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Frust abladen - Gesamtsituation unzufireden

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mathias:
Liebe Apfelianer,

jetzt muss ich einfach mal meine Applefrust hier beladen, in der Hoffnung, dass es mir dann besser geht.
Was mich nervt an meinem iMac:
- Safari ist total laaaaangsam. Vom Öffnen der Anwendung bis zur Eingabebereitschaft dauert es gefühlt eine Minute. Offnen der Webseite z.B. Spiegel Online dauert 15 Sekunden
- Pages öffnen dauert auch gefühlte Ewigkeit. Wieso zur Hölle gibt es keine Funktion "Dokument speichern unter"?
- die Gesamtperformance während Time-Machine backup ist auch die Hölle; ständig sehe ich den Beachball.

Das alles gibt bei mir den Eindruck, als wäre das System nicht performanter als mein damaliges iBook G3 (vom GUI Design mal ganz abgesehen.) Mag vielleicht auch an dem ganzen Internet-Werbemüll oder dem iClouding liegen, mit dem Webseiten zugeballert werden und deshalb die Ladezeit ev. länger braucht. Aber das Starten einiger Anwendungen ist schon ätzend langsam.

So, ich habe fertig. Aber viel gebracht hat es nicht. >:( Ärgere mich immer noch.

radneuerfinder:
Das ist ja auch ärgerlich!

Welches macOS? SSD? RAM?

Florian:

--- Zitat von: mathias am Juni 21, 2019, 11:55:07 ---
Das alles gibt bei mir den Eindruck, als wäre das System nicht performanter als mein damaliges iBook G3 (vom GUI Design mal ganz abgesehen.) Mag vielleicht auch an dem ganzen Internet-Werbemüll oder dem iClouding liegen, mit dem Webseiten zugeballert werden und deshalb die Ladezeit ev. länger braucht. Aber das Starten einiger Anwendungen ist schon ätzend langsam.

--- Ende Zitat ---

Neulich habe ich meinen Core2Duo-iMac von 2006 gestartet, eigentlich nur um zu sehen, ob der Targetmode mit dem auch nicht gerade brandneuen i7-2011-iMac funktioniert. Tut er, BTW.

Jedenfalls startete Snow Leopard rasend schnell im Vergleich. Alles war viel schneller geladen usw.
Nun war meine Festplatte im neueren iMac vielleicht schon länger nicht mehr okay, trotzdem ein echter Augenöffner.

Den habe ich auch oft, wenn ich meine Vintage-Rechner starte. Nach wie vor arbeite ich auf einem Amiga 1200 gefühlt schneller als auf modernen Geräten. Es ist nicht nur die viel bessere Latenz der Bildschirmausgabe, es kam einfach immer mehr Clutter dazu. Die objektorientierte Programmierung kann man auch nicht mit Assembler vergleichen, logisch. Zwar wurden die Rechner immer schneller, aber gleichzeitig stieg die Gier der Software noch schneller.

Das Web ist sicherlich das beste Beispiel, die Seiten werden mit Skripts übersäht, die meisten dienen dann auch noch der Ausspähung des Users.

Rat habe ich auch:
Werbeblocker einsetzen! Auch falls man das aus Solidarität mit den Schreibern vielleicht ablehnt, ist es eigentlich Notwehr und damit m.E. leicht zu rechtfertigen.
Festplatte überprüfen, evtl. kündigt sich ein Defekt an. Vielleicht ist sie auch einfach zu voll, so dass das System nicht mehr vernünftig swappen kann.
evtl. gegen SSD austauschen.
Mehr RAM schadet nie.

MacFlieger:
Einen ähnlichen Effekt habe ich bei meinem iMac (2011) auch zu beobachten. Auch schon mehrere Jahre und über neue Systeminstallationen hinweg.
Direkt nach dem Booten ist das erste Starten von allen Programmen extrem(!) langsam. Da dauert es schon mal 20-30s bis Safari startet. Allerdings tatsächlich nur dieser erste Start. Spätere Starts sind ganz normal schnell.
Irgendwas macht der Rechner nach dem Booten, was ich nicht wirklich einkreisen kann. Öffne ich direkt nach dem Booten das Suchfenster von Spotlight, steht dort auch "Indizieren", allerdings gibt es dort keinen durchlaufenden Fortschrittsbalken, sondern dieser Balken pulsiert nur.
Nach einiger Zeit verschwindet das "Indizieren" und ab da starten auch alle Programme wieder normal.

Ich gehe ganz stark davon aus, dass das alles zusammenhängt, habe aber nie lösen können, warum der iMac nach jedem Starten auf "Indizieren" steht. Kein Absturz, kein Booten von anderen Systempartitionen, kein Bootcamp. Ein komplettes Indizieren ist es auch nicht, denn das würde wesentlich länger dauern und dann gäbe es auch einen Fortschrittsbalken.

"Gelöst" ist das Problem seit dem Einbau einer SSD. Der Effekt mit dem "Indizieren" ist weiterhin da, aber es ist kein Ausbremsen der anderen Programme mehr zu bemerken. Vermutlich weil konkurrierende Zugriffe auf die SSD sich nicht mehr gegenseitig bremsen wie bei einer HD.

Das zweite Problem (langsames Öffnen von Webseiten) wird tatsächlich durch die ganzen Trackingskripte verursacht. Schaut man sich die übertragenen Datenmengen und Abarbeitungszeiten für diese überflüssigen Sachen an, sind die ein vielfaches gegenüber dem notwendigen und hinreichenden Inhalt. Wirklich vielfaches! Mit den bekannten Blockererweiterungen (z.B. Ghostery) arbeiten die Seiten plötzlich wieder schnell. Spiegel online mal als Beispiel:
75 Cookies (30 von Spiegel; 45 fremde)
347 Dateien werden von fremden Servern (95 Stück) geladen.
mit Blocker: 185 Dateien heruntergeladen - 4,6MB - nach 3,3s Anzeige - nach 7s alles geladen - einige Meldungen (ca. 10), dass Cross-Site-Zugriffe versucht werden
ohne Blocker: 431 Dateien heruntergeladen - Datenmenge wird nicht mehr angezeigt - nach 9,8s Anzeige - das Laden hört nie auf (es werden ständig Daten übertragen) - viele Meldungen, dass Cross-Site-Zugriffe versucht werden
Insgesamt dauert auch mit Blocker das Anzeigen der Seite so lange, weil die auch den Aufbau der Seite per JavaScript machen. Ohne JavaScript wird die Seite in unter 1s angezeigt.

MacFlieger:
Nachtrag zu Pages:

Es gibt doch die Funktion "Dokument speichern unter...".
Sie heißt allerdings "Duplizieren", liegt aber in den Menüs an der gleichen Stelle wie normalerweise "Speichern unter..." und benutzt auch den gleichen Shortcut CMD-Shift-S.

Diese andere Benennung (auch in Textedit etc.) wurde mit der systemweiten Funktion "Versionen" eingeführt. Das hat wohl irgendwie einen Sinn, wenn man die Funktionsweise von "Versionen" betrachtet. Wenn man aber wie ich Versionen effektiv nicht benutzt, dann macht "Duplizieren" für mich das gleiche wie "Speichern unter..."

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