Apfelinsel

Mac-Hardware => Thema gestartet von: MacFlieger am November 11, 2020, 10:48:32

Titel: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 11, 2020, 10:48:32
Gestern wurden auf dem "One More Thing" Event die ersten ARM-Macs vorgestellt.

Allen drei Modellen (MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini) gemeinsam ist die Verwendung des neuen M1-Prozessor. Er ist in einer 5nm-Struktur gebaut und enthält 8 Kerne. Von diesen sind 4 auf hohe Performance und 4 auf Energie sparen optimiert. Neben diesen CPU-Kernen sind noch 6-8 Grafikkerne (GPU) integriert.
Ähnlich wie bei den iPhone- und iPad-Prozessoren ist auch eine Neural Engine, die für KI-Funktionen ("Machine Learning") gedacht ist.
Erstmals kommt USB 4.0 zum Einsatz.
Alle drei Modelle sind sofort bestellbar und werden ab nächster Woche ausgeliefert.

MacBook Air:

Das lüfterlose MBA hat ein 13,3"-Display mit 2560×1600 Pixeln, bis zu 16 GB RAM und eine bis zu 2TB große SSD.
Zur Entsperrung kann TouchID verwendet werden, zur Funk-Kommunikation wird BT 5 und Wifi 6 verwendet.
Die Akkulaufzeit soll 18h betragen.

Mit 8GB RAM und 256GB SSD kostet es ca. 1100€.

MacBook Pro 13":

Das MBP hat ebenfalls ein 13,3"-Display mit 2560×1600 Pixeln, bis zu 16 GB RAM und eine bis zu 2TB große SSD. Zusätzlich ist eine TouchBar verbaut.
Zur Entsperrung kann TouchID verwendet werden, zur Funk-Kommunikation wird BT 5 und Wifi 6 verwendet.
Die Akkulaufzeit soll 20h betragen.

Mit 8GB RAM und 256GB SSD kostet es ca. 1400€.

Mac mini:

Auch beim Mac mini gibt es max. 16GB RAM und 2TB SSD.

Mit 8GB RAM und 256GB SSD kostet er ca. 780€.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am November 11, 2020, 11:26:40

Mac mini:

Auch beim Mac mini gibt es max. 16GB RAM und 2TB SSD.

Mit 8GB RAM und 256GB SSD kostet er ca. 780€.

Wie ist die Meinung hier bzgl. 16 GB maximal.
Beim Arbeiten werden doch teil- u. zeitweise „Prozesse“ auf RAM ausgelagert. Das war doch immer ein Argument für viel RAM?
Stimmt mein Argument?

Kann das Auslagern auch auf die eingebaute SSD erfolgen?
Stimmt mein Argument?

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 11, 2020, 15:59:16
Zusätzliche Infos:

Macbook Air:
Kein Lüfter!
Von den acht Grafikkernen sind nur sieben aktiv.
Nur beim Air wurde die Tastatur dem Emoji-Zeitalter angepasst:
https://www.heise.de/news/MacBook-Air-mit-M1-Apple-krempelt-Tastatur-um-4954181.html

Macbook Pro:
Angeblich leiser Lüfter, dass kann ja eigentlich nur heißen, dass der M1 höher getaktet werden.

Mac mini:
Wie MBP, Lüfter und wahrscheinlich höher getaktet.

Alle drei: keine eGPU mehr möglich.
Macbooks: bei der Webcam macht Apple auf Google. Die Kamera ist dieselbe olle 720p, der Signalprozessor aber besser. Das hörte sich im Video anders an. Die Kritik im Videokonferenz-Zeitalter war ja heftig, da hatte ich mehr erwartet.
Auf Thunderbolt 4 hat man umsonst gehofft.
https://www.heise.de/news/Kein-Thunderbolt-4-keine-neue-Webcam-keine-eGPU-Was-den-ARM-Macs-fehlt-4954109.html

Der Mini interessiert mich schon, aber bisschen Upgrades und schon wieder reichlich teuer.

@Jochen:
„Ausgelagert“ wird eher auf Festplatte/SSD. Das bremst dann die Prozesse aus, weil RAM natürlich sehr viel schneller ist. Allerdings ist der Abstand zu einer SSD nicht mehr ganz so dramatisch wie zu Festplattenzeiten. Trotzdem ist mehr RAM nie schlecht, wenn man es denn ausnützt.
Mir würden 16GB eigentlich reichen. Bastelt man an riesigen Dateien und macht noch was nebenher, wird es irgendwann grenzwertig. Stand heute würde ich auch acht GB noch als ausreichend für die meisten Leute ansehen.

Edit: habe vergessen, dass ja das RAM mit dem Grafikchip geteilt wird. Da werden acht GB schon schneller knapp.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: fränk am November 11, 2020, 16:14:40
Stand heute würde ich auch acht GB noch als ausreichend für die meisten Leute ansehen.

Deswegen habe ich in mein MacBook Air der (jetzt) vorletzten Generation auch nur 8GB RAM verbauen lassen.
Leider ist das Ding damit deutlich langsamer, als es mein ca. fünf Jahre altes MBA, mit ebenfalls 8GB RAM, war.
Und das nicht etwa erst beim Arbeiten mit fetten Dateien, sonder schon beim Surfen oder auch einfach nur beim warten nach dem aufklappen, bis der Cursor so weit ist.
Ich bin nicht sicher, ob der RAM dafür verantwortlich ist, aber schön ist es nicht, wenn das Nachfolgemodell sich deutlich zäher anfühlt, als das alte Schätzchen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 11, 2020, 17:16:40
In der Tat.
Von Air zu Air sollte man fünf Jahren schon was spüren, und zwar das es schneller ist...
Webseiten haben natürlich (außerhalb der Apfelinsel) mittlerweile massiv zugelegt.

Ich hatte noch nie einen Mac mit geteiltem RAM (CPU/GPU) und kann daher keine Aussage machen. Aber hast Du geklärt, ob alles in Ordnung ist? Insbesondere der Lüfter kann Ursache dafür sein, dass der Prozessor herunter taktet, weil er zu heiß wird oder es meint, weil der Sensor es meldet.

Wobei mein alter iMac unter Snow Leopard auch noch „schnappiger“ ist als der modernere. Kann schon sein, Intel hat ja mehr stagniert als sonst was, während die Software immer aufwendiger wird.

Daher sehe ich den Switch auch mehr positiv als negativ. AMD hätte allerdings noch eine Übergangszeit ermöglichen können. Aber jetzt ist es so und ich rechne gerade... 1TB SSD und 16 GB RAM und er ist gefährlich nahe an 1500 €.
Ein AMD-System mit zumindest deutlich mehr Grafikleistung kostet vielleicht die Hälfte. Und da kann man in Grenzen aufrüsten und das System nach Wahl installieren... noch, denn ich schätze der Switch geht wesentlich schneller vonstatten als manche glauben. Die halbe Produktreihe haben sie ja schon, wobei die andere Hälfte mehr Spannung verspricht. Dem Mac Pro kann man wohl kaum einen aufgehübschten iPhone-Prozessor unterjubeln.

Bin gespannt auf die ersten Benchmarks. Aber sicherlich bleibt es dabei, dass Apple-Produkte ihren satten Aufpreis haben, v.a. die Upgradepreise bleiben eine Frechheit.
Die beste Methode ist wohl kaufen, nach zwei bis drei Jahren verkaufen und so weiter. Dann hält sich der Preisverfall in Grenzen, zumindest bisher. Bin halt einfach zu träge...
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 11, 2020, 18:36:30
Apple behauptet, der M1 sei der schnellste Prozessorkern der Welt.
Anandtech analysiert anhand des A14, der schon nah dran war und den bekannten Unterschieden (mehr Transistoren, mehr Cache, wohl höherer Takt, vier statt zwei Performance-Kerne) das sei durchaus realistisch.
https://www.anandtech.com/show/16226/apple-silicon-m1-a14-deep-dive/5

Da wir keine Taktraten des M1 kennen, wird gemutmasst, dass er durch die aktive Kühlung einfach weniger oft drosseln muss. Dann wäre er bei längeren Workloads in der Tat höher getaktet, aber der gleiche Chip.
Nun stellt sich die Frage, ob man das Air einfach kalt stellen kann...

Bzgl. Ram muss man vielleicht umdenken. Ich sage mal so, ich habe nur einen A9 in meinem iPad. Und lächerliche 2 GB.
Bisher habe ich zwar noch keine Videos geschnitten, aber z.B. Photos bearbeitet in Pixelmator und die Spiele sind eigentlich auch nicht durch das RAM ausgebremst worden. Einzig mehrere hundert Tabs erfordern halt dann Neuladen...

Man kann eigentlich nur mutmassen derzeit, aber ich denke die alten Wahrheiten muss man teilweise womöglich vergessen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: fränk am November 11, 2020, 18:47:50
...aber ich denke die alten Wahrheiten muss man teilweise womöglich vergessen.

Nee, in meinem Alter habe ich keinen Bock mehr auf neue Wahrheiten. Mein Weltbild ist gefestigt und das einzig wahre!
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 11, 2020, 20:32:50
Immer diese Gruftis.  ;D

5nm, vgl. riesige Caches, Achtfach-Decoder (statt vier (Intel) oder fünf (Arm)), mehr Instruktionen usw.
Apple hat die Spitze der Rechenpower erreicht, mit viel weniger Leistungsaufnahme. Und verbaut das in einem ultraflachen Laptop mit Startpreis 1100,50 €.
Je mehr ich lese, desto veralteter wirkt x86.

So gesehen ein echtes Schnäppchen.

Da der Urlaub heuer schmal ausfiel, ist die Spaßkasse eigentlich übervoll. Apple-Aktien oder Apple-Gerät?



Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 11, 2020, 20:39:11
Apple reduziert beim MBP den max RAM von 32 auf 16 GB, beim Mini von 4 x USB auf 2. Wieso traue ich Apple zu, das ohne technische Not zu machen? Aber was verspricht sich Apple davon? ???
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 11, 2020, 22:45:04
Weiß nicht, ob es stimmt, aber man liest der M1 könne nicht mehr als 16 GB nutzen. Warum das so sein soll, verstehe ich aber auch nicht, ist doch ein 64-Bitter.
Gut, wie geschrieben, vielleicht wird das RAM wirklich sehr viel effizienter genutzt. Aber da müssen wir wohl abwarten.

