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Apple Event am 20.April.2021

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MacFlieger:
Nur kurz angesprochen wurde die Apple Card Family. Bin mal gespannt, wann überhaupt eine Apple Card in D verfügbar sein wird.

Ziemlich negativ finde ich Podcasts+. Hier eifern sie Spotify nach, die ebenfalls Podcasts für sich vereinnahmen wollen.
Vor 15 Jahren haben sie Podcasts in iTunes eingebaut und das funktionierte sehr gut. Nachdem sie dann Podcasts aus iTunes entfernt haben und die Podcasts-App völlig unbrauchbar ist, versuchen sie jetzt eine Überarbeitung der App und exklusive Angebote. Man merkt hier, dass die Medien- und Marketingindustrie auf den Trend "Podcast" aufspringt und diesen für sich benutzen möchte. Öfters kommen von Medien-"Experten" dann Tipps, wie ein erfolgreicher Podcast auszusehen hat (Länge, Produktion, Inhalt etc.). Daran merkt man schnell, dass diese eigentlich etwas völlig anderes wollen, als der Podcasts ursprünglich und im Kern war und ist. Traditionelle und erfolgreiche Podcaster zeigen, dass es auch anders geht, wobei diese nach den Maßstäben der Medienindustrie nicht erfolgreich sind.

Genau wie bei Spotify wird es bei den traditionellen Podcastern gegenüber diesem Podcast+ auch (zu Recht) negatives geäußert werden.
Streng genommen sind das in beiden Fällen gar keine Podcasts, sondern nur Audio-Inhalte sind. Aber der Begriff "Podcast" wird leider hier entführt.

Wie auch immer:
Für mich hat es nichts mit echten Podcasts zu tun und das Einsperren auf einer Plattform ist großer Mist.

Florian:
Ob die Card jemals kommt? Keine Ahnung, aber Apple Pay war hierzulande schon eine arg schwere Geburt.

Die Kommerzialisierung der Podcasts hat nicht Apple erfunden und ich sehe das mehr als Notwehr, bevor alle prominenteren Anbieter abwandern, soweit nicht schon geschehen.

Mir egal, ich sehe den Reiz von Audio-Darbietungen nicht. Und Video-Podcasts sind doch dasselbe wie Youtube mit Downloader.
Ich habe nichts dagegen, aber ich lese wesentlich schneller, als die Leute sprechen. Bin immer dankbar für Transkription. Wird‘s dann noch lustig, bin ich eh weg. Jedenfalls werde ich sicher kein Geld für Podcasts ausgeben, obwohl sich auch einige interessante Plauderer hinter Paywalls verstecken, schon lange bevor Spotify und jetzt Apple das unterstützten.
Spotify zahlt ja sogar für einige Stars Unsummen, damit sie exklusiv bei ihnen publizieren. Also wie ein Plattenlabel.

fränk:
Podcasts haben mich nie erreicht. Wann immer ich es probiere, schalte ich kurz danach wieder aus. Audible müllt mich auch mit Werbung für Umsonst-Podcasts zu und es wäre mir lieber, wenn ich diese tollen Hinweise nicht sehen müsste.
Am schlimmsten sind aber die Abos oder wie man das nennt. Da versucht man sich an einem Podcast, schaltet ihn nach drei Minuten aus und erkennt fünf Jahre später, dass man 762 Folgen geladen hat und bekommt das Zeug nie wieder los.
Podcasts sind wie Alkoholfreies Bier: Wäre ich König von Deutschland, wäre beides längst verboten.

MacFlieger:

--- Zitat von: Florian am April 21, 2021, 18:18:54 ---Die Kommerzialisierung der Podcasts hat nicht Apple erfunden und ich sehe das mehr als Notwehr, bevor alle prominenteren Anbieter abwandern, soweit nicht schon geschehen.
--- Ende Zitat ---

Klar, der Versuch Podcasts zu kommerzialisieren läuft schon länger und kam von anderen. Allen voran Spotify und Apple zieht hier nur (meiner Meinung nach unnötig) nach.
Aber was die da machen sind keine Podcasts mehr, sondern eben Audio- und Videodarbietungen zum Download. Für viele ist das im Prinzip das gleiche, aber Podcasts zeichnen sich eben nicht nur dadurch aus, dass es Audiomaterial zum Download/Streamen ist.
Die Kommerzialisierung ist nur ein Versuch von Unternehmen das beliebt gewordene Phänomen "Podcast" für ihre Zwecke umzuwandeln und zu missbrauchen.

