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Zusammenfassung

Autor: Florian
Mai 13, 2020, 17:43:46
Das wird der SPD sicher dankbare Stimmen vieler Rentner einbringen.... nicht.

Ich meine, dass es seit Jahren schöne Rentenerhöhungen gibt, von denen viele Beschäftigte außerhalb von Tarifverträgen nur träumen können.
Trotzdem gibt es viele wirklich arme Rentner, v.a. Rentnerinnen. Denen kann man die Rente nicht kürzen und selbst Nullrunden sind eigentlich unzumutbar.

Mich würde halt immer freuen, wenn nicht immer neue Dinge erfunden würden, die dann halb oder ganz steuerfinanziert werden. Teilweise auch mit Luftbuchungen wie der Finanztransaktionssteuer. Es wird alles immer komplizierter, aber gerechter?
Die Logik der Rentenberechnung verliert sich so immer mehr. Stichtage bedeuten immer, dass manche knapp daneben liegen. Respektrente für manche, andere verdienen den Respekt nicht.

Freuen würde mich, wie auch im Steuerrecht, eine große Vereinfachung. Aber die Hoffnung darauf habe ich schon verloren, als Schröder damals den Merzchen Bierdeckel verhöhnte und dabei falsche Rechnungen aufstellte. Dafür bekam er ja viel Applaus.

Rentenpunkt gleich Rentenanspruch.
Nebenher natürlich die versicherungsfremden Leistungen und von mir aus einen Zukunftsfonds, der die Rente dann später aufstockt. Aber keine Stichtage, Höchst- oder Mindestalter und immer neue, meist bescheidene Präsente für die vermutete Kernwählerschaft.

Autor: radneuerfinder
Mai 13, 2020, 11:18:18
Und hier das Geschenk vor der letzten Bundestagswahl von CDU und SPD:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kuerzungsverbot-bundesregierung-beschliesst-rentengarantie-a-623108.html
Die gesetzliche Rente darf qua Gesetz nominell nie sinken.

Das kommt in meinen Augen einer Kündigung der GenerationenSolidarität gleich. Rentner profitieren nur mehr von steigenden Löhnen, falls die Löhne sinken haben sie damit nix zu tun.

Immerhin hatte man damals (von mir unbemerkt) einen "Nachholfaktor" eingebaut. Dieser ist aber seit 2018 abgeschafft:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rente-corona-nachholfaktor-1.4905059

Was für ein Gemurkse!

Autor: Florian
April 03, 2020, 15:19:07
Es ist halt eine Frage der Verteilung.
Auf die Arbeitskosten draufsatteln, wäre m.E. schlecht.
Bundessteuern heranziehen, würde diesen immer mehr beschränken,

Aber wenn jetzt schon mit Billionen jongliert wird, scheinen mir solche Denkweisen fast veraltet. Geld ist ja scheinbar grenzenlos verfügbar, nur für Rente, Gesundheit und Pflege soll das nicht gelten.

Wie auch immer, mir fehlt die Phantasie.

Beispiel, ganz grob gerechnet:
Warum nicht jedem Neugeborenen 5000 Euro auf die hohe Kante legen?
Bei Renteneintritt (nehme an, der ist bald faktisch bei 65) bekommt der Bürger das dann wieder ausgezahlt in Monatsraten.

5000 € * 800 000 Neugeborene ergeben 4 Milliarden Euro.
Nach 65 Jahren wären das bei auf lange Sicht durchaus realistischen 3%:
34 150 Euro.
Bei angenommenen 20 Rentenjahren (derzeitiger Wert), also 240 Monaten, ergäbe das immerhin 142  Euro, bzw. noch ein bisschen mehr, weil der Restbetrag ja weiter verzinst würde.

Klingt nach wenig? Für die Durchschnittsrentnerin nach 35 Beitragsjahren wäre das mehr als 15% mehr. Für Männer entsprechend weniger, im Schnitt. Sie haben aber eben auch deutlich höhere Renten.

Man könnte natürlich auch 10 000 anlegen oder mehr.
Aber money for nothing übersteigt wohl die Vorstellungskraft.

