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Do 27. Oktober 2016: Apple lädt zum "hello again"

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Florian:
Was heißt schwere Zeiten? Aberwitzig großer Geldberg, fast alle Smartphone-Gewinne bei Apple, Mac von unter ferner liefen auf >20 Mrd. Jahresumsatz und so weiter… die können gar nicht mehr pleite gehen. Es mag bergab gehen, aber man darf nicht vergessen, welche Größe Apple mittlerweile erreicht hat. Sie sind ein Riesentanker, der schon Jahrzehnte der Misswirtschaft bräuchte um unterzugehen.

Heute wie damals schießt Apple Eigentore, aber von welcher Warte aus? Das hat sich doch sehr verändert und der Bonus vom kleinen Rebellenverein für Kreative ist natürlich weg.

Meine Erfahrung ist übrigens, dass gerade die neu(er)en Mac-Nutzer immer besondern begeistert sind und eine Rückkehr zu Windows gar nicht in Frage kommt. Dagegen schreiben die alten Hasen alle Foren voll, weil's einfach weh tut.

In die Touchbar floß sicherlich einiges an Arbeit, sie hat ja sogar einen eigenen Prozessor. Nur wurde im Erneuerungswahn wieder mal einiges vergessen.
Das Intel z.B. noch keine stromsparenden RAM-Chips herstellt, wie sie Apple bräuchte, ist mal wieder ein Problem mit dem Zulieferer, wie sie in der Mac-Geschichte eine lange Tradition hat. Ein Grund mehr, sich selbstständig zu machen. Ich denke, dass ist ein Stein mehr auf der Waagschale zum ARM-Mac.
Die Größe und die Kraft dürfte Apple noch haben und Windows ist ja ARM-kompatibel, da wird man doch was aushandeln können.

Das andere ist aber der Adapterwahn und die fehlenden Zwischen-Updates und die Apothekerpreise für Upgrades.
Wie gesagt, da kommt man sich vor wie Apples Melkkuh.

Und der Ive gehört schon lange gefeuert, den Kram kann ja wohl jeder designen mit dieser Fertigungsgüte im Rücken. Oder hat er ganz alleine das Unibody ausgetüftelt? Nein, es wurde gemacht, weil es jetzt geht und schnell hatten alle anderen nachgezogen.
Okay, ich übertreibe absichtlich, aber was ist an so einem Laptop schon zu designen? Als Nachweis seiner Kunst dann halt immer dünner. Der Schmarr'n muss endlich aufhören. 

Wesentliches weglassen und Zwang zu Adaptern ist kein gutes Design!
Funktion vor Form!

Terrania:
Angeblich sind noch nie soviel Laptops online bestellt worden, wie vom neuen MacBook Pro.

Nun, ich war auch enttäuscht von der Präsentation anfangs. Die lauwarme Apple TV-Sache war sogar peinlich. Ich sehe den Sinn dieser UniversalApp nicht. Aber sei’s drum.

Allerdings erinnert mich das alles ein bißchen an den ersten iMac. Der hatte kein Superdrive mehr und nur ein CD-Laufwerk. Er war all-in-one und hatte ne Menge Sachen anders gemacht - vor allem er hatte "USB-Anschlüsse". Zu dem Zeitpunkt hatte kaum ein Hersteller Peripherie mit USB. Das Problem, das am Ende des Tages keines war. Letztlich hat der iMac Apple gerettet. Obwohl fast aller "Profis" gesagt haben, dass das letztlich der Untergang des Unternehmens ist. Aber der Konsument denkt eben anders als der "Profi".

Das MacBook Air war ähnlich. Kein CDROM, nur ganz wenige Interfaces. Und der erste Prozessor war laut Geekbench eine Schnecke. Das Ding hob ab, weil es sexy war und weil es für den Job genau das richtige war - eben nicht für "Profis" sondern für Leute, die bestimmte Dinge on the Road machen wollten, und dafür keinen 4 kg Schlepptopp mit ständig laufendem Turbolüfter haben wollten.

Und wie ist es bim neuen Pro? Worüber regen sich die Herrschaften auf? Nur 16GB RAM. Klar wären 32 oder 64 geiler, aber selbst bei uns in der Grafik werden Files mit 100 Layers auf Photoshop bearbeitet, auf Maschinen mit 8GByte RAM. Und das geht mehr als gut. Und wenn ein "Profi" schreibt, dass ihm 32 GByte oder 64Gbyte lieber sind als 10 Stunden Akkulaufzeit, weil er die Kiste sowieso die meiste Zeit an der Steckdose hat, dann frage ich mich, ob er nicht die falsche Einstellung hat, und eher einen iMac mit 64GByte nehmen sollte (Wenns denn unbedingt MacOS sein muss) ...