Und dass Apple nach der Zerstörung der integrierten Podcastfunktion jetzt auch auf diesen Zug aufspringt, finde ich Mist.
Nennt es einfach anders und alle sind zufrieden. Es gibt zum Glück Alternativen als Podcatcher.


--- Zitat ---Mir egal, ich sehe den Reiz von Audio-Darbietungen nicht. Und Video-Podcasts sind doch dasselbe wie Youtube mit Downloader.
--- Ende Zitat ---

Video-Podcasts schaue ich auch nur ganz wenige, bei denen es essentiell ist, dass man etwas sehen muss.
Ansonsten höre ich sehr viele Audio-Podcasts beim Autofahren, Kochen oder anderen Beschäftigungen. Da gibt es viele spannende Sachen. Der Reiz ist doch auch darin, dass eben jeder mit praktisch keinem Equipment etwas selber produzieren kann. Die benötigte Technik ist simpel. Wichtig ist ein interessanter Inhalt. Aber der muss auch nicht interessant oder spannend für alle sein. Wenn das, was jemand dort produziert, auch nur eine kleine Gruppe interessiert, ist das Ziel schon erreicht.

Klar, etwas ähnliches wie einen Podcast kann man auch auf Spotify, YouTube und ähnlichen Plattformen anbieten. Aber Podcasts haben eigentlich den Charme, dass sowohl der Produzent einen beliebigen Server benutzen kann, als auch der Hörer einen beliebigen Podcatcher verwenden kann. Keiner von den beiden muss sich irgendwo registrieren oder bei irgendeiner Plattform anmelden. Jeder kann völlig frei publizieren, jeder kann völlig frei zuhören.
Das passt den Medien- und Marketingfirmen nicht und sie versuchen die Podcasts wieder einzufangen und sowohl Produzenten als auch Hörer auf eine Plattform zu drängen, um sie kontrollieren zu können und damit Geld zu verdienen.
Gerade zu diesem Thema gibt es oft Kommentare seitens der klassischen Podcaster...


--- Zitat ---Spotify zahlt ja sogar für einige Stars Unsummen, damit sie exklusiv bei ihnen publizieren. Also wie ein Plattenlabel.

--- Ende Zitat ---

Ja, aber das sind keine Podcasts im eigentlichen Sinne.


--- Zitat von: fränk am April 21, 2021, 18:28:46 ---Audible müllt mich auch mit Werbung für Umsonst-Podcasts zu und es wäre mir lieber, wenn ich diese tollen Hinweise nicht sehen müsste.
--- Ende Zitat ---

Ja, Audible sind auch welche, die Podcasts gerne unter ihrer Kontrolle hätten.

Florian:
Klar, jeder Podcast/Download, der hinter einem Anbieter verschwindet, ist ein Verlust für viele Hörer.

Genau wie mit den Sozialen Netzen vs. freies Internet.

Apple hat die Podcast-Funktion nicht zerstört und die Erfahrung mit der App wird bei bezahlten Podcasts auch nicht besser. Oder was meinst Du mit zerstört?
Außerdem verstecken sie die Bezahl-Podcasts nicht im Apple-Music-Abo. Oder habe ich das falsch verstanden?

Was heißt schon unter ihrer Kontrolle? Die wollen daran verdienen, ob andere Leute ihre Podcasts weiterhin über RSS rausschicken, interessiert die doch nicht. Da war die Aktion von Google gegen RSS schon krasser. Erst vereinnahmen und dann aufkündigen.

Gut, ich bin nicht so drin im Thema, aber ich finde, dass was da anklingt ist doch eher eine akademische Diskussion. So läuft es doch überall. Das Netz an sich war mal frei und chaotisch im Vergleich zu heute.

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