Ich denke, so ein Topf, würde die Angst vor der Altersarmut wenigstens nicht schon bei den Jungen auslösen... aber klar, es wäre nur ein Zubrot würde aber vielleicht oft Grundsicherung etc. unnötig machen.

Da sich das Geld immer mehr konzentriert, könnte man ja durchaus noch ganz andere Ideen entwickeln. Aber wozu? Whatever it takes... das würde ich gerne mal über die Bekämpfung von Pflegenotstand oder Altersarmut hören!
Autor: radneuerfinder
April 02, 2020, 15:21:58

Trotz Alterung und wachsender Anzahl von Rentnern sinkt der Anteil unseres Wohlstandes, den wir insgesamt für die gesetzliche Rente ausgeben, seit 2003:
https://makroskop.eu/2020/04/das-bild-des-alterns-als-horrorgemaelde/
Autor: Florian
November 15, 2019, 00:30:05
Habe auch nie verstanden, wie man einerseits nur das sog. Existenzminimum zahlt, dieses dann aber kürzen darf. Dann verweigert man doch die Existenz, wörtlich gesehen. Und praktisch irgendwie auch.

Mag ja sein, dass einige oder auch viele Leute gerne „hartzen“, aber die muss man doch anders motivieren können oder eben hinnehmen. Ich wage eh zu fragen, ob durch den sanktionsbedingten Verwaltungsaufwand (gibt ja auch Klagen, die von der Behörde fast immer verloren werden, bzw. sie rudern zurück) das einbehaltene Geld nicht wieder auffrisst.

Wie auch immer, ich gebe dem Autor recht. Hartz 4 sollte auch der Alptraum aller Arbeitnehmer werden, damit sie brav bleiben und mehr hinnehmen. Es sanken ja auch prompt die Lohnabschlüsse wie die Fehlzeiten.

Nun, man misste damals was ändern, aber Leute dafür zu betrafen, dass sie nicht mehr zu total sinnlosen „Fortbildungsmassnahmen“ gehen, ist schon echt zynisch.
Autor: Florian
Juni 20, 2019, 20:38:58
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-verspricht-stabiles-rentenniveau-bis-2030-a-1150991.html

Ich stelle zunehmend fest, dass Politiker dynamische wirtschaftliche Prozesse der Zukunft mit in Gesetzen fixierten Zahlenwerten festschreiben wollen. Verschuldungsprozente hie, maximaler Beitrag da. Dass solche Rechnungen nur unter bestimmten Voraussetzungen aufgehen und locker von wirtschaftlichen Prozessen, die sich nix von Paragraphen wissen, überlagert werden können - wie z.B. die Eurokriterien in der Finaznkrise - scheint der Politik keinen Gedanken wert. Hallo?


Heute lese ich in einem Interview Axel Börsch-Supan, der schon in der Rürup-Kommission saß und nun wieder in der aktuellen Rentenkommission. Dort wird erwähnt, dass gesetzlich vorgeschrieben ist, dass alle Lücken - die zwangsläufig sind - der Steuerzahler füllen muss. 2025 sei eine niedrige zweistellige Miliardensumme nötig, 2035 dann 100 Mrd.
Und das Eintrittsalter soll auch weiter steigen müssen.

Leider ist das Interview hinter der Paywall.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rente-grundsicherung-altersvorsorge-1.4490742
Autor: radneuerfinder
Mai 13, 2019, 13:53:55
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rentner-altersarmut-pensionaere-1.4338169

Kommentar zur Finzanzierung der angedachten Mindestrente ("Gundrente)" von 896 Euro/monatlich, nach mindestens 35 Beitragsjahren:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/grundrente-finanzierung-sozialleistungen-1.4442713
Autor: radneuerfinder
April 24, 2019, 11:44:41
Man muss also erstmal schaffen, die etwa 3% Rendite der Rentenversicherung zu erreichen.

Und der Vergleich mit anderen Ansparformen, wie private Renten- oder Lebensversicherung, oder Aktienfonds ist gar nicht so einfach, da bei diesen üblicherweise die Rendite vor Abzug der Unkosten angegeben wird. Und die Versicherungsgesellschaften verwenden ganz andere Sterbetafeln.

