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CO2 Debatte aller Orten

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tertinator:
ich habe gestern einen interessanten Ansatz gehört:

ein StandBy-Modus ist uninteressant, weil sich die Leute aus bequemlichkeit sowieso nicht daran halten würen.
Viel interessanter ist eine Technik, die automatisch geräte wie zB. Drucker, Scanner etc. abschaltet, aber auch wieder automatisch anschaltet. Das könnte international Pflicht werden.
So ließe sich fast so viel Strom sparen, wie beim Ausschalten. Und diese Technik wäre exportierbar, d.h. millionen von chinesen würden von vorneherein nur Stromsparer kaufen können …

radneuerfinder:

--- Zitat von: FOX am März 29, 2007, 13:17:47 ---Meine Meinung nach ist es nur so, dass unsere Reduzierung von Schadstoffen im Vergleich zu den hinzukommenden der genannten Länder eher der berühmte "Tropfen auf dem heißen Stein" ist.

--- Ende Zitat ---

Der rechnerische Anteil des Einzelnen liegt bei ca. 1 / 6,6 Milliardstel. Für Deutschland also bei 80 Mio x  1 / 6,6 Milliardstel = 1,2 %. Der CO2 Außstoß von Deutschland macht 3 % der weltweiten Summe aus. Klar ist das wenig. Aber so ist das bei globalen Problemen.

Man kann es aber auch so sehen: Für den bisherigen CO2 Ausstoß sind zu 80, 90 % die Industrieländer verantwortlich. Deshalb liegt bei uns IndustrieländerMenschen auch erstmal 80, 90 % der Verantwortung hier die Initiative zu ergreifen.

apprendi:
Interessant ist doch auch, dass der Komfort kaum real leiden muss. Auch wenn es nicht populär ist: Für Wege in der Innenstadt braucht kaum jemand wirklich ein Auto. Es ist nur häufig ein Statusproblem mit öffi oder Rad anzureisen. Wobei ich bei letzterem den Spassfaktor hervorheben möchte.

Das lässt sich ja auch ausdehnen. Mal ehrlich: Wer von Euch würde denn sagen, daß er sein Auto benutzt obwohl auch das Rad (oder gar gehen) für die Strecke durchaus adequat wäre? Wer schaltet Verbraucher aus, wenn er sie nicht braucht? Wer dreht die Heizung runter und zieht nen Pullover an? (Wie immer sind diese Fragen nicht bös gemeint. Auch ich kann z.B. bei Frage 2 nicht wirklich ja sagen. ;))

Das sind minimale Sachen, die man doch eigentlich ohne zu leiden tun kann. Globale Faktoren könnte man ja - wie oben schon genannt - für den Moment mal aussen vor lassen. Wobei es natürlich interessant ist, dass wir als Verbraucher z.B. ein Drittel des in Sibirien geförderten Erdgases wirklich verbrauchen - während wir 100% der Fördermenge bezahlen. Der Rest sind Leitungs- und Umwandlungsverluste. Unsere liebe Energieindustrie wird zwar immer behaupten, dass das noch das beste System ist. Aber das kann ja jeder selbst bewerten...Und unter Umständen dann handeln.

Patrick:

--- Zitat von: apprendi am März 29, 2007, 16:30:21 ---Es ist nur häufig ein Statusproblem mit öffi oder Rad anzureisen.

--- Ende Zitat ---
Ähm, ich war letzthin mit meiner Family in München. Mit einem Kinderwagen und 2 Kindern macht der ÖPNV nicht wirklich Spaß. Marienplatz zu den Hauptzeiten war katastrophal beim Ein- und Aussteigen und dann noch die beiden anderen im Zaum zu halten war ziemlich nervenaufreibend. Dann lieber mit dem Auto ins Parkhaus, auch wenn die Parkbuchten meist viel zu klein sind, um einen Babysafe vernünftig aus- und einzubauen.

Thyrfing:
Genau das meint der apprendi ja... ;) Individuelle Probleme werden vor die Klimaprobleme gestellt. Das ist jetzt auch nicht bös gemeint, aber so sind wir Menschen nun mal gestrickt. Geht es uns an die eigene Bequemlichkeit, ist die Welt eben ganz egal.

Und auch das Problem mit den Kindern, ist nur ein individuelles Problem, es gibt auch Leute, den macht sowas mit ihren Kindern Spaß ;D

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