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Medienkritik
Florian:
Im angelsächsischen Kulturraum geben Zeitungen oft direkte Wahlempfehlungen. So auch die Washington Post seit 1976.
Nun „besinnt man sich auf die Tradition vorher“ und gibt keine. Dies verkündet man drei Wochen vor der Wahl.
Jetzt wo Trump 2.0 droht und er ständig zetert, er werde sich an allen Gegnern rächen, ist das nicht unpolitisch. Insbesondere wenn man weiß, daß die WP einem gewissen Jeff Bezos gehört, Amazon Gründer. Zudem hat er eine Raumfahrtfima, wie sich das für Multimilliardäre scheinbar gehört.
Zieht da jemand seinen Schwanz ein um seine Milliarden zu schützen?
Sieht auf jeden Fall so aus und die Republikaner jubeln natürlich, denn wenn die Post sich nicht durchringen kann, Kamala Harris zu empfehlen, kann sie ja nicht gut sein. So ihr gewollter Irrschluss.
Die Redaktion ist empört, ebenso die Abonnenten, die reihenweise kündigen. Mittlerweile haben schon über 200.000 ihr Abo beendet. Das das macht etwa 8 % der Abonnenten aus. Und die Zahlen scheinen noch zu steigen.
So kann man auch eine angesehene Zeitung zu Grunde richten.
fränk:
--- Zitat von: Florian am Oktober 29, 2024, 13:51:21 ---So kann man auch eine angesehene Zeitung zu Grunde richten.
--- Ende Zitat ---
Sie wird dann zukünftig von anderen hoch angesehen... nur abonnieren werden die sie wohl nicht.
radneuerfinder:
https://www.rnd.de/digital/us-wahl-2024-musks-plattform-x-schlaegt-an-wahltag-fast-nur-pro-trump-inhalte-vor-Q4H3TUWBSZH5NBCMOFTKOTTNQI.html
radneuerfinder:
Die analogen Märkte hatten Voraussetzungen, wie zum Beispiel in der Pressedistribution, die es allen Verlagen ermöglicht haben, mit ihren Zeitungen und Zeitschriften diskriminierungsfrei an jedem Ort in Deutschland präsent zu sein. In der digitalen Welt sind wir der schlichten Willkür der digitalen Plattformen komplett ausgeliefert; US-amerikanische oder chinesische Technologieplattformen entscheiden völlig nach eigenem Ermessen über die Sichtbarkeit und Erhältlichkeit von digitaler Presse. Die Marktregeln, die es möglich gemacht haben, dass die Verlage in Deutschland das reichhaltigste Presse- und Medienangebot der Welt geschaffen haben, gelten in der digitalen Welt nicht mehr.
…
2024 wird der internationale Werbemarkt ein Volumen von über einer Billion US-Dollar haben. Über die Hälfte davon landet bei fünf internationalen Megakonzernen – Google, Amazon, Meta, Alibaba und Bytedance. Hunderttausende andere Medien kämpfen um die Krümel, die vom Tisch fallen ...
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/verbandschef-der-freien-presse-philipp-welte-politik-wach-auf-110168329.html (€€)
https://www.campus.de/news/wir-erleben-gerade-das-ende-des-freien-internets-martin-andree-1398.html
https://www.deutschlandfunkkultur.de/reformstaatsvertrag-was-ist-mit-den-big-tech-konzernen-dlf-kultur-e10bc309-100.html
https://meedia.de/news/beitrag/17980-medien-muessen-die-demokratie-retten.html
https://www.fr.de/meinung/gefahr-medienstaatsvertrag-wir-muessen-unsere-demokratie-resilienter-machen-93457083.html
radneuerfinder:
https://www.telepolis.de/features/Algorithmen-gefaehrden-den-demokratischen-Konsens-10198747.html
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