Mit den USB-Ports verstehe ich noch weniger. Wahrscheinlich ist es einfach dasselbe Gehäuse und Board wie beim Air und Apple spart sich das Geld. Gerade bei einem Laptop äußerst nervig, immer einen Hub mitzuschleppen. Und viele werden bei den mickrigen Standard-SSDs auch eine externe Platte immer dabeihaben müssen. Schon ein Port belegt.

Diese extra gemachten Einschränkungen nerven. Bin kein Laptop-Kunde, aber ich fühle mit Euch.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 11, 2020, 23:13:05
Ich würde an sich gerne kaufen, aber die Upgrades sind einfach Verarsche und sobald ich das sehe, reicht es mir schon wieder.
Apple verdoppelt jeweils den Preis bei der SSD-Größe. So kommt man bei 1 TB schon auf 448,40 €, bei zwei TB auf 896,80 €.
M.2-SSDs kosten 110 € bis 130 € für ein TB und zwei TB ab 210 €. Also verlangt Apple ca. den vierfachen Preis.
16 GB SODIMM gibt es ab 50 €. Für das Upgrade verlangt Apple die bekannten 224,40 €. Ein ähnlicher Faktor.

Offensichtlich ist 224,40 € die kleinste Recheneinheit. Und *4 der Faktor für das Apple-Logo.
Das sie die kleinere Einheit (also acht GB RAM oder 256 GB SSD) einsparen, rechne ich schon nicht mehr mit.

Ich weiß, dass ist alles alter Kaffee, aber mir stößt er immer wieder auf. Die Grundkonfigurationen wirken preiswert, bis man sie auch nur ein bisschen erweitert.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 12, 2020, 08:15:05
Florian hat zwar schon geantwortet, aber da muss ich auch noch einmal intervenieren.

Beim Arbeiten werden doch teil- u. zeitweise „Prozesse“ auf RAM ausgelagert. Das war doch immer ein Argument für viel RAM?

Nein, das ist ein völlig falsches Verständnis. Evtl. verwechselst Du da gerade etwas?
Alle laufenden Programme und ihre Daten liegen im RAM. RAM ist der Arbeitsspeicher, in dem der Computer arbeitet. Dahin kann nichts ausgelagert werden. Umgekehrt ist es, wenn das RAM nicht reicht, müssen Programme/Daten ausgelagert oder beendet/gelöscht werden.
Je mehr RAM, desto mehr Programme können gleichzeitig laufen und desto mehr Daten können gleichzeitig verarbeitet werden.
Das merke ich immer schmerzlich am iPhone/iPad im Vergleich zum Mac.

Zitat
Kann das Auslagern auch auf die eingebaute SSD erfolgen?

Genau das ist die normale Vorgehensweise. Wenn das RAM nicht mehr ausreicht, werden/wurden Programme/Daten auf den Massenspeicher (Festplatte/SSD) ausgelagert (Swapping). Das merkte man besonders zu Festplattenzeiten enorm, weil die Geschwindigkeit extrem langsamer war. Heutzutage sind die SSDs deutlicher schneller und es gibt auch Techniken, die RAM sparen (Komprimierung der Daten im RAM), aber trotzdem ist es langsamer, nur nicht mehr so extrem.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 12, 2020, 08:34:17
Apple reduziert beim MBP den max RAM von 32 auf 16 GB, beim Mini von 4 x USB auf 2. Wieso traue ich Apple zu, das ohne technische Not zu machen? Aber was verspricht sich Apple davon? ???

Ich glaube eher, dass es an dem ARM-Design liegt. Merkt man meiner Meinung nach auch daran, dass sich die 3 Modelle kaum unterscheiden.
Bisher war die CPU getrennt von IO-Chips, Secure Enklave, Thunderbolt, RAM etc. Alles war einzeln und konnte unterschiedlich kombiniert werden.
Jetzt ist alles in einem Chip und der Chip selber muss entsprechend anders Design/entwickelt werden. Ich denke, dass Apple noch nicht so weit ist, den ARM-Chip entsprechend aufzublasen. Besonders nicht für die zusätzlichen Erfordernisse in Richtung Mac Pro. Alles, was über 2 USB, TB3, 16GB RAM hinaus geht, ist noch nicht fertig. Daher auch der Wegfall der eGPUs.
Man kommt weg von einer universellen Kombinierbarkeit der Einzelkomponenten hin zu einem Komplettpaket in einem Chip. Und bisher wurden in den A-Chips derartige Sachen wie z.B. auch universelle Schnittstellen PCIx schlicht nicht benötigt.

Das mit den 16GB RAM stößt mir auch negativ auf.
Bzgl. Ram muss man vielleicht umdenken. Ich sage mal so, ich habe nur einen A9 in meinem iPad. Und lächerliche 2 GB.
Bisher habe ich zwar noch keine Videos geschnitten, aber z.B. Photos bearbeitet in Pixelmator und die Spiele sind eigentlich auch nicht durch das RAM ausgebremst worden.

Ich habe ein iPad Air 3 mit AFAIK 3GB RAM.
Ja, wenn ich es wie ein iPad benutze (praktisch nur jeweils 1 App läuft), dann merke ich auch nur selten etwas. Aber sobald man zwischen Apps wechselt, geht es los, dass zwischenzeitlich die App weg ist und komplett neu geladen wird, die Tabs laden neu, obwohl man da drin was eingegeben hatte, teilweise geht Arbeit in den einzelnen Apps verloren...
Sorry, RAM ist durch nichts anderes als noch mehr RAM zu ersetzen. Auf dem Mac werden die Apps zum Glück bei Speichermangel nicht beendet und es wird nur langsamer. Und durch die SSDs und bessere Anbindung wird die Verlangsamung nicht so schlimm wie früher, aber ich möchte da nicht ohne Not sparen.
Ich denke schon, dass die meisten mit 16GB gut klar kommen. Viele sogar mit 8GB.
Deshalb finde ich 16GB für die angebotenen Modelle schon in Ordnung. Aber der Aufpreis ist wieder einmal appletypisch völlig surreal und nicht mehr wie früher vermeidbar.

So kommt man bei 1 TB schon auf 448,40 €, bei zwei TB auf 896,80 €.
M.2-SSDs kosten 110 € bis 130 € für ein TB und zwei TB ab 210 €. Also verlangt Apple ca. den vierfachen Preis.

Sogar noch mehr. Du bezahlst ja nicht knapp 900€ für 2TB mehr, sondern für 1,5TB mehr. Du musst eigentlich die 2TB-SSD zusätzlich zahlen, aber dafür die Kosten für die 0,5TB-SSD weniger. D.h. zu zahlst ca. 900€ Aufpreis bei Apple, wofür Du auf dem freien Markt ca. 150€ Aufpreis zahlen müsstest... Faktor 6...
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: mbs am November 12, 2020, 08:59:21
Weiß nicht, ob es stimmt, aber man liest der M1 könne nicht mehr als 16 GB nutzen. Warum das so sein soll, verstehe ich aber auch nicht, ist doch ein 64-Bitter.

Das liegt daran, dass der M1 ein SoC ist ("System-on-a-chip"). Mit anderen Worten, so gut wie der ganze Computer ist in einem einzelnen Chip-Paket eingebaut. Es gibt weder steckbare RAM-Module, noch getrennte RAM-Chips auf dem Mainboard. Das RAM für CPU und GPU steckt quasi im Prozessor. Eine Möglichkeit, "externes" RAM anzuschließen, ist nicht vorgesehen.

Und da der M1 ein Einsteiger-Prozessor für die kleinsten Mac-Modelle ist, hat sich Apple entschlossen, ihn nur in den beiden Varianten mit 8 GB oder 16 GB zu bauen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 12, 2020, 10:50:34
Das es ein SoC ist, hat Apple uns ja deutlich eingetrichtert.
Aber wie Du schreibst, es ist also trotzdem eine Geschäftsentscheidung, keine technische Notwendigkeit.

Was sich halt beisst ist der Begriff Pro und der Typ Einstiegsmodell.
Beim Air ändert sich ja nichts.
Eigentlich ist das Pro ein bisschen besseres Air und kostet auch entsprechend nicht so viel mehr.

Macflieger:
Ich denke auch, dass sie noch nicht so weit sind, den Mac Pro zu ersetzen.
Das die keine vier USB-Buchsen ansteuern könnten, kann nicht stimmen, denn der Mini hat sie ja.

Die eGPUs scheitern ja schon daran, dass es keine Treiber für ARM gibt. Die werden auch nicht mehr kommen, Intel entwickelt ja auch seit Jahren nicht mehr für den Mac, obwohl er auf Intel lief und läuft.

Wenn Apples Zahlen stimmen, läge die M1-GPU etwa bei einer RTX 560. Gamer werden damit nicht glücklich, aber die kaufen eh keine Macs (mehr). Viel besser als der Intelkram, aber weiterhin mager.
Gut, Cloudgaming scheint ja doch brauchbar, sind halt Extrakosten. Und das könnte man auch auf einem Raspberry machen.

Erste Geekbench-Benchmarks:
SingleCore unschlagbar, Multicore noch etwas zurück, ähnlich wie der A14.
https://www.macrumors.com/2020/11/11/m1-macbook-air-first-benchmark/
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 12, 2020, 11:00:27
Das die keine vier USB-Buchsen ansteuern könnten, kann nicht stimmen, denn der Mini hat sie ja.

Tja, aber sind es wirklich 4 USB-Leitungen oder sind da einfach nur quasi zwei Doppel-USB-Hubs neben dem M1 drin verbaut?
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 12, 2020, 11:06:04
Keine Ahnung. Ist aber dem User eigentlich auch egal, oder?

An die Macbooks kann man zwar maximal das 6K-Display hängen, aber generell nur immer ein externen Monitor!
An den Mini respektive maximal zwei.

Ebenfalls ein Rückschritt.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 12, 2020, 11:14:55
Klar ist das dem Benutzer egal.
Mir ging es nur darum, dass wohl vieles der Einschränkungen/Rückschritte daher kommt, dass nun vieles, was sonst neben der CPU auf dem Board untergebracht und daher variierter war, in den M1 gewandert ist.
Und die vielen Möglichkeiten, die bisher in den A-Chips nicht benötigt und daher nicht integriert waren, müssen nun erst einmal in den M-Chips untergebracht und entwickelt werden.

Wurde im Sommer noch von 2 Jahren Übergangszeit gesprochen, hieß es in dieser Vorstellung "in den nächsten Jahren". Klingt für mich so, als ob sich der vollständige Wechsel noch etwas hinzieht. Zumindestens für die Schiene Mac Pro.