Dann die Schnittstellen: Da lamentieren Leute, die FILMSCHNITT und Grafik-Design machen. Und nicht die Kohle ausgeben wollen für einen externen Monitor. Dann ist das Pro auch das falsche, den die benötigen in der Tat einen iMac Retina (mit zweitem 4K oder 5K Monitor). Und die ganzen Programmierer-Knechte die bitterlich heulen wegen des fehlenden Escape-Buttons, aber keinen iMac wollen, weil sie kein Retina Display brauchen, die haben auch irgendwo den Schuss nicht gehört. Da reden sie davon, dass sie 4-5 VMs laufen lassen wollen um ihren Code gleich zu testen. Wohlgemerkt bei einer Maschine, die 99% an der Steckdose hängt. Auch die haben wohl bislang die falsche Kiste gekauft. Und dann die Heulerei wegen dem nichtvorhandenen HDMI-Port? Bitte? Wofür brauche ich den? Als Programmierer oder "Profi"?

Das ganze Lamentieren um das MacBook Pro ist Jammern auf allerhöchstem Niveau. Sorry. Und was den Preis angeht: ja, der ist stramm und unverschämt. Aber für einen Profi der sein Geld damit verdient ist es komplett Wurscht, ob das Teil 2890 oder 3450 Euro kostet - bei einer Laufzeit von 4-5 Jahren ist das pro Monat ein Fliegenschiss.

Disclaimer: ich brauch so ein Ding nicht. Mein letztes Laptop habe ich vor 4 Jahren verscheuert. Ich brauch ne schnelle Desktop-Maschine und habe deshalb einen iMac Retina mit Vollausstattung mit zweitem Monitor. Und ganz ehrlich: ich bring die Kiste vielleicht einmal bis zweimal im Jahr an seine Grenzen. Dann wenn in Cinema 4D komplizierte Dinge zu rendern sind - und ein 12-Core-Irgendwas geil wäre. Das wars aber auch schon. Für alles andere, vor allem Illustration, brauche ich nur mein iPadPro mit Pencil. Das ist das geilste Stück HW für Illustratoren schlechthin. Da frage ich mich auch, was ich mit einem Surface Pro mit 27-Zoll Bildschirm machen soll, der sperrig auf meinen Schreibtisch runtergeklappt wird, zwar supergeil aussieht, aber für mich komplett unbedienbar weil zu wuchtig ist.

"Profi" sein ist halt leider nicht immer das Maß aller Dinge.

Florian:

--- Zitat ---Allerdings erinnert mich das alles ein bißchen an den ersten iMac. Der hatte kein Superdrive mehr und nur ein CD-Laufwerk. Er war all-in-one und hatte ne Menge Sachen anders gemacht - vor allem er hatte "USB-Anschlüsse". Zu dem Zeitpunkt hatte kaum ein Hersteller Peripherie mit USB. Das Problem, das am Ende des Tages keines war. Letztlich hat der iMac Apple gerettet. Obwohl fast aller "Profis" gesagt haben, dass das letztlich der Untergang des Unternehmens ist. Aber der Konsument denkt eben anders als der "Profi".
--- Ende Zitat ---

Ja, dass wird jetzt wieder angeführt. Mag auch sein, dass es wieder klappt.

Ich persönlich kann einfach Adapter nicht leiden und verstehe nicht, was schlimm daran ist, einen der vier Port als USB-A auszuführen. Das ist auch kein Expertentum, ich meine wer VGA noch braucht… da finde ich schon in Ordnung, dass er 'nen Adapter benötigt. Aber USB-A verkauft Apple selbst noch. Will man nun ein brandneues iPhone an das neue Macbook Pro hängen, braucht man ein Adapterkabel. Maximal irritierend, finde ich. 

Das ist nicht elegant, wahrscheinlich fehleranfälliger und am Ende vergisst man das Kabel dann zu Hause.


