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MacFlieger:
Ist mal eine interessante Technik.
Aufgrund der hohen Verluste dürfte das aber nur rentabel sein, wenn man viel überschüssigen Strom hat, also eher in südlichen Ländern und/oder mit großen Solarflächen. Bei der Weiterentwicklung der Akkus (Kosten, Verfügbarkeit, Leistung) dürfet das auch in Zukunft immer unrentabler werden. Evtl. ist das dann etwas, wo man viel Solarfläche hat und Geräte/Fahrzeuge hat, die mit Wasserstoff betrieben werden, also könnte ich mir für z.B. Bauernhöfe mit Wasserstofftraktoren vorstellen. Das aber auch nicht jetzt aktuell, sondern perspektivisch in die Zukunft.

Florian:
Für mich stellt sich (besonders nach eh schon schlechten Erfahrungen mit einer Wärmepumpe) nicht nur die Frage nach dem hohen Anschaffungspreis und Wirkungsgrad. Wenn man hohe Wartungskosten hat und/oder nach fünf Jahren alles neu machen muss, lohnt sich das auch monetär überhaupt nicht. Gerade im Vergleich zum Akku.
Man bräuchte auch nicht unbedingt nur Lithium oder Seltene Erden. Man könnte auch einen Lithium-Akku mit billigeren, langsameren, unproblematischeren Akkus koppeln. Das fände ich mal eine sinnvolle Kombi. Was der Lithium-Akku nicht mehr speichern kann, damit lädt er den anderen Akku. Der betreibt z.B. die Warmwasserbereitung. Oder lädt an kommenden Regentagen nachts den Lithium-Akku auf.
Für mich einfacher als eine Brennstoffzelle. Auch wenn die Speicherzeit des Wasserstoffs viel länger ist, braucht man das privat? Die paar KWh reichen sowieso nicht für den Winter! Solche Anlagen gehörten m.E. im Großformat in Solar- oder Windparks.

Also an sich also schon interessant, aber es fehlen viele Informationen über Verlässlichkeit, Folgekosten, und wer würde mit das überhaupt warten? Auch da habe ich schlechte Erfahrungen mit inkompetenten örtlichen Handwerkern.

MacFlieger:

--- Zitat von: Florian am November 21, 2022, 11:00:48 ---Man bräuchte auch nicht unbedingt nur Lithium oder Seltene Erden. Man könnte auch einen Lithium-Akku mit billigeren, langsameren, unproblematischeren Akkus koppeln.

--- Ende Zitat ---

Ich denke, dass Lithium-Akkus stationär nur eine kurze Randerscheinung sein werden. Die Natrium-Akkus stehen schon in den Startlöchern und bis auf Gewicht-Kapazitätsverhältnis, was stationär keine Rolle spielt, sind die in allen Belangen überlegen.

Florian:
Ja, ich denke auch, dass stationär andere Akkutypen sinnvoller sind und Natrium ist ein heißer Kandidat, und/weil billig und fast unbegrenzt verfügbar. Allerdings weiß ich ehrlich gesagt aus dem Stegreif nicht, wie Natrium-Akkus mit allen Anforderungen klar kommen, etwa plötzlichen massiven Mehrbedarf. Oder Energieverlust oder Ladezyklen. Wann die überhaupt marktreif sein werden, weiß man leider auch nicht.

Wenn man bedenkt, dass dafür oft der Ölkessel rauskommt, wäre auch auf jeden Fall genug Platz vorhanden, selbst wenn die Energiedichte echt mies wäre. Es gingen also auch alte Akku-Varianten. Bei Gasanschluss fiele das Argument natürlich weg.

Stand heute fände ich einen Kombi-Akku sinnvoll. Denn große Lithium-Akkus sind einfach recht teuer, v.a. wenn sie am Ende dann doch oft nicht voll werden.

MacFlieger:
Natriumakkus haben eine Menge Vorteile:
- auch bei Beschädigung keine Brandgefahr
- hohe Ladeströme (80% in 15 Minuten)
- nicht so kalte- und hitzeempfindlich
- keine Probleme bei Tiefentladung
- etwas günstiger als Lithium-Akkus
Nachteile:
- etwas weniger Kapazität pro Gewicht, wobei es auch dabei Entwicklungen gibt, dass die an Lithium-Akkus herankommen.

Die Entwicklung ist soweit, dass die Produktion wohl Anfang 2023 beginnt.

Wesentlich mehr Platz als für Lithium-Akkus braucht man auch nicht. Stationär ist dieser kleine Unterschied nicht relevant. Im Auto macht natürlich jedes auch kleine Mehrgewicht eher Probleme. Aber s.o. auch da gibt es Fortschritte.

Bezgl. teuer: Die aktuellen Preise bei Lithiumzellen für den stationären Einsatz zu Hause haben überhaupt nichts mehr mit den Produktionskosten zu tun. Der Preis hier resultiert nur auf dem aktuellen Angebotsmangel.
Stationäre Speicher kosten momentan ca. 1000€/kWh. Produktionskosten sind ca. 100€/kWh. Auch der Vergleich zu Autos zeigt diesen irrsinnigen Marktpreis. Mein E-Auto hat einen ca. 40kWh-Akku und kostet ca. 40.000€. Wäre es ein stationärer Akku, wäre der Rest des Autos also quasi kostenlos...

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