Der Transfer PowerPC zu Intel war meiner Meinung nach einfacher. Das war mehr oder weniger ein Softwareproblem und weniger ein Hardwareproblem. Denn das Hardwarekonzept war bei PowerPC/Intel im Prinzip das gleiche und fertige Intel-Rechner gab es auch schon lange. Nur halt nicht mit OS X. Klar war da auch die Hardwareentwicklung mit drin, aber es war kein Wechsel des prinzipiellen Konzeptes.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 12, 2020, 16:32:58
Kann sein, kann auch nicht sein. Ein Gegenargument wären die über zehn Jahre Erfahrung, die Apple mit selbstentwickelten Prozessoren machte. Ich nehme an, dass macOS schon seit Jahren auf Apple Silicon läuft und der Einbau eines besseren USB-Controllers dürfte nicht schwer sein, eher ist es eine Kostenfrage.
Die Geräte durften ja auf keinen Fall teurer werden als ihre Vorgänger.

Jedenfalls sind die Einsteigergeräte für viele Anwendungszwecke nicht geeignet. Was vorher durch die fehlende Performance auch so war, nun aber sind die Einschränkungen anderer Art.
Muss man halt warten auf M1x oder M2. Oder akzeptieren. Oder Intel-Mac anschaffen oder weiter nutzen. Die werden ja nicht zufällig weiter verkauft, sogar der Intel-Mini. Nur das Air wurde komplett ersetzt.

Es gab auch schon Geräte mit nur einem Port, alles nichts neues...

Hier im Forum noch gar nicht diskutiert ist die Akkulaufzeit. Das ist für viele Kunde m.E. der größte Fortschritt. Die Lieferzeit ist schon deutlich länger geworden. Ich wette, die gehen weg wie warme Semmeln.

Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 12, 2020, 18:37:45
Ein Gegenargument wären die über zehn Jahre Erfahrung, die Apple mit selbstentwickelten Prozessoren machte.

Schon, aber die Komponenten in einem PC sind doch deutlich vielfältiger/universeller als im iPhone/iPad. Es ist hier ja nicht so, dass man einen Prozessor entwickelt/nimmt und dann um den herum etablierte Komponenten aussuchen und verbauen kann.

Zitat
Ich nehme an, dass macOS schon seit Jahren auf Apple Silicon läuft

Ja, die Softwareseite dürfte da weniger das Problem sein. Im Prinzip ähnlich wie beim Umstieg 68K->PPC oder PPC->Intel.

Zitat
und der Einbau eines besseren USB-Controllers dürfte nicht schwer sein

Sicher?
Bei PPC/Intel hat man entsprechende Bussysteme von Prozessor zu Peripherie und kann da einen etablierten USB-Controller oder mehrere verbauen. Hier sitzt alles im Prozessor drin. Es gibt da kein Bussystem über das Komponenten an den Prozessor beliebig angeschlossen werden können wie z.B. mit PCix. Das muss alles im ARM-Chip mit drin sein. Das ist schon eine ganz andere Herangehensweisen von der Hardwareseite her für einen PC.

Ja, die Akkulaufzeit ist ein großer Pluspunkt, gar keine Frage.

Ich bin mal gespannt, wie es in den nächsten Jahren weiter geht bei den anderen PCs. Ob die sich auch irgendwann trauen oder ob alles bleibt wie es ist.

Ich bin noch nicht soweit und präferiere für die nächsten Jahre eher einen Hackintosh. Wenn der dann veraltet ist, kann man sehen, wie sich alles entwickelt hat.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 12, 2020, 19:23:52
Nö, nicht sicher, non-educated guessing. Wie so oft...

Mich schrecken all die Einschränkungen nicht, bin weniger betroffen. Wären die Upgrade-Preise nicht so unverschämt, hätte ich schon geordert. Für mich halt nur ein Spaßgerät, würde ich mein Geld damit verdienen, wäre es natürlich was anderes.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 16, 2020, 15:51:08
Linus Torwalds wünscht sich Linux auf M1-Macs. Ganz so einfach ist das nicht... wer will schon Bootloader für Linux installieren, dass wäre ja wie ein Hakintosh. Hard- und Software verklebt, verlötet und verdongelt - Apple 2020.
https://www.heise.de/news/Linus-Torvalds-wuenscht-sich-Linux-auf-Apples-M1-Macs-4961199.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 17, 2020, 16:36:05
Deutlich schneller als das i5-Intel, aber mit acht GB langsamer bei sehr fordernder Aufgaben (8K-Schnitt, Anzahl der Spuren bei Logic Pro).
Rosetta 2 ist so gut, dass viele Steam-Spiele schneller laufen als nativ auf Intel. Hoffentlich entfernt Apple R2 nicht wieder so schnell wie damals R1.

https://www.heise.de/tests/MacBook-Pro-mit-M1-Prozessor-im-ersten-Test-Tolle-Performance-4963035.html

Jede Menge Benchmarks des Mini bei Anandtech
https://www.anandtech.com/show/16252/mac-mini-apple-m1-tested/
Der M1 hält mit den neuesten Chips der Konkurrenz mit, wie wir schon wussten. Der Grafikchip ist mal etwas schneller, mal etwas langsamer als eine Radeon 560X, also etwas besser als ich dachte.

Und das alles mit viel weniger Stromverbrauch. Das kann sich, wenn man die Leistung mit Intel haben will, durchaus bemerkbar machen im Geldbeutel. Denn das Ding braucht selbst unter Schwerlast nicht mal 30 Watt, bei Spielen vielleicht etwas mehr.
Das ist nur ein Bruchteil eines vergleichbaren Intel-Systems.

Auch hier zeigt sich wieder der große Wurf mit Rosetta 2, das in manchen Szenarios fast genauso schnell ist als liefe das Programm nativ!
Offensichtlich muss man Rosetta erst installieren, aber das macht ja nichts.

Ich kann kaum erwarten, was die Nachfolge-Modelle leisten werden. Auch warte ich auf den ersten Mac-Mini-Supercomputer. :) Natürlich nicht die Standardmodelle.
ARM hat es ja schon geschafft, aber Apple Silicon ist nochmal eine andere Hausnummer.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Terrania am November 18, 2020, 07:17:41
Bin das erste Mal wieder von Apple so richtig begeistert. Wenn man die unzähligen Tests auf Youtube ansieht, die derzeit reinprasseln, kann man den Ingenieuren und Chipdesignern in Cupertino nur gratulieren. Ich bin gespannt auf den ersten iMac, denn nächstes Jahr soll eine neue Kiste her. Bereits das MacBook Air dürfte schneller sein als mein derzeitiger Late 2015 iMac in Vollausstattung. Beängstigend.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 18, 2020, 16:48:13
Sehe ich auch so.
Da ich eh einen neuen Rechner brauche, und mit Linux nicht wirklich glücklich werde, warte ich eigentlich nur noch auf Freitag, ob es dann vielleicht einen Gutschein gibt (Black Friday). Schönen 4K Monitor an den Mini und in zwei, drei Jahren verkaufen und auf M3/M4 umsteigen.
Da Rosetta so schön schnell ist, habe ich null Befürchtungen. Und einige Programme sind ja schon portiert, allen voran Affinity, Pixelmator, BBedit, sogar Cinema 4D und andere Schwergewichte!  Oder können bei Opensource u.U. selbst compiliert werden.
Auf iOS-Titel kann ich wirklich verzichten, aber scheinbar arbeiten viele Entwickler an besserer Mac-Unterstützung. Vielleicht wird das noch was, auf jeden Fall mehr als Catalyst.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 18, 2020, 19:25:58
Grmbl!
https://www.heise.de/news/Macs-mit-Apples-M1-Chip-Neuinstallation-kann-Computer-lahmlegen-4964790.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 19, 2020, 08:05:02
Das Problem gibt es wohl schon länger auch mit T2-Macs.
Mit Neuinstallationen hat es Apple wohl nicht so. :(

Mega-OT:
Ich hatte letztens auch die Aufgabe ein altes MBP mit dem höchstmöglichen System zu bespielen (AFAIR El Capitan).
Das Problem begann schon mit dem Erstellen eines Installationssticks. Bei neueren Systemen kann das jeder Mac machen, bei El Capitan kann das nur ein Mac, auf dem El Capitan auch läuft. Dann hatten wir das mit Tricks doch hinbekommen, dann lief die Installation aber nicht durch, weil immer kam "Installationsdatei beim Download evtl. beschädigt". Gut, dass ich wußte, dass es in Wirklichkeit an einem abgelaufenen Zertifikat lag. Bei dem, was man aktuell bei Apple herunterladen kann!
Also Systemuhr verstellen und probieren, wieder Uhr verstellen und probieren, bis es ging.  >:(

Zurück zu den ARM-Macs:
Die ersten Berichte fangen tatsächlich an, auch mich zu begeistern. Ich bin beeindruckt.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am November 19, 2020, 17:21:59
Weiß man schon wie es abläuft falls man die neuen M1 neu installieren muss?

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 19, 2020, 19:41:49
Nach meinem Verständnis ist das ein Bug. Die normale Wiederherstellung ist ja noch da, funktioniert nur nicht.
Also etwas abwarten und hoffentlich nicht zu lange. Derzeit braucht man einen zweiten, relativ aktuellen Mac, um lahmgelegte Geräte wieder in Gang zu bringen...
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 19, 2020, 20:23:54
Ja, korrekt, das ist ein Bug. Gab/gibt es bei den T2-Macs auch.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 19, 2020, 23:40:49
Sehe gerade, dass erst nächste Woche Black Friday ist. Den meinte ich weiter oben. Man wird echt irre mit Amazon und co., die seit Wochen „Early Black Friday“-Aktionen fahren.
Bei Apple ist es wirklich nur ein Tag im Jahr, dann gab es seit Jahren aber nur noch Gutscheine.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 20, 2020, 08:08:20
Mal ein wenig über den Tellerrand, aber doch eine völlig andere Leistung- und Preisklasse.
Aldi verkauft ein ARM-Windows-Notebook:
250-Euro-Notebook bei Aldi: AMD-Zen-Prozessor, SSD und USB-C (https://www.heise.de/news/250-Euro-Notebook-bei-Aldi-AMD-Zen-Prozessor-SSD-und-USB-C-4965913.html)
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: mathias am November 20, 2020, 09:01:42
Hallo zusammen,

ich habe folgende Frage: gibt es Performance-Unterschiede zwischen dem M1 MacBook Air und dem M1 MacBookPro? Im Produktvergleich unterscheiden sich die Modelle im Punkt "Computing" nicht voneinander. Das MBP bietet "lediglich" ein paar mehr Features (z.B. Touchbar, Helligkeit). Aber ansonsten sind die ja fast gleich.
Oder anders gefragt: wenn man auf diese Features verzichten kann, ist man dann - was die Leistung betrifft - mit dem MBAir genauso gut bedient? Das MBA ist ja immerhin 300€ günstiger. Würde das MBA für LogicPro nutzen, mein aktuelles MBA i5 kommt bei mehreren Audiospuren und einigen Effekten schon ganz schön ans lüften. Wollte jetzt wissen, ob das mit dem neuen M1 besser wäre.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 20, 2020, 10:59:33
Die Performance-Unterschiede sind minimal.
Wenn überhaupt dann merkt man es nur bei extremer Belastung über längere Zeit.

