Ja, kurz gesagt träumt Microsoft davon, unter dem Namen XAML (eXtensible Application Markup Language) ein neues Protokoll einzuführen, mit dem dann die Grafik und die Benutzerinteraktion eines Programms sowohl in Windows als auch in einem Webbrowser einheitlich dargestellt werden kann. Es spielt dann also keine Rolle mehr, ob ein Sachbearbeiter die Maske seines Kundenmanagementsystems auf seinem eigenen PC oder über das Internet hinweg in einem Webbrowser aufruft. In beiden Fällen arbeitet er mit dem gleichen Datenstrom.
Das große Problem liegt darin, dass es tatsächlich sehr an Windows und DirectX geknüpft ist.
Die Technik hat im Prinzip gewisse Ähnlichkeit mit der Idee des "X Window Systems", nur dass es das schon seit 1984 gab, bevor das WWW existierte.
Mit dem von NeXT und Adobe entwickelten "Remote Display PostScript" (1989) könnte man übrigens so was ähnliches machen. Die frühen Versionen von Mac OS X konnte das noch. Liegt aber aber leider jetzt bei Apple in der Schublade und wird nicht mehr unterstützt.