Heute mal konkrete Tipps zur staatlichen Deutschen Rentenversicherung.

1. Menschen die zwangsweise in die DR einzahlen, können zusätzliche Beiträge einzahlen
  a) Bis zum Alter von 45 Jahren kann man Beiträge für seine Schul- und Ausbildungszeiten nachzahlen. Eine Information die die Deutsche Rentenversicherung in ihrem jährlichen Brief mit den persönlichen Renteninformationen mit keinem Wort erwähnt. Die Altersbeschränkung wird dann konsequenterweise :P auch im Antrag nicht erwähnt.
  b) Dank Flexirentengesetz kann man seinen Rentenbeginn z.B. von 67 auf 63 vorziehen. Die Rente wird dann um z. B. um 14,4 % abgesenkt. Diese Absenkung kann ab einem Alter von 50 durch freiwillige zusätzliche Beiträge etwas abgemildert werden. Geht man doch später in Rente, erhöht sich die gesetzliche Rente.

2. Alle mit Hauptwohnsitz in Deutschland, oder Deutsche, unabhängig von Ihrem Wohnor, können freiwillig in die staatliche Rente einzahlen:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/01_allgemeines/02_freiwillige_versicherung/00_freiwillige_versicherung_node.html

Quellen und weitere Infos:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vorruhestand-was-sie-zur-rente-ab-wissen-muessen-1.4388711
https://www.test.de/FAQ-Freiwillige-Rentenbeitraege-Wann-sich-die-Extra-Einzahlungen-lohnen-5218494-0/
test.de - 13 Irrtümer rund um die Rente, u. a
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/rente-drei-tipps-gegen-die-drohende-altersarmut-a-1233026.html
Autor: radneuerfinder
April 23, 2019, 14:41:17
In allen Jahren, in denen eine Berechnung/Hochrechnung/Abschätzung durch den VDR bzw. die DRV gemacht wurde, machte der Anteil der versicherungsfremden Leistungen an den Rentenausgaben insgesamt mindestens 34 Prozent aus. Der Anteil der dafür zur Verfügung gestellten Bundesmittel bewegt sich dagegen seit Jahren zwischen 28 und 27 Prozent:
https://www.adg-ev.de/index.php/publikationen/publikationen-altersvorsorge/1388-versicherungsfremde-leistungen-2013
https://www.adg-ev.de/index.php/publikationen/publikationen-altersvorsorge/1387-versicherungsfremde-leistungen-2015?showall=1
Die Geschichte der gesetzlichen Rentenversicherung und versicherungsfremder Leistungen:
PDF Download

Da der Fehlbetrag natürlich davon abhängt, was man als versicherungsfremd definiert, kann man das auch auch anders sehen:
https://www.bundestag.de/resource/blob/437624/634baef7575ec97bc241976afb1168e4/wd-6-085-16-pdf-data.pdf
Autor: Jochen
Januar 18, 2019, 13:55:30
Nur der neu hinzu kommende Zinsbetrag wird besteuert, nicht das ursprünglich eingezahlte Kapital, also nur das „Plus“ wird betrachtet, nicht der Gesamtbetrag.

Danke für Präzisierung.
Das war mir aber schon klar :)
Und Verluste können mit Gewinnen verrechnet werden.

Jochen
Autor: Florian
Januar 18, 2019, 13:49:06
Falls die Politik sich nicht aufrafft, wird das Problem immer drastischere Ausmaße annehmen.

Will die Politik sich denn aufraffen bzw. wer ist (macht) die Politik?


Da Doppelbesteuerung verfassungswidrig ist, wird sie wohl dazu gezwungen werden. Genau darauf warten die Politiker auch, wenn man den Beitrag anschaut, nämlich das sie diktiert bekommen, was sie machen sollen. Ist halt alle sehr kompliziert und daher will man das nicht zweimal machen, wenn das BVG Einwände erhebt.
Nur kann es dann natürlich wieder Jahre dauern.