Lautstärke spricht ja für das Air, aber laut John Gruber (https://daringfireball.net/2020/11/the_m1_macs) hört man den Lüfter auch nicht. Und er hat die Maschine wirklich gefordert.

Bei der Touchbar gibt es ja viele Leute, die sie unbedingt vermeiden wollen, dann ist die Entscheidung klar. Ich hatte nie eine, finde die Idee eigentlich nicht verkehrt.

Das Pro hat noch ein paar Vorzüge, die je nach Einsatz wichtig sein könnten. Es läuft noch länger (etwa zwei Stunden mehr) und hat auch das bessere Mikrofon („Studioqualität“, behauptet Apple).

Unterm Strich sind es einige Features, der Aufpreis ist okay. Aber falls man diese Features nicht braucht, macht man mit dem Air nichts falsch.

In der Keynote war Logic Pro zu sehen... null Probleme für den M1 bei doch sehr vielen Spuren. Da wirst Du definitiv einen Unterschied merken und die M1-Books (zumindest das Pro) werden noch nicht mal richtig warm bei exzessiver Nutzung..
Hier noch ein Benchmark zu Logic Pro. Das I9-Pro weist nach zwei Minuten 80 Grad auf, das M1-Pro 26 Grad. Gut doppelt so schnell und ohne das man den Lüfter hören würde!
https://www.pro-tools-expert.com/production-expert-1/macbook-pro-m1-audio-power-test-logic-pro
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: mathias am November 20, 2020, 11:44:21
Vielen Dank, Florian, für deine schnelle Antwort. Für den Preis wäre das MBA tatsächlich interessant, man kann ja heutzutage nicht genügend Laptops zu Hause rumstehen haben  ???
Im übrigen, geiles Foto im verlinkten Artikel. Viel Space-Designer hilft viel  ;D ;D
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am November 20, 2020, 13:03:39
Ich denke ein MBP-M1 Outdoor und Zuhause mit externem Monitor ist keine gute Lösung.
Zuhause immer mit Akku oder direkt am Stromanschluss?
Mein iMac 27“ kommt in die Jahre ???
Was meint Ihr?

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 20, 2020, 14:20:04
Stationär kann man einstöpseln, oder muss es irgendwann eh...

Ich brauche keinen Laptop und werde mir höchstwahrscheinlich den Mini kaufen. Brauche mein gewohntes Desktop-Umfeld und unterwegs habe ich iPad und iPhone.
Kann man auch mit dem Laptop realisieren, aber es erfordert wieder Stöpseleien und Adapter/Docking/Hubs. Die Macbooks haben ja nur zwei Buchsen.

Kann nur jeder selbst entscheiden.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am November 20, 2020, 15:38:57
Ich brauche keinen Laptop und werde mir höchstwahrscheinlich den Mini kaufen.
Outdoor nutzte ich ein MBP um meine Bilder mit CaptureOne zu bearbeiten.
Zuhause wurden die Sitzungen dann auf iMac kopiert.
Ich drucke auch zuhause aus.
Irgendwann wird man ja wieder reisen können?

An Kauf von Mini denke ich auch, evtl. aber noch zu früh?
Wenn ich jetzt schon Monitor (Eizo, BenQ) kaufen würde, ist sichergestellt, dass der an einem neueren Mini oder Mac-M? in 2021 angeschlossen werden kann?

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 20, 2020, 16:30:10
Auf Vorrat würde ich Hardware nie kaufen.
Es sei denn, Du willst den Monitor schon jetzt nutzen und vielleicht das Vorgehen mit dem aktuellen MBP schon mal „ausprobieren“.

Ich will es auch nicht übertreiben, man stellt halt das Laptop auf den Tisch und steckt zwei, drei Kabel ein.

Der Monitor sollte einen Displayport-Anschluss haben. Dann passt er, bei HDMI muss man noch einen Adapter dazu kaufen. Der Displayport geht auch nicht gleich wieder weg und dürfte die nächsten Jahre Anschluss der Wahl bleiben. Bis 6K geht er ja auf alle Fälle.

Noch mal zur Info, falls Du zwei Monitore anschließen willst: An die M1-Macbooks geht nur noch ein externer Monitor. An den Mini, der ja selbst keins hat, zwei.

Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am November 20, 2020, 16:37:49
Auf Vorrat würde ich Hardware nie kaufen.
Es sei denn, Du willst den Monitor schon jetzt nutzen und vielleicht das Vorgehen mit dem aktuellen MBP schon mal „ausprobieren“.

Ich „benötige" einen neuen Monitor, da das Display des iMac 27" am unteren linken Bereich bei längerer Nutzung warm wird und vedunkelt.
Ich würde den neuen Monitor parallel am iMac betreiben, falls das geht?

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: mathias am November 20, 2020, 19:05:28
Ich will es auch nicht übertreiben, man stellt halt das Laptop auf den Tisch und steckt zwei, drei Kabel ein.

Der Monitor sollte einen Displayport-Anschluss haben. Dann passt er, bei HDMI muss man noch einen Adapter dazu kaufen. Der Displayport geht auch nicht gleich wieder weg und dürfte die nächsten Jahre Anschluss der Wahl bleiben. Bis 6K geht er ja auf alle Fälle.

Noch mal zur Info, falls Du zwei Monitore anschließen willst: An die M1-Macbooks geht nur noch ein externer Monitor. An den Mini, der ja selbst keins hat, zwei.
Also, wenn man ein Display mit Thunderbolt Anschluss mit Stromversorgung kauft, braucht man eigentlich nur ein Kabel einstecken. Ich mache das so, und das funktioniert super. Der Monitor fungiert dabei auch als USB Hub für Maus/Tastatur/Drucker. (Wenn man BT Maus/Keybord nutzt, fallen auch diese Kabel weg.)
In dem Fall ist sogar noch ein Steckplatz am Laptop frei. Externe Festplatten könnten ggf. auch am Monitor angesteckt werden, bei meinem (benQ) ist das glaube ich sogar USB3, bin aber nicht 100% sicher. Der einzige Nachteil ist, dass man zum Nutzen von Touch ID den Laptop aufklappen muss. Und dass der Monitor etwas hochpreisiger ist.
Aber die Kombi ist eigentlich perfekt, da super flexibel.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 20, 2020, 20:15:40
@Jochen: Müsste funktionieren.

@mathias: Stimmt, ist die beste Combi. Mir persönlich zu hochpreisig, aber sicher praktisch.

Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 21, 2020, 07:14:29
@matthias: Welchen Monitor hast Du?
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 21, 2020, 14:26:40
https://arstechnica.com/gadgets/2020/11/we-are-giddy-interviewing-apple-about-its-mac-silicon-revolution/
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: mathias am November 21, 2020, 15:01:08
@matthias: Welchen Monitor hast Du?
Ich hab den BenQ PD2720U
Okay, hab gerade in der Anleitung gesehen, der Monitor besitzt sogar 2 Thunderbolt Ein/Ausgänge. Könnte ich also die externe HD da anschließen.
Ich nutze den Monitor für 3 Rechner: HP Laptop, MBAir und PS3. Mit der internen KVM Lösung kann ich eben M & T an beiden Laptops nutzen. An der PS3 müsste sogar auch gehen, habe ich noch gar nicht getestet.

Ich hab mir den Monitor eigentlich wegen der HO Situation zugelegt, da das arbeiten am 13" Laptop Display doch auf Dauer sehr anstrengend ist.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 21, 2020, 20:46:18
Klingt ja alles sehr gut.

Persönlich habe ich zum ersten mal auch VA-Displays ins Auge gefasst, v.a. wegen dem Kontrast. Klar haben sie ihre Probleme (Blickwinkelabhängigkeit v.a.), aber der Kontrast mancher Geräte haut mich echt um. Da ich nicht farbverbindlich arbeiten muss, und wahrscheinlich auch mal HDR-Streaming/Photos genieße werde, frage ich mich, ob die deutlich günstigeren Geräte wirklich so schlimm sind beim dauerhaften Arbeiten...

Ist recht off-topic, aber was meint Ihr? Kenne ehrlich gesagt nur IPS-Displays wirklich gut.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 21, 2020, 22:41:55
Apples neuer M1 ist kein Wunderprozessor:
https://www.slashcam.de/artikel/Test/Blackmagic-DaVinci-Resolve-GPU-Tests-mit-Apple-M1-MacBook-Pro-13-Zoll--alles-.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 22, 2020, 01:53:22
Ist doch klar, dass die GPU-lastigen Tests an Systeme mit halbwegs aktuellen Grafikkarten gehen. Die verbraten aber auch viel mehr Strom.

