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Zusammenfassung

Autor: Florian
Juli 07, 2020, 21:00:43
Wurde das nicht auf der Keynote ersichtlich?
Also, für mich war das klar.

Apple hat mit seinen iOS-Geräten bewiesen, dass sie zumindest in der Mobilklasse vorne dran sind.
Da sie seit Jahren AMD-Chips einbauen, gibt es auch keinen CUDA-Anwender mehr, denn das ist Nvidia-Technologie.

Open-GL/CL ist auch für Metal aufgekündigt worden. Free- oder Gsync - nicht nur für Spieler interessant - war auch nicht drin. Mehr als Mobilchips nur im Mac Pro.
Also, da kann es fast nicht schlimmer werden.
Autor: MacFlieger
Juni 25, 2020, 07:51:53
Aber besser wäre, wie bei Virtualiserung auf Intel, es gäbe Konkurrenz.

Ich vermute mal, dass das auch passieren wird. Bei den PPCs gab es auch 2 (oder 3?) verschiedene x86-Emulatoren.
Neben diesen spezielle Emulatoren für den Mac gibt es auch noch den QEmu, der alles mögliche auf vielen Systemen emuliert. Ist zwar wohl auch nicht das schnellste, aber funktionieren soll es schon.
Autor: Florian
Juni 24, 2020, 16:02:31
Klar ist er langsamer.
Das es irgendwer schon machen wird, glaube ich auch. Aber besser wäre, wie bei Virtualiserung auf Intel, es gäbe Konkurrenz. Noch besser wäre es, Apple würde das unterstützen, schließlich haben sie ja viel Erfahrung mit Emulation. Daran glauben tue ich auch nicht.

Wird schon werden, oder auch nicht.
Autor: MacFlieger
Juni 24, 2020, 15:23:41
Also denke ich, dass man auch einen alten x86-Rechner so gut emulieren könnte, dass man zumindest einfache Windows-Programme ausführen könnte.
...
Nun ist natürlich die Frage, ob Apple das unterstützt. Oder ob eine andere Firma da genug Kunden sieht.

Ich gehe davon aus, dass es genauso wie bei PPC wird:
Auch damals gab es mehrere Dritthersteller, die einen entsprechenden PC-Emulator anboten, auf dem dann ein Windows laufen konnte.
Ich glaube nicht, dass Apple einen derartigen Emulator erstellen wird. Das haben sie noch nie gemacht und selbst auf x86-PCs haben sie keine Virtualisierung selber erstellt.
Ich glaube, dass ein Emulator deutlich langsamer arbeitet, als wenn er native Programme ausführt. Das war und ist bei allen Emulatoren so. Ich glaube aber auch, dass es für einfache Windows-Programme ausreichen wird.
Autor: Florian
Juni 24, 2020, 14:30:45
Wird wohl so kommen oder so ähnlich.

Andererseits kann jede alte Windows-Möhre z.B. eine Playstation 3 emulieren. Deren Cell-Chip war ja auf PPC-Basis, mit damals irrsinnig viel Kernen.
Also denke ich, dass man auch einen alten x86-Rechner so gut emulieren könnte, dass man zumindest einfache Windows-Programme ausführen könnte.

Ja, jetzt bin ich wieder bei der Emulierung... ist aber doch eigentlich egal, wenn es läuft, läuft es auch im Fenster.

Sollten Arm & Apple wirklich dauerhaft schnellere Fortschritte machen als Intel/AMD, würde die Emulation auch immer schneller.

Nun ist natürlich die Frage, ob Apple das unterstützt. Oder ob eine andere Firma da genug Kunden sieht.
Autor: MacFlieger
Juni 24, 2020, 10:25:24
Du weißt, dass ich mich da auch nicht gut auskenne. :)
Ich habe das nur jetzt an mehreren Stellen gelesen und war für mich plausibel.

Kann man in der Virtualisierung solche Dinge gar nicht umgehen?

Doch, genau das. In der Virtualisierung kannst Du von den möglichen Problemen bei der Installation eines nativen Fremd-Systems abstrahieren. Deshalb wurde ja auch ein ARM-Linux gezeigt. Ich glaube auch nicht, dass es ein großes Problem wäre, ein ARM-Windows zu virtualisieren.
Was wohl schwierig bis unmöglich ist: ARM-Linux bzw. ARM-Windows nativ (also ohne Mac OS als Host) zu installieren. So wie es eben auch auf x86-Notebooks oft Probleme gibt, Linux zu betreiben, weil die Komponenten nicht dem Standard entsprechen.

Virtualisierung von fremden ARM-Systemen dürfte funktionieren.
Virtualisierung von x86-Systemen wird nicht gehen. Von Rosetta wird das laut Apple-Doku auch nicht unterstützt.

Zitat
Nun kann sicherlich sein, dass Apple Silicon deutlich anders ist als diese Systeme.