--- Zitat ---Das MacBook Air war ähnlich. Kein CDROM, nur ganz wenige Interfaces. Und der erste Prozessor war laut Geekbench eine Schnecke. Das Ding hob ab, weil es sexy war und weil es für den Job genau das richtige war - eben nicht für "Profis" sondern für Leute, die bestimmte Dinge on the Road machen wollten, und dafür keinen 4 kg Schlepptopp mit ständig laufendem Turbolüfter haben wollten.
--- Ende Zitat ---

Ist ja okay, dass Apple auch so was baut. Daran hat wohl niemand etwas auszusetzen.


--- Zitat ---Und wie ist es bim neuen Pro? Worüber regen sich die Herrschaften auf? Nur 16GB RAM. Klar wären 32 oder 64 geiler, aber selbst bei uns in der Grafik werden Files mit 100 Layers auf Photoshop bearbeitet, auf Maschinen mit 8GByte RAM. Und das geht mehr als gut. Und wenn ein "Profi" schreibt, dass ihm 32 GByte oder 64Gbyte lieber sind als 10 Stunden Akkulaufzeit, weil er die Kiste sowieso die meiste Zeit an der Steckdose hat, dann frage ich mich, ob er nicht die falsche Einstellung hat, und eher einen iMac mit 64GByte nehmen sollte (Wenns denn unbedingt MacOS sein muss) ...

Dann die Schnittstellen: Da lamentieren Leute, die FILMSCHNITT und Grafik-Design machen. Und nicht die Kohle ausgeben wollen für einen externen Monitor. Dann ist das Pro auch das falsche, den die benötigen in der Tat einen iMac Retina (mit zweitem 4K oder 5K Monitor).
--- Ende Zitat ---

Was hätten 32 GB der Laufzeit geschadet, dass würde ich gerne mal wissen. Ich denke mal, so viel kann es dann auch wieder nicht sein.


Viele haben halt einen Laptop, weil es einfach praktisch ist, auch wenn er viel am Netz (und sehr oft externen Monitor natürlich) hängt.
Apple bewirbt das Macbook aber als vollwertiges Arbeitstier. Gerade Videoschnitt wird sogar beworben. 16 GB reichen meistens, okay, aber eben nicht allen.

 
--- Zitat ---Das ganze Lamentieren um das MacBook Pro ist Jammern auf allerhöchstem Niveau. Sorry. Und was den Preis angeht: ja, der ist stramm und unverschämt. Aber für einen Profi der sein Geld damit verdient ist es komplett Wurscht, ob das Teil 2890 oder 3450 Euro kostet - bei einer Laufzeit von 4-5 Jahren ist das pro Monat ein Fliegenschiss.
--- Ende Zitat ---

Zum einen gibt es „Prosumer“, die damit kein Geld verdienen, aber hobbymäßig 4K schneiden oder rendern oder auch spielen und daher Pro kaufen.
Zum anderen muss auch ein „Profi“ das Geld erstmal locker haben. Zumal, wenn er für seine Firma viele Geräte ordert. Nun entwickelt Apple sicher nicht für das Kreativ-Prekariat… klar. Aber irrelevant finde ich den Preis trotzdem nicht.

Aber, ich schrieb es ja schon, ich finde die Grund-Preise noch akzeptabel.
Die total überteuerten Upgrades sind aber eine Frechheit. Da fühle ich mich einfach ausgenommen, da mache ich dann halt nicht mit.


Ich gebe Dir vollkommen recht, vielen Laptop-Nutzer wäre mit einem Desktop besser gedient. Das ist ja auch im PC-Bereich so.
Aber auch hier gibt es Grund zum Jammern, denn Apples Angebot ist veraltet und, meine Meinung, bzgl. Mac Pro ein grandioser Designirrtum. Den iMac kann ich mir Büro auch nicht vorstellen, zu hause reicht mir. Mit dem Spiegel-Display kann ich mich einfach nicht anfreunden.

Apple entscheidet eben lieber für seine Kunden als ihnen das zu überlassen. Man hat nur die Wahl mitzugehen oder zur ungeliebten Konkurrenz zu wechseln. Ich denke, dass ist auch der Grund, warum so leidenschaftlich debattiert wird.

Quaestor:
So wie ich es verstanden habe gibt es keine 16GB LPDDR3 Module. Das ist das Problem.

fränk:

--- Zitat von: Quaestor am November 03, 2016, 16:48:33 ---So wie ich es verstanden habe gibt es keine 16GB LPDDR3 Module. Das ist das Problem.

--- Ende Zitat ---

Die wird aber doch wohl Apple gebaut bekommen.

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