Bin gespannt, was Apple grafikmäßig noch auf Lager hat. Um die echten Grafikchips/Karten vergessen zu machen, müssen sie wahrlich noch massiv zulegen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 22, 2020, 16:58:01
https://9to5mac.com/2020/11/18/opinion-is-the-base-macbook-air-m1-8gb-powerful-enough-for-you/
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: mathias am November 23, 2020, 13:52:12
Also ich bin schon nahe dran, mir ein neues MBA M1 zu kaufen. Was ich feststelle, dass mein i5 MBA beim Arbeiten mit Logic mit 18 Spuren mit Effekten und 6 Bussen mit Spacedesigner auch gut klarkommt ohne Lüfter. Wenn allerdings das externe Display dranhängt, dann der Lüfter schon bei drei, vier Spuren anfängt zu drehen. Liegt das dann an der Grafik-Anforderung und wäre das beim neuen M1 MBA nicht so?
Im unten verlinkten Artikel scheint das ja so zu sein?
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 23, 2020, 21:50:10
Welche Software läuft M1/ARM/Silicon nativ, mit Rosetta 2, oder gar nicht mehr:
https://isapplesiliconready.com
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 24, 2020, 01:41:15
Bzgl. des Bugs bei Neuinstallation auf M1-Macs hat Apple einen Support-Artikel geschrieben.
Der einfachste Weg ist, vorher - oder wenn es zu spät ist, an einem anderen Mac - einen Installer auf ein anderes Medium zu bringen.
Ansonsten muss man im Recovery-Modus recht viele Schritte gehen, ist aber auch kein Zauberwerk.

https://support.apple.com/de-de/HT211983
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 24, 2020, 06:51:33
Fazit des ganzen: Das Problem war ein Bug in 11.0.0 und ist in 11.0.1 behoben.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: fränk am November 24, 2020, 07:30:38
Als ich das ganz frische 11er installiert habe, war das schon 11.0.1.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 24, 2020, 08:17:53
Ja, per Download gab es nur das 11.0.1 ohne Fehler.
Aber einige (alle?) ARM-Macs waren im Lieferzustand 11.0.0. Wer also vor der Neuinstallation nicht erst das Update gemacht hat, hat das Problem bekommen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 24, 2020, 09:25:56
Leider wird in dem Zusammenhang mit den ARM-Macs auf vielen Seiten auch von "bricked" geschrieben. Das war und ist falsch. Die ARM-Macs ließen sich problemlos mit anderen Systemen booten und zeigten auch was an. Das ist kein "bricked" Gerät, sondern einfach nur ein Gerät, dessen installiertes System beschädigt ist und nicht startet. Klar, unangenehm, unnötig und mit Arbeit verbunden, aber eben nicht "bricked".
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 24, 2020, 23:14:41
Stimmt. Das Wort wird oft missbräuchlich verwendet, macht halt gute Schlagzeilen.

Wir haben ja alle Backups und bootbare Klone und/oder Install-Medien. Und wenn nicht, sind solche Geschichten immerhin eine gute Erinnerung.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 24, 2020, 23:25:21
Mehrere Displays sind mit Adaptern und Software möglich. Hier demonstriert das Jemand mit sechs Monitoren verschiedener Auflösung...
https://www.macrumors.com/2020/11/24/m1-macs-able-to-run-six-external-displays/
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 26, 2020, 23:02:05
https://www.golem.de/news/macbook-air-mit-apple-silicon-im-test-das-beste-macbook-braucht-kein-intel-2011-152381.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am November 28, 2020, 12:04:18
https://www.maclife.de/news/windows-laeuft-m1-mac-100118097.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 28, 2020, 16:43:38
Na also.
Noch ein bisschen warten und das geht ziemlich sicher recht komfortabel. Dann kann man vielleicht auch x86-Windows direkt virtualisieren. Die Performance scheint ausreichend.

Ist Apple also gar nicht in die Isolation gegangen, wie geunkt wurde?

Im Artikel heißt es, von Microsoft sei nicht zu erwarten weil sie fixiert seien auf Intel. Das ist falsch. Vielmehr läuft Windows auch auf AMD und anderen x86-Prozessoren. Und MS will ja auch ARM unterstützen, es fehlen die Softwareentwickler.
MS wäre auch gerne auf Handys vertreten, aber Windows Mobile ging halt unter.

Ich gehe jede Wette, Microsoft hat großes Interesse. Sollte Apple Silicon voll einschlagen, geht auch kein Weg darum herum. Allein das Tempo in Redmond dürfte wie meist etwas niedrig sein.

Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am November 29, 2020, 09:36:34
Ich sehe das ganze nicht so optimistisch. Ich denke schon, dass es in Zukunft erst wieder Emulationslösungen geben wird, wie früher auch auf PPC, und dann später auch Virtualisierungen, aber aktuell stehen da noch zwei Probleme im Raum.
1. Noch ist ARM-Windows wenig nutzbar, weil es praktisch keine ARM-Software gibt und etwas vergleichbares zu Rosetta2 noch nicht ausgereift existiert.
2. ARM!=ARM (s.u.)

Im Artikel heißt es, von Microsoft sei nicht zu erwarten weil sie fixiert seien auf Intel. Das ist falsch. Vielmehr läuft Windows auch auf AMD und anderen x86-Prozessoren.

Naja, ich denke, Du machst es Dir da zu einfach. Zum einen sind Intel/AMD/x86 untereinander prinzipiell kompatibel und zum anderen, was viel schwerer wiegt, geht es nicht nur um den Prozessor, sondern auch um das ganze Drumherum (Chipsatz, IO-Schnittstellen, Grafikkarte...). Letzteres ist unter x86 getrennt vom Prozessor, im Wesentlichen unabhängig von diesem und es werden Treiber für Windows entwickelt. Bei ARM wandern diese ganzen Sachen in den Prozessor und vor allem kann und ist jeder ARM-Prozessor anders.
Das Dilemma für Linux auf x86 ist doch besonders bei Notebooks, dass die dort oft eingesetzt Hardware Spezialtreiber benötigt, die der Hersteller meist nicht liefert und so muss die Linux-Gemeinde dort Treiber selber schreiben.

Machen wir doch das Gedankenspiel. Nehmen wir an, es gäbe Windows-Rechner auf ARM-Basis und Windows hätte jede Menge ARM-Software und/oder etwas Vergleichbares zu Rosetta 2.
Auch wenn der M1 dann die gleichen Maschinenbefehle versteht wie die Windows-ARMs, wer schreibt die Treiber für den M1-Chipsatz, M1-IO-Schnittstellen, M1-Grafikkarte. Alle diese Sachen sind nicht öffentlich dokumentiert. Genau das ist das Hauptproblem bei ARM-Linux auf M1-Macs, wie Linus Torwalds auch schrieb.
Zurück zu Windows:
- Meinst Du irgendjemand wird die M1-Macs reverse engineeren, um Windows-Treiber dafür zu schreiben und von Microsoft signieren zu lassen? Halte ich für praktisch unmöglich.
- Meinst Du Apple wird Windowstreiber schreiben? Wäre möglich wie bei Bootcamp, aber bei Bootcamp mussten sie den Treiber nicht komplett und völlig unabhängig von der Mac-Version entwickeln. Unter Windows wird ein Direct-X-Treiber benötigt, der M1-Grafikkern ist auf Metal optimiert. Das wäre viel Arbeit, die auch für macOS völlig nutzlos ist. Daher halte ich das für unwahrscheinlich.
- Meinst Du Microsoft schreibt Windowstreiber für M1? Wäre ebenfalls möglich, wenn sie von Apple die Dokumentation bekommen. Selbst dann wäre es sehr aufwändig (siehe Direct-X<->Metal). Und wenn sie die Dokumentation nicht bekommen, dann wäre es noch aufwändiger.

Ne, so rosig sehe ich das nicht. Es ist eben nicht nur ein Wechsel des Prozessors wie bei 68K->PPC->x86.
Bei ARM wandert vieles vorher modulare in den Prozessor und der Begriff "ARM" ist nur ein Obergriff für viele extrem unterschiedliche Komponenten und Eigenentwicklungen.

Wie geschrieben, ich kann mir vorstellen dass es Virtualisierungen geben wird und in dieser dann "Standard"-Komponenten emuliert werden. Ist in VirtualBox z.B. auch aktuell so, dass die scheinbar vorhandene Hardware unter dem virtualisierten PC nicht der echten Hardware entspricht.
Damit würde man dann die Treiberproblematik erschlagen.
Dann bleibt noch die Software-Problematik unter ARM-Windows. Auch das kann sich ändern/bessern.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am November 29, 2020, 14:34:19
Zitat
Naja, ich denke, Du machst es Dir da zu einfach.


Mir ging es nur um diese Formulierung im Artikel:
„ Schließlich gehört die Verbindung zwischen Windows und Intel zur DNA von Microsoft.“

Stimmt nicht. Nur weil lange von Wintel die Rede war. MS vertrat aber lange den Anspruch „Windows everywhere“. Natürlich sind sie daran gescheitert.

Überhaupt zeigt das Vorpreschen mit ARM-Windows, dass man sich nicht noch mal die Butter vom Brot nehmen lassen will wie bei den Smartphones. Da hatte x86 einfach nichts zu bieten und jetzt ist die Frage, wie gut es sich im PC-Bereich halten kann, wo seit vielen Jahren der Trend nur eine Richtung kennt: Günstig und mobil.

Mir sind die Schwierigkeiten durchaus bewusst. Mir ging es auch nicht um natives Ausführen!

Zitat
Wie geschrieben, ich kann mir vorstellen dass es Virtualisierungen geben wird und in dieser dann "Standard"-Komponenten emuliert werden. Ist in VirtualBox z.B. auch aktuell so, dass die scheinbar vorhandene Hardware unter dem virtualisierten PC nicht der echten Hardware entspricht.
Damit würde man dann die Treiberproblematik erschlagen.
Dann bleibt noch die Software-Problematik unter ARM-Windows. Auch das kann sich ändern/bessern.

Also sind wir einer Meinung, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ein einfacherer Weg zur Virtualisierung kommen wird. Du schreibst, Du könntest es Dir vorstellen.
Warum bin ich etwas optimistischer? Auch diese Lösung wie von Dir skizziert wäre performant genug für die meiste unverzichtbare Spezialsoftware. Und der Markt ist auch da.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 01, 2020, 14:55:45
Dieser Mann will es alleine schaffen, Linux für Normalanwender auf die M1-Macs zu bekommen und bittet um Spenden.
https://www.heise.de/news/Hacker-will-Linux-auf-ARM-Macs-bringen-4976337.html

Immerhin hat er schon die Playstation 4 mit gut funktionierendem Linux versorgt. Schaun ma mal.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 03, 2020, 00:39:52
Windows x86 kann emuliert werden mit Crossover. Natürlich kein Boot Camp, aber die Geschwindigkeit ist erstaunlich. Hier Team Fortress, das einigermaßen flüssig läuft. Moderne Spiele kann man natürlich vergessen. Aber z.B. zum Testen unter Windows oder relativ genügsame Spezialanwendungen sind dann ja wohl kein Problem.
https://9to5mac.com/2020/11/18/m1-macs-can-now-run-windows-apps-and-games-through-crossover-20/

Und Windows ARM läuft in der Virtualisierung fast doppelt so schnell als auf Windows Surface X, das auch nicht billiger ist:
https://9to5mac.com/2020/12/02/windows-on-m1-macs-run-arm-virtualization/

Die Performance der M1-Macs bleibt erstaunlich und Rosetta 2 toppt sie noch.