Naja, so wie ich es verstanden habe, ist das nichts Apple-spezifisches. Ein ARM-SoC besteht nicht nur aus dem Prozessorkern, sondern auch aus vielen anderen Komponenten. Jede Firma, die ARM-Chips herstellt, hat zwar das grundlegende Prinzip von ARM lizensiert, aber die Zusammenstellung der internen Komponenten ist erheblich unterschiedlich und den jeweiligen Anforderungen angepasst.
Schau Dir doch auch mal den Raspi und Konkurrenz an (BananaPi, Odroid etc.). Auch wenn das alles ARM-Prozessoren sind und der Befehlssatz gleich ist, so ist der innere Aufbau manchmal so unterschiedlich, dass ich nicht einfach die SD-Karte zwischen denen tauschen kann, sondern entsprechend angepasste Treiber/Systeme etc. benötige.
Autor: Florian
Juni 24, 2020, 10:02:02
Kann man in der Virtualisierung solche Dinge gar nicht umgehen? Kenne mich nicht gut genug aus.

Das es Windows (und auch viele Linux-Distributionen) für ARM-Systeme gibt, weißt Du sicher auch. Craig Federighi sprach auch von Linux. Den Unterschied dürfte er kennen (?)
Nun kann sicherlich sein, dass Apple Silicon deutlich anders ist als diese Systeme.

Ich nehme an, diverse Infos werden nach Auslieferung der Entwicklungs-Kits durchsickern.





Autor: MacFlieger
Juni 24, 2020, 08:36:57
Obwohl Apple null zu Windows sagte, ist es ja diesbezüglich auch nicht anders als x86-Linux, und das wurde ja wohl gemeint mit virtualisiertem Linux.

Das bezweifle ich ganz stark.
Gezeigt wurde ein Debian-System. Und Debian gibt es auch für ARM-Systeme.
BTW mehren sich auch die Aussagen, dass es auch schwierig werden könnte, Linux (und natürlich auch Windows) nativ als ARM-Version zum Laufen zu bringen. Im Gegensatz zu der Intel-Plattform haben die verschiedenen ARM-Varianten zwar alle einen ähnlichen CPU-Kern, jedoch ist in einem ARM noch viel mehr und eben deutlich unterschiedlich integriert.
In einer Virtualisierung kann man eine entsprechende Umgebung  vorgaukeln, aber nativ scheint es da erhebliche Unterschiede zu geben. Vor allem wenn Apple, wovon man ausgehen kann, in den SoC neben dem CPU-Kern Spezialkomponenten unterbringt (siehe T2, SecureEnclave etc.). Dann müsste entweder Apple entsprechende Linux- und Windowstreiber/-anpassungen schreiben oder umgekehrt die Linuxentwickler bzw. Microsoft müssten diese Treiber schreiben. Ich bezweifle stark, dass Apple oder Microsoft derartiges für Windows machen, da es völlig unnötige Arbeit wäre. Allenfalls bei den Linuxentwicklern könnte ich mir vorstellen, dass es da Initiative gäbe, aber ohne Hilfe (Dokumentation) von Apple ist auch das schwierig.
Autor: Terrania
Juni 24, 2020, 06:58:16
Apple-User müssen mal wieder stark sein. Der Umstieg auf Intel war ein absolutes Disaster, weil Adobe nicht mitzog. Möglicherweise ist das diesmal anders, zumal sie mitziehen müssen, denn mit Affinity ist da ein böser Konkurrent entstanden. Wie immer: erst mal abwarten. Wenn die ersten Geräte erscheinen und die ersten Tests gelaufen sind, sind wir alle schlauer. Und auf Jahre hinaus werden weiter Intel-Maschinen erscheinen.
Autor: Florian
Juni 23, 2020, 20:42:46
Man wird wohl die ersten Berichte abwarten müssen, ob es nicht doch schnell genug funktioniert.

Obwohl Apple null zu Windows sagte, ist es ja diesbezüglich auch nicht anders als x86-Linux, und das wurde ja wohl gemeint mit virtualisiertem Linux.

Da sich Apple etwas Zeit lässt, besteht auf allen Seiten die Möglichkeit zur Verbesserung. Man wird sehen.
Autor: MacFlieger
Juni 23, 2020, 15:09:37
Wieso? Hat das technische Gründe oder wegen des zu leistenden Mehraufwandes für Entwickler?

Mehraufwand für Entwickler dürfte nicht so riesig werden, wenn die sauber programmiert haben. Ich denke, für Mac-Apps dürfte der Switch recht gut funktionieren. Auf der Strecke bleiben dann nur die nicht mehr gepflegten Apps, ähnlich wie die 32Bit-Apps bei Catalina.

Mein Problem hatte ich in dem vorherigen Gerüchte-Thread ja schon ausführlich diskutiert und betrifft wahrscheinlich nur wenige Anwender:
Ich möchte x86-Windows virtualisiert benutzen können. Das geht auf einem ARM-Mac nicht mehr. Hier braucht man entweder eine x86-Emulation (langsam) oder Microsoft müsste für ARM-Windows etwas ähnliches wie Rosetta anbieten.