief der Kollege beim Distributor von 3Com an und wurde an den Service-Mitarbeiter von 3Com für ganz Europa weitergeleitet. Nachdem herauskam, dass dieser 1200 Euro/Tag plus Reisekosten haben wollte, wurde der Service dankend abgelehnt.
Zurück zur eigentlichen Geschichte. Also DSL wurde im Okt. 06 geschaltet und ich fuhr also meinen Vater besuchen, um dort die Geräte zu konfigurieren. Anfänglich klappte die Konfiguration recht gut, bis die Bridges sich plötzlich nicht mehr ansprechen ließen.
Also riefen wir bei 3Com in München an und uns wurde geraten ein Firmwareupdate zu machen. Netterweise schickte uns die Frau mit der wir geredet hatten die entsprechende FW via Mail zu, so dass wir definitiv die richtige gehabt haben sollten. Leider funktionierte das FW-Update nicht, die Bridge war mehr konfigurierbar. Wir konnten aber anhand eines Ping-Versuchs sehen, dass die Bridge eben nicht tot war, sondern "nur" die Konfiguration nicht mehr möglich gewesen ist. Nach einiger Recherche fanden wir heraus, dass die Bridge aus einem AP und einer High-Power-WLAN-Antenne besteht und dass schon andere mit diesen Antennen ein Problem gehabt haben.
Nach einer größeren Suche nach dem Service-Bereich auf der Website von 3Com wurden wir endlich fündig. 3Com gibt ein Jahr Herstellergarantie auf ihre Geräte. Wir haben im Dez. 06 die Garantieleistung gefordert doch leider wurde uns von 3Coms Seite aus gesagt, dass das eine Jahr für die im Feb 06 gelieferte HW schon seit einem halben Jahr abgelaufen sei. Es stellte sich heraus, dass 3Com den Liefertermin an den Distributor welcher Mitte 2005 gewesen war, dies als Startzeitpunkt der Garantieleistung angesehen hat.
3Com machte also das größzügige Angebot für je 1000 Euro (immerhin 10% Preisnachlass aus Kulanzgründen) neue Bridges zu kaufen. Wir lehnten dies ab.
Durch einen glücklichen Zufall kamen wir an einen Techniker, der meinte er könne die Bridges reparieren. Also rief er bei 3Com an um entsprechende Infos von 3Com zu bekommen. Dies passierte leider nicht aber letztenendes schickte 3Com ihm dann doch die entsprechende Firmware und die entsprechende Doku um die vermeintlich absolut defekten Bridges doch wieder zum Leben zu erwecken.
Nachdem die Bridges wieder eingebaut wurden funktioniert es hervorragend (nachdem wir herausgefunden haben, dass man die Paketgröße limitieren muss). Einzig Probleme gibt es bei hohen Winden, denn dann fangen die Bridges durch ihre relativ große Größe an zu wackeln an und viele Pakete gehen verloren.
Dennoch, wenn man bedenkt, dass der 3Com-Service-Techniker uns bestimmt 7-8 mal angerufen hat, um seinen "Service" zu machen und wir dann ohne "Service" nur angeblich defekte Hardware rumliegen hatten und dass im Internet einige solcher Geschichten über 3Com zu finden sind, könnte ich schon fast denken, dass diese Praktiken zu 3Coms Geschäftsmodell gehören könnten.
Als Router würde ich persönlich einen Linksys WRT54GL V1.1 nehmen. Dieser tut bei mir hervorragende Dienste und es gibt für ihn quasi jegliche Art von alternativer Firmware, wo man nur aussuchen muss, was man gerne für Funktionen haben möchte. Einziges Problem: Die Beschaffung eines WRT54GL V1.1...
Locusta:
--- Zitat von: mbs am Mai 28, 2007, 15:56:49 ---
--- Zitat ---Was passiert wenn in einem Netzwerk 2x die gleiche MAC-Adresse angemeldet ist? Werden dann die Pakete beiden Geräten zugeteilt oder fliegt eine MAC-Adresse raus (wenn ja welche)?
--- Ende Zitat ---
Auf der Bitübertragungsschicht ist das eine Situation, die eigentlich nicht vorkommen darf. Was passiert, ist undefiniert und bleibt den Zufällen der Übertragungsphysik überlassen: Dasjenige Gerät, das zufällig zuerst das an es adressierte Ethernet-Paket erhält, "gewinnt". Sind die Geräte sich ähnlich und ähnlich angeschlossen, werden im Mittel beide Geräte die Hälfte der Daten empfangen, im Prinzip also beide Mülldaten. (Es soll allerdings Lastverteilungsverfahren geben, die mit diesem Trick arbeiten.)
Auf den höheren Schichten in den beiden betroffenen Geräten kann es nun Vorkehrungen geben, die doppelte MAC-Adresse als Fehler zu erkennen, z.B. in den DHCP- oder ARP-Diensten. Das bleibt der Implementation überlassen. Zum Beispiel könnte das Gerät, das von sich selbst eine "Kopie" im Netz entdeckt, seinen eigenen Ethernet-Port abschalten. Aber wie und wann es das macht, lässt sich nicht vorhersagen.
--- Ende Zitat ---
Tja, genau das habe ich unbewusst ausprobiert. Da mein Internetzugang von der Mac-Adresse abhängig ist und ich den Router kurzzeitig von dem Internet nehmen musste, musste ich also auch die Mac-Adresse kopieren. Heute waren somit zwei PCs mit gleicher Mac-Adresse im Netz. Resulat: Der PC mit der "echten" Adresse hat fast keine Pakete mehr abbekommen, sprich dort war das Internet quasi "tot".
Der andere PC hatte zwar Probleme aber dort funktionierte das Internet zu ca. 80-90%.
Patrick:
--- Zitat von: Locusta am Mai 28, 2007, 20:47:37 ---Nachdem die Bridges wieder eingebaut wurden funktioniert es hervorragend (nachdem wir herausgefunden haben, dass man die Paketgröße limitieren muss). Einzig Probleme gibt es bei hohen Winden, denn dann fangen die Bridges durch ihre relativ große Größe an zu wackeln an und viele Pakete gehen verloren.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht wäre eine dieser Antennen besser gewesen? Artem war lange Zeit Führer im Outdoor-Bereich und schon vor 802.11 bei der Funkerei dabei...
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