Mein Mini ist unterwegs. Leider der passende Monitor noch nicht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 03, 2020, 07:41:28
Welchen Mini hast Du denn bestellt?
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 03, 2020, 10:53:12
Einstiegsmodell.
Mehr RAM brauche ich nicht, wenn ich den Tests traue.
Mehr SSD-Platz wäre super, aber hatte eh noch eine mit 2 TB rumliegen, die ich woanders einbauen wollte und jetzt halt extern betreibe. Apples Upgradepreise wollte ich nicht mitgehen.

Habe ich übrigens für 724,65 € geschossen bei Cyberport. Aber nicht auf deren Webseite, sondern via deren Ebay-Präsenz, wo es immerhin 6% Rabatt gab mit dem Gutschein powerebay6.
Gilt noch, aber nicht für alle Technik, immer nachprüfen. Jedenfalls verrückt, übernimmt Ebay den Rabatt? Die Cyberport-Rechnung weist 770 € aus.

Das ist der günstigste Neu-Mac, den ich je gekauft habe. Den Monitor rechne ich nicht mit, denn ich brauchte eh einen, da werden alle Eingänge belegt.

Lag also für mich nahe. Die Rechnung ist natürlich nicht für alle so günstig.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am Dezember 03, 2020, 11:35:53
@Florian
Ich bin drauf gespannt welche Hardware (Monitor, Hub o.ä, usw.) Du dann verwendest.
Hoffe auf Feedback bzgl. Erfahrungen.
Wünsche viel „Glück“

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 03, 2020, 13:56:33
https://www.macprime.ch/a/hintergrund/apples-m1-chip-die-sache-mit-dem-arbeitsspeicher
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 03, 2020, 15:57:19
@Jochen: Meine Monitorwahl hilft Dir m.E. wenig, da ich andere Anforderungen stelle. Und zwar sollte der ein guter Office- aber auch für Spiele und Filme geeignet sein. Nach sehr viel hin und her entschied ich mich für den LG 27UL650-W.
https://www.lg.com/de/monitore/lg-27UL650-W
USB-3-Hub habe ich nicht, noch brauche ich ihn nicht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 04, 2020, 10:01:26
https://www.macprime.ch/a/hintergrund/apples-m1-chip-die-sache-mit-dem-arbeitsspeicher

In dem Artikel wird aber nur beschrieben, wo der Vorteil der Unified Memory Architecture (UMA) gegenüber extern angebundenem RAM liegt. Das UMA ist natürlich wesentlich besser angebunden und ermöglicht auch wie dort beschrieben flexible Nutzungsarten. Hauptsächlich geht es da dann darum, dass das verfügbare RAM flexiblerer genutzt werden kann, weil dort der Speicher auch nicht fest verschiedenen Aufgaben zugewiesen werden muss. D.h. bei externem RAM sind wohl Datenkopieraktionen nötig, die bei UMA entfallen, d.h. UMA ist prinzipiell schneller und braucht weniger unnötige Datenkopieraktionen. Bei externem RAM soll man Geschwindigkeit gewonnen haben können, wenn man mehr RAM einbaute, dadurch bei der festen Zuteilung mehr Platz da war und weniger unnötige Datenkopieraktionen stattfinden mussten. Wie groß dieser Geschwindigkeitsgewinn da war, weiß ich nicht.

Aber die Vorbehalte gegenüber wenig RAM sind bei den allermeisten Nutzern wohl weniger auf diesen Effekt bezogen. Ich hatte von diesem noch gar nicht gehört bzw. diesen bemerkt oder berücksichtigt. Es mag sein, dass es diesen auch gibt, aber bei den Vorbehalten geht es doch nicht darum, dass das RAM zwar prinzipiell ausreicht und nur zusätzliche Kopieraktionen etwas Verlangsamungen bringen.
Es geht doch um die uralte Befürchtung, dass das RAM eben nicht ausreicht und daher Daten auf ein langsames Datenspeichermedium (früher HDD, heute SSD) ausgelagert werden müssen. Vor allem früher bei HDDs merkte man das sofort an einer extremen Verlangsamung. Und um dieses, meiner Meinung nach viel wesentlicheres Problem, geht es in dem Artikel gar nicht.

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass diese alten Befürchtungen und Erfahrungen zwar weiterhin ihre Berechtigung haben, aber der Effekt der Verlangsamung lag ja besonders an der damals sehr langsamen HDD mit Lesekopfbewegungen, Fragmentierung...
Der Massenspeicher bei den M1-Macs ist zum einen natürlich eine SSD, daher viel schnelleren Zugriff, kein Einfluss von Fragmentierung etc., und zum anderen ist diese auch noch über eine besonders schnelle Schnittstelle angeschlossen. D.h. es kann so sein, dass die Verlangsamung durch Auslagerung nicht nur nicht mehr so extrem ist wie früher, sondern sogar in den nur noch mess- aber kaum fühlbaren Bereich gerutscht ist.

Aber zunächst einmal bleibt mein Unwohlsein, wenn ich von wenig RAM höre. Ich bin da einfach in der Vergangenheit zu oft gegen diese Grenze gelaufen und habe schlechte Erfahrungen gemacht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am Dezember 04, 2020, 10:09:48
Bekannt?

https://www.youtube.com/watch?v=59gAjXT7qyw

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2020, 19:29:30
Leider scheint sich derzeit jede Postsendung zu verzögern wegen Weihnachten. Arme Zusteller!
Jedenfalls kann ich vor nächster Woche scheinbar nichts berichten.

Sehe das mit dem RAM auch so. Es wird v.a. die schnelle SSD sein, die hier den Unterschied macht. Trotzdem hoffe ich bei der nächsten oder übernächsten Generation auf 16 GB im Einstiegsmodell. Denn die Upgrades sind einfach zu teuer für mich als Hobbyist.

Überhaupt keimt Hoffnung auf, dass die Mac-Generationen nicht mehr nur alle paar Jahre wechseln. Gut, solange Apple weiterhin etwa so lange supportet, wie derzeit.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2020, 22:40:32
Die Thunderbolt-Anschlüsse der M1-Macs müssen sich, anders als bei Den Intel-Macs, den Bus nicht teilen und haben dadurch die doppelte Bandbreite.
https://www.mactechnews.de/news/article/Thunderbolt-Anschluesse-bei-M1-Macs-Hoehere-Bandbreite-fuer-Einzel-Ports-als-bei-Intel-Macs-176577.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 07, 2020, 11:47:07
https://www.golem.de/news/apple-google-praesentiert-android-emulator-fuer-m1-macs-2012-152622.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 07, 2020, 17:53:59
Mein Mini ist da, ich habe leider immer noch nicht den rechtzeitig georderten Monitor. Sollte aber Mittwoch ankommen. Dann wird getestet.

Die iOS-Apps kann man nicht mal Fullscreen nutzen. Für Spiele saudoof. An Produktiv-Apps fallen mir vielleicht zwei, drei ein, die ich am Mac u.U. nutzen wollen würde, höchstens.




Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 08, 2020, 08:10:21
Dass der Monitor noch nicht da ist, ist sicherlich ärgerlich, oder?
Juckt es Dir nicht in den Fingern, einfach erstmal einen anderen Monitor (oder Fernseher) anzuschliessen?  ;)
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 08, 2020, 10:38:32
Schon, aber hatte eh keine Zeit. Der Monitor ist jetzt auf dem Weg. Hoffentlich keine Niete in der Panel-Lotterie.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 10, 2020, 14:50:36
Up and running!

Alles super snappy.
Das LG-Display entspricht meinen Erwartungen. Bild toll, Bedienung (OSD) fummelig, OS-Einbindung kaum vorhanden. Big Sur erkennt den Monitor, bietet auch das Profil LG 4K an. Helligkeit kann man aber nur über das OSD regeln, was sehr nervig ist.

In meinen Augen sieht Text sehr scharf aus. 4K auf 27" halte ich also für mich ausreichend. Hatte schon ein bisschen Bedenken weil Apple ja nur 5K und mehr verkauft und empfiehlt.
Alles ist größer als gewohnt. Hat wohl mit der Skalierung zu tun. Die roten Icons (B, I usw.), auch das Logo hier auf der Apfelinsel wirken etwas verwaschen/unscharf. Ich nehme an, sie werden nicht perfekt hochskaliert.


Ausprobiert habe ich noch nichts, ausser Safari und das rennt hyperschnell.

Werde jetzt langsam ein paar Sachen installieren.
Stehe als Tester bereit, wenn Ihr was überprüfen wollt. Muss halt eine Testversion verfügbar sein.
Zunächst richte ich aber meinen Arbeitsplatz wieder ein wie gewohnt. Starte nämlich neu. Daten des alten Macs sind auf einer externen SSD, die werde ich per Alias einbinden in das Home-Verzeichnis. Oder macht man das besser/anders heutzutage?
Big Sur noch ein unbekanntes Wesen. Wirkt mir aber irgendwie frischer.

Edit:
Safari filtert jetzt ja Tracker aus und stellt das transparent dar à la Ghostery.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Jochen am Dezember 10, 2020, 15:53:16
Das LG-Display entspricht meinen Erwartungen. Bild toll, Bedienung (OSD) fummelig, OS-Einbindung kaum vorhanden. Big Sur erkennt den Monitor, bietet auch das Profil LG 4K an. Helligkeit kann man aber nur über das OSD regeln, was sehr nervig ist.

Habe Frage zu OSD.
Existieren da Tasten die man drücken muss?
Dann erscheint am Monitor eine Menü und man kann wiederum mit Tasten was verstellen, z.B. Helligkeit?

Gibt es auch Monitore direkt mit Hardwarereglern?

Jochen
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 10, 2020, 16:08:50
@Florian:
Dann erst einmal herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit Deinem neuen Mac. Erster Eindruck scheint ja sehr positiv zu sein.

Existieren da Tasten die man drücken muss?
Dann erscheint am Monitor eine Menü und man kann wiederum mit Tasten was verstellen, z.B. Helligkeit?

Ja.

Zitat
Gibt es auch Monitore direkt mit Hardwarereglern?

Könnte sein, habe ich aber schon seit über 20 Jahren keine mehr gesehen. Weder bei Fernsehern, noch Monitoren.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 10, 2020, 17:46:03
Der LG hat Mitte unten, versenkt, also nicht sichtbar einen kleinen Knubbel, den sie Joystick nennen. Auf den scheinen sie recht stolz zu sein. Leider ist schwer zu unterscheiden, ob man das kleine Ding nun drückt oder in eine Richtung lenkt. Drückt man ihn, passiert natürlich immer das, was man nicht will.
Der Standfuß wirkt übrigens auch recht billig und es ist alles nicht so Mac-like.

