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Terrania:
Lieber Warlord, vielen Dank für die Links, vor allem für die Betrachtung der Deutschen Außenpolitik. Das ist tatsächlich interessant, weil man solche Einsichten selten von innen bekommt. Allerdings sehe ich persönlich die Afghanistan-Sache vermutlich auch sehr deutsch. Das geforderte Engagement im Süden ist in meinen Augen unannehmbar. Schon die Tornados sind ein Irrtum. Der Begriff "bewaffnete" Entwicklungshelfer gefällt mir schon besser. Militärisches Engagement jeder Nation in Afghanistan ist ein Irrtum. Die Geschichte zeigt, daß keine Großmacht der Welt ohne Demütigung hier jemals etwas ausgerichtet hat. Außer einem Genozid, den keiner will, und der vermutlich auch unmöglich wäre, es sei denn nukleare Waffen würden großflächig eingesetzt (hirnrissig), ist in diesem Land nichts zu erreichen. Das sollten die Briten wissen, das wissen die Russen. Daß die USA glauben es nicht wissen zu müssen, zeigt nur wieder, wie wenig sie von globaler Politik verstehen. Terrorismus kann man so jedenfalls nicht bekämpfen. Man ist ja nicht mal in er Lage, den Drogenanbau zu beenden.

Florian:
Nun, in der Lage wäre man schon, also rein theoretisch.
Praktisch nicht, weil man nicht die notwendigen Truppen und Mittel zur Verfügung stellen und noch nicht mal ein Alternativkonzept für die Mohnbauern entwickeln will.
So verhindert man nicht nur den Mohnanbau, im Gegenteil: Rekordernte auf Rekordernte führte mittlerweile zu einer echten Erleichterung für die Junkies, denn so günstig war Heroin (beziehungsweise das übliche  Gemisch mit minimalem Heroin-Anteil) selten.
Vielleicht sieht man das Mohnblütenbewachungskommando also als Beitrag zur inneren Sicherheit - schließlich dürfte so auch die Beschaffungskriminalität zu senken sein.

Aber Zynismus mal beiseite:
Man kann in keinem Land etwas ausrichten, wenn man die Bevölkerung gegen sich hat und zudem aus den Nachbarländern heraus ständig Unruhe gestiftet wird.

Fragt sich nur, ob es eine Alternative zum Kampf gibt.

Florian:

Das EU-Satellitensystem Galileo sollte ja mal 2008 an den Start gehen. Dann hieß es 2011. Nun steht nicht nur dieser Termin, sondern das ganze Projekt auf der Kippe. Leider wird das im verlinkten Artikel nicht ganz so deutlich, finde aber auf die Schnelle keinen besseren. Nebenbei werkeln übrigens China und Indien - eigentlich auch Galileo-Partner - an eigenen Projekten und GPS-2 wird wohl von 2015 an ins All geschossen.

Für mich ist es wenig überraschend, wie sich "Europa" mal wieder schwer tut. Das fing ja schon damit an, einfach beide sich bewerbenden Konsortien zusammen zu schmieden, insgesamt acht Firmen aus allerlei Ländern. Nur weil die Politik es wieder mal allen recht machen wollte.

warlord:
Noch ein Interview. Diesmal eines, das ich auch selbst interessant finde.  :)
Weltwoche spricht mit Helmut Maucher, dem langjährigen Konzernchef und Präsident (Vorsitzenden) von Nestlé über Werte, Manager, Managerlöhne etc.

warlord:

--- Zitat von: Florian am März 15, 2007, 16:58:04 ---Fox kennt Bhumibol ja näher. ;)

Ihn zu beleidigen, kann in Thailand ganz schön ins Auge gehen.

--- Ende Zitat ---

Das Urteil ist nun übrigens gefällt: 10 Jahre hat er gekriegt.
http://www.nzz.ch/2007/03/29/vm/newzzEZUQ9QHP-12.html

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