Macflieger: Ja, er ist schon echt merklich schneller als mein alter iMac. Gerade Safari lädt die Seiten quasi schneller als man schauen kann. Der Bootprozess ist auch viel schneller als etwa auf meiner externen SSD.

Bin jetzt aber auf den ersten Bug gestossen und zwar konnte ich nach einem Schlafzustand keine Eingaben mit der USB-Maus mehr machen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: fränk am Dezember 10, 2020, 18:14:55
Ich habe hier auch einen LG am Mac Pro und mich nervt an dem Ding, dass eine LED, im Stand-by-Modus, permanent blinkt.
Ansonsten gefällt mir das Ding wirklich gut.
https://www.lg.com/de/monitore/lg-34UB88-B
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 10, 2020, 18:22:27
Bei meinem kann man das Licht abschalten. Generell.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: fränk am Dezember 10, 2020, 18:45:09
Das kann ich auch. Im Stand-by blinkt sie trotzdem.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 10, 2020, 22:20:02
Auweia.
Nach dem Aufwecken zeigte sich kurz das Anmeldefenster und dann startete er neu. Das Protokoll weist auf den Kernel.

Edit: Wow, Rosetta installiert sich in vielleicht drei Sekunden, wenn man nicht das Passwort eingeben müsste. Überhaupt lädt alles quasi sofort. Steam funktioniert, mein geliebtes Crusaders Kings II leider nicht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 11, 2020, 23:40:12
Habe mal die ersten zwei Teile der Bioshock-Reihe ausprobiert. Die liegen ja "Remastered" vor und laufen auf macOS. In Full HD läuft über Rosetta soweit alles flüssig. Also, was meine Ansprüche angeht.
FPS-Anzeige haben sie nicht oder ich habe sie nicht gefunden.

Crusader Kings II, Banished und andere ältere oder „sparsamere" Spiele laufen als Windows-Version mit Crossover. Crysis, ein alter Shooter, verweigert den Start. Allerdings kann man maximal 1080p als Auflösung nutzen.
Und das reicht als Berührungspunkt zu Windows. Das Crossover Komponenten laden muss, für jede „Flasche" wieder (gemeint ist Container) neu, okay. Was man aber Crossover-unabhängig zum Start eines Spiels noch alles runterladen muss, irgendwelche Kopierschutzprogramme und angebliche Spieleoptimierungen... unglaublich.
Aber immerhin ein Weg, 32-Bit-Spiele weiterhin zu spielen oder eben auch Strategie und Indiesachen.

Affinity Photo läuft nativ und wie von einem anderen Stern. Garageband habe ich mal mit 50 Spuren vollgestopft und der Mini liegt da wie ein Monument der Stille. Überhaupt habe ich den Lüfter noch nicht wahrgenommen. iMovie habe ich in Ermangelung irgendwelcher Videos noch nicht ausprobiert.

Wie gesagt, wenn Ihr was habt, dass Ihr ausprobiert haben wollt, ich stehe zur Verfügung. Ansonsten höre ich jetzt mal auf.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 12, 2020, 08:22:52
Vielen Dank für Deine ersten Eindrücke.

So konkret wüßte ich jetzt nichts, was Du realistisch testen könntest.
Schreib einfach, wenn Dir mal was auffällt. Bisher klingt es doch sehr gut, obwohl Du noch vor kurzem Dich ganz von Apple abwenden wolltest. Du kriegst mich gerade dazu, auch darüber nachzudenken, ob ein Hackintosh wirklich noch eine Alternative für mich ist.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 12, 2020, 13:07:22
Würde ihn schon noch eine Weile nutzen, warum nicht?
Wenn der schnell und mit schnell angebundener SSD ist, ist der Schritt nicht so riesig wie für mich vom iMac mit externer SSD.

Was halt echt erstaunlich ist, wie schnell Rosetta 2 x86-Code übersetzt/ausführt. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.

Was Affinity und auch diverse andere Programme angeht, würde mich mal interessieren, wie sehr die Neutral Engine da mithilft. Die ist ja ein bisschen wenig betrachtet worden obwohl noch nie ein Mac sie hatte. In der Aktivitätsanzeige kann man sie auch nicht darstellen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 23, 2020, 22:47:20
https://www.maclife.de/news/apple-gibt-probleme-mac-m1-displays-100118271.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 25, 2020, 18:44:05
Ich bin ja von High Sierra gekommen, da liefen 32Bit-Programme noch.
Mir war bewusst, dass sich das ändert. Aber es echt nicht lustig, was da alles rausfällt. Insbesondere natürlich Spiele. Meine Steam-Bibliothek ist voller Leichen...

Der Witz ist der, man kann sie dann über Crossover als Windows-Version ausführen und meist noch in brauchbarer Geschwindigkeit. Deswegen habe ich es mir jetzt gekauft, auch wenn das wohl irgendwie mit WINE auch kostenlos ginge. Aber die Konfigurationen, oft für jedes Spiel einzeln, überlasse ich gerne Crossover.
Alles geht zwar nicht, aber das meiste, was ich spielen will.

Aber würde Apple ein Zacken aus der Innovations-Krone brechen, einen Kompatibilitätsmodus anzubieten, den man von mir auch erst selber installieren muss wie Rosetta?
Bei iOS war es noch tragischer, weil die Apps ja oft gar nirgends mehr verfügbar waren.

in Zukunft wird man wohl alte macOS-Versionen emulieren können. Immerhin ein Hoffnungsschimmer.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 26, 2020, 09:52:00
Aber würde Apple ein Zacken aus der Innovations-Krone brechen, einen Kompatibilitätsmodus anzubieten, den man von mir auch erst selber installieren muss wie Rosetta?

Ich glaube nicht, dass es darum geht, "weniger Innovation" zu bieten. Ich glaube her, dass es um den Arbeitsaufwand geht, alte APIs weiter zu pflegen, und darum, dass alte APIs dann auch für Neuentwicklungen weiter benutzt werden, die Software uneinheitlicher wird und Wechselwirkungen irgendwann immer größer werden.
Schau Dir mal das bei Windows an. Da werden weiter uralte APIs unterstützt und einige Probleme resultieren dann aus Wechselwirkungen, mit denen nie jemand gerechnet hat.

Alte APIs abzusägen hat immer Vor- und Nachteile. Das hat man bei anderen Projekten genauso. Da regen sich Leute auf, weil lange als (zu Recht!) deprecated markierte Funktionen abgeschaltet werden und sie viele Jahre der Ankündigung nicht nutzten, die Software umzustellen.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 26, 2020, 13:43:49
Ich schrieb ja von Kompatibilitätsmodus. Also eher wie Classic, getrennt vom modernen System.
Rosetta wird ja auch erst nachgeladen.

Irgendwie fürchte ich, dass auch Rosetta 2 nicht von langer Dauer sein wird. Apple liebt es einfach sehr, alte Zöpfe abzuschneiden. Ja, hat auch Vorteile, v.a. wenn man die Konkurrenz betrachtet, die sich oft selbst ausbremst.

Apple hätte ja z.B. damals Rosetta quellöffnen können und wer Lust dazu gehabt hätte, hätte es weiter genutzt. Aber das will Apple nicht, denn sie wissen besser, was man braucht als man selber.  ::)

Auf der Habenseite: Die ARM-Macs haben wieder den altbewährten Startton. :D
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 27, 2020, 09:04:32
Ja, es gibt sicher auch unterschiedliche Wege und alle haben Vor- und Nachteile.

Gestern hatte ich übrigens genau den umgekehrten Fall. In dem Hackintosh haben wir noch keine BT-/WLAN-Karte eingebaut. Ich denke, wir werden noch eine der empfohlenen Karten kaufen. Jetzt ist mir eingefallen, dass ich noch einen uralten (von 2004) Bluetooth-USB-Dongle in der Schublade liegen habe (D-Link DBT-120). So haben wir den für die Übergangszeit mal probeweise eingesteckt zur Benutzung mit einem BT-Kopfhörer:
- Unter Catalina: Funktioniert sofort ohne Installation eines Treiber und ohne Konfiguration.
- Unter Windows 10: Funktioniert überhaupt nicht. Er wird zwar mit einem Windows-Treiber eingebunden, aber nicht als BT-Dongle. Treiber von D-Link sind nur für XP und funktioniert nicht. Angeblich soll eine Treiberversion für Win-7 evtl. funktionieren. Die gibt es aber nicht mehr bei D-Link.
Naja, ist auch nicht wirklich wichtig. War nur interessant, das mal einzustecken.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Dezember 27, 2020, 13:52:37
Windows und die Treiber sind ein eigenes Kapitel. Werde ich auch nie begreifen.

Nun gut, ich wusste ja, worauf ich mich einlasse und will nicht jammern. Finde es nur merkwürdig, wenn man nur wegen der 32-Bit-Geschichte auf das Mittel Crossover zurückgreifen muss, dass dann Prozessor (mithilfe Rosetta) und Windows emuliert, obwohl eigentlich eine Mac-Version vorliegt.
Vielleicht schreibe ich mal ein paar Spielehersteller an, die Kleinen sind ja manchmal kommunikativ. Bei EA kann man sich das sparen.




Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 27, 2020, 21:44:56
   (https://www.techinsights.com/sites/default/files/2020-12/m1-die-photo.png)
https://www.techinsights.com/blog/two-new-apple-socs-two-market-events-apple-a14-and-m1
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Terrania am Januar 20, 2021, 07:20:39
Mein Mini ist gestern gekommen. Die Migration ging nicht ohne Blessuren. 4x hing der Assistent und komischerweise funktionierte alles am Ende, obwohl ich zwischendrin beim Beachball 2 x einen Neustart machen musste. Die Kiste läuft derzeit mit einem iPad als Zweitmonitor, weil mein altes Cinemadisplay (DVI) damit nicht funktioniert. Das Ding wird nicht mal handwarm. Unglaublich. Im Vergleich zu meinem iMac 5K i7 2015 hat sich die "gefühlte" Geschwindigkeit nahezu verdoppelt. Vor allem Safari, Finder und das Öffnen von Programmen geht irre schnell. Affinity Designer ruckelt auf dem Bildschirm beim verschieben von Dateien überhaupt nicht mehr. Und das, obwohl ich eine 8 GB Grafikkarte im iMac habe. Ich probier das jetzt eine Woche aus und wenn alles passt, kommt der iMac weg.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Januar 20, 2021, 17:28:48
Bin auch nach wie vor begeistert von diesem Turbo. Die Windows-Anwender staunen Bauklötze und wenn sie dann noch den Preis erfahren, wird es lustig.

Es kommen auch jeden Tag neue Portierungen dazu. Nicht notwendigerweise vollständig:
https://isapplesiliconready.com/de
Spiele werden leider selten portiert, v.a. wenn das Mac-Studio nur im Auftrag überhaupt auf Mac portiert hat und wenn es dann noch auf Rosetta funktioniert, lässt man es eh sein.
Trotzdem läuft, so oder so, auch per Crossover, eine riesige Menge. Sehr lückenhaft:
https://applesilicongames.com/games

(Kann sein, dass diese schon mal verlinkt wurden.)
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Januar 22, 2021, 23:09:17
Wollte noch eins setzen, aber es geht gar nicht mehr...
https://www.heise.de/news/M1-Macs-ohne-EFI-Passwort-Problem-fuer-Einsatz-in-Unternehmen-5033654.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 26, 2021, 09:16:48
https://www.notebookcheck.com/Test-Apple-MacBook-Air-2020-M1-Entry-Apple-M1-CPU-demuetigt-Intel-und-AMD.506560.0.html
https://www.notebookcheck.com/Apple-MacBook-Air-2020-im-Test-Lohnt-sich-die-staerkere-Version-des-neuen-M1-Prozessors.511100.0.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 02, 2021, 17:01:46
/!\ Wie nun immer mehr Nutzer unter anderem auf dem Diskussionsportal Reddit berichten, hat die Synchronisierung mit dem M1-Mac aktuell einen unangenehmen Nebeneffekt: Im Anschluss können verschiedene Apps auf dem iPhone nicht mehr gestartet werden, diese stürzen beim Start umgehend ab. Betroffen sind den Berichten nach oft alle nicht vorinstallierten Apps:
https://www.apfelpage.de/news/problem-iphone-nicht-mit-m1-mac-synchronisieren-apps-koennen-anschliessend-abstuerzen/
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 15, 2021, 15:14:07
https://www.golem.de/news/displaylink-1-3-mehr-als-ein-bildschirm-an-m1-macs-jetzt-nativ-moeglich-2102-154195.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 17, 2021, 12:21:41
Ich liebäugel mit einem M1-Macbook Air. Da gibt es ja Modelle mit "7 Kern Grafik" und "8 Kern Grafik". Appleuntypisch scheint (https://www.notebookcheck.com/Apple-MacBook-Air-2020-M1-im-Benchmarktest-7-oder-8-GPU-Kerne.506099.0.html), weder im Preis, noch in der Leistung ein spürbarer Unterschied zu bestehen. Übersehe ich da was? Was steckt dahinter?
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Februar 17, 2021, 18:06:35
Das teurere hat als Standard die größere SSD. 512 GB statt 256 GB. Habe am Mini 256 GB und war schon überrascht, wie schnell die voll ist, trotz Auslagerung der meisten Sachen. Bei mir waren es v.a. Spiele, insbesondere mit Crossover, die es nicht extern gespeichert hatte. Kann man natürlich freiräumen, aber mobil finde ich das noch wichtiger.

Die Performance-Unterschiede sind wohl eher einstellig, also 1-10%, je nach Grafiklast.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 20, 2021, 01:11:58
Die 8 kernige Grafik war jetzt in meiner Konfiguration 50 € billiger, als die 7er Variante. So war die Sache klar und hier steht jetzt ein M1 Air.  :)

Das mit der Menüleiste die nicht auf größer umspringt, wenn man größer einstellt, kann ich schon mal bestätigen. ::)
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: fränk am Februar 20, 2021, 09:25:27
... hier steht jetzt ein M1 Air.  :)

Glückwunsch!
Ich habe leider noch ein „altes“ (eher lahmes) MBA vor ¹⁄₂ Jahr gekauft.
Und meinem Vater auch gleich noch eins.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 20, 2021, 11:16:02
Danke! Trotz meiner, evtl. ausgeleierten Installation, fluppt das Ding bisher in allen Nutzungslagen. Das konnte ich von meinem alten Macbook Pro (Jahrgang 2011) wahrlich nicht mehr behaupten.


Verblüffend, nach dem bewußten Start eines Programms, das Rosetta 2 benötigt, erwachen auch wieder einige übernommene Tools zum Leben, z.B. MenuMeters, die Menüleiste.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 20, 2021, 13:13:24
https://www.heise.de/news/Apple-Silicon-Macs-Apple-killt-Kernel-Extensions-5060485.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 22, 2021, 20:58:54
Nicht mehr so einfach wie ehedem:
https://www.macworld.com/article/3608433/how-to-start-up-your-m1-mac-from-an-external-drive.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Februar 23, 2021, 09:26:46
Sowas empfinde ich als echten Rückschritt.
Seit "Ewigkeiten" kann ich von jedem Medium (selbst popeligem billigstem USB1-Stick) booten. Völlig ohne Probleme oder irgendwelche Verrenkungen. Unter Windows war es lange Zeit unmöglich bis sehr schwierig und selbst heute soll das noch nicht immer problemlos gehen.
Das war etwas, was ich immer gerne mal verwendet habe.

Warum das jetzt mit M1 nicht mehr mit allen Medien, sondern nur noch mit TB-Laufwerken geht, erschließt sich mir nicht. Ein echter Rückschritt.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Februar 23, 2021, 16:32:06
In der Tat. Ich hoffe, dass ist ein Bug und man beseitigt ihn schnell!
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Februar 24, 2021, 08:40:52
Tja, ich weiß nicht, ob es ein Bug ist. Vorher war es ja so, dass die Speichermedien alle über eine Schnittstelle (SATA, USB...) angeschlossen waren und einen eigenen Controller besaßen, über den sie mit dem Computer kommunizierten.
Bei den M1-Macs ist das anders. Hier sind nur noch die Speicherbausteine verbaut und der Controller sitzt im Prozessor mit drin, d.h. der Prozessor steuert die Speicherbausteine direkt an. Im Prinzip genauso wie beim RAM.
Evtl. liegt es daran, dass nur noch bestimmte Anschlussarten dann genutzt werden können. Ist aber nur eine Idee, die auch völliger Unsinn sein kann.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 24, 2021, 14:01:05
https://www.heise.de/news/ARM-Macs-Neuer-Bootmodus-fuer-schwierige-Faelle-5063093.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Februar 24, 2021, 16:53:17
Dann wäre es ein Fehldesign.   >:(

Das ist wohl der Preis, den man als Early Adaptor zahlen muss. Hätte ich nicht dringend einen neuen Mac gebraucht und wäre dee Mini nicht schon lange mein Beinahe-Traum-Mac, hätte ich abgewartet auf solche Infos.

Zur Zeit fahre ich ihn ohne Klon, aber absehbar hatte ich das vor, weil mit ein paar Verrenkungen soll es ja funktionieren. Aber wenn ich den dann nicht booten kann, muss ich mich wohl mit Backups begnügen.
Ein Klon erlaubte halt immer quasi sofortiges Weiterarbeiten. Aber gut, die interne SSD ist eh so klein, dann dauert ein Rückspielen auch nicht mehr so lange. Man muss halt echt umdenken mit den Dingern.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 26, 2021, 23:39:42
https://www.macwelt.de/ratgeber/So-unterscheiden-sich-M1-und-Intel-Macs-10962616.html
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Februar 27, 2021, 09:02:17
Bei dem Artikel fallen mir zwei Sachen auf:

1. Die Installation eines neuen Systems auf einem externen USB-C-Laufwerk schlägt bei Intel- und M1-Macs fehl, funktioniert aber mit TB-Laufwerken. Das klingt dann doch eher nach einem Softwareproblem und keine Folge von M1-Macs.

2. TM-Backups enthalten nicht mehr Backups des Systems und der mitgelieferten Programme. Was soll das denn?
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 27, 2021, 09:11:31
Was soll das denn?

Die Welt darf nur noch online funktionieren. Ich nenne das Ideologie.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Februar 27, 2021, 10:44:22
So wie Time Machine immer schon funktioniert, macht das durchaus Sinn, finde ich.
Darum habe ich auch immer andere Programme genutzt.

Der Target-Mode ist also auch Geschichte, der ging ja über Datenteilen hinaus. Die ganzen Bootoptionen zusammenzufassen, sehe ich eher positiv. Für langjährige Nutzer wie mich natürlich eine große Umstellung.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Februar 27, 2021, 11:09:43
So wie Time Machine immer schon funktioniert, macht das durchaus Sinn, finde ich.

???
Verstehe ich nicht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Februar 27, 2021, 14:04:39
Beworben wurde doch immer das „Zurückreisen“ zu vorherigen Inhalten und Recovery, wo m.W. schon seit Jahren eine Internetverbindung herangezogen werden kann. Früher schob man eine CD rein...
Komplett-Kopien wurden nie erwähnt, auch wenn sie möglich waren. Wie komplett die wirklich waren, weiß ich nicht, Klone waren ja nie möglich. „Funkioniert“ war das falsche Wort von mir.

Darum habe ich auch lange mit Time Machine gefremdelt, es ist mir zu intransparent. Die jetzige Änderung überrascht mich nicht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: MacFlieger am Februar 27, 2021, 14:18:01
Bisher war es so, dass eine fast vollständige Komplett-Kopie gemacht wurde. AFAIK fehlten dann nur temporäre Dateien und Caches (und evtl. Log-Dateien). D.h. wenn ich einen Mac von einem TM-Backup aus wiederherstellte (auch ohne Internetverbindung) fehlte nichts und alles funktionierte. Das ist nun anders. Und das empfinde ich als erhebliche und gravierende Änderung.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am Februar 28, 2021, 16:49:48
Ja, ist schon eine starke Veränderung. Da wollte ich nicht widersprechen.
Genauso, dass man keine Klone anfertigen kann (oder nur mit aufwendigem Workaround). Oder das man nicht (oder noch nicht) von beliebigen Medien booten kann.

Stellt sich die Frage, ob und wann davon etwas zurückgenommen oder berichtigt wird. Ich fürchte, die meisten Nutzer merken das alles gar nicht.
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: radneuerfinder am März 03, 2021, 12:53:15
Muss Apple Rosetta 2 in manchen Ländern aus patentrechtlichen Gründen bald abschalten?
https://t3n.de/news/hinweise-macos-113-rosetta-2-deaktivierung-1363324/
Titel: Re: Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini
Beitrag von: Florian am März 03, 2021, 14:11:31
Das würde ziemlich nach einer Retourkutsche von Intel aussehen. Aber Image oder potentiell Milliarden an Patentzahlungen, klar, wie Intel das angehen wird.
Leidtragende wären wieder mal die Kunden. Höchste Zeit für alle Entwickler, zu portieren.