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13 Milliarden Steuernachzahlung

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Jochen:

--- Zitat von: fränk am September 01, 2016, 10:09:00 ---
--- Zitat von: Jochen am September 01, 2016, 09:45:01 ---Wovon müssen 12,5 % / 2,5% bezahlt werden?
Muss mal recherchieren.

--- Ende Zitat ---

Von den Einkünften abzgl. den Aufwendungen, also im Prinzip von dem, was wir als Gewinn kennen.

--- Ende Zitat ---

OK.
a) Wenn normalerweise 12,5 % gilt und Apple nur 2,5 % zahlen muss, dann haben ja zwei „Partner" eine „schriftliche“ Vereinbarung getroffen.
b) Ich dachte Apple zahlt weniger wegen irgend welcher Verlagerungenskonstrukte von Gewinnen?

Jochen

fränk:

--- Zitat von: Jochen am September 01, 2016, 10:13:14 ---a) Wenn normalerweise 12,5 % gilt und Apple nur 2,5 % zahlen muss, dann haben ja zwei „Partner" eine „schriftliche“ Vereinbarung getroffen.

--- Ende Zitat ---
Vereinbarungen werden ja nicht gesetzteskonform, weil die Partner sie in Schriftform verfassen.



--- Zitat von: Jochen am September 01, 2016, 10:13:14 ---b) Ich dachte Apple zahlt weniger wegen irgend welcher Verlagerungenskonstrukte von Gewinnen?

--- Ende Zitat ---
Das macht Apple ja auch.
Sie erwirtschaften ihre Gewinne in Irland anstatt in Kalifornien. Das ist doch das, was Du als „ Verlagerungenskonstrukt“ bezeichnest. Oder?

FOX:
Ich habe da jetzt auch einige Artikel gelesen - scheinbar (kann ich selbst natürlich nicht bestätigen/beweisen) haben sie für 1 Mio € Gewinn nur 55 € Steuern bezahlt.

Ich sehen das so:
- Der Deal wurde nach Recht und Gesetz mit Irland abgeschlossen.
- Was Irland mit der EU vertraglich geregelt hat, kann Apple egal sein. (ist es jetzt im Nachhinein wohl nicht)

Meine Meinung:
Es ist eine Unverschämtheit, dass sich diese Konzerne alle aus der sozialen Verantwortung stehlen. In diesem Fall natürlich die Schuld eines Landes, das solche Dinge anbieten. Es würde halt auch jeder ausnutzen. Würde ich meine GMBH-Gewinne auch mit 0,005 % versteuern können, würde ich tatsächlich in Verlegenheit kommen. Andererseits würden wir alle wohl nur 15% abgeben, würde es solche Schlupflöcher nicht geben.

fränk:

--- Zitat von: FOX am September 01, 2016, 12:20:14 ---Andererseits würden wir alle wohl nur 15% abgeben, würde es solche Schlupflöcher nicht geben.

--- Ende Zitat ---

Wenn wir alle nur 15% abgeben müssten, gäbe es die gleiche Anzahl von Menschen, die versuchen würden sich davor zu drücken. Mit genau den gleichen Argumenten, wie sie jetzt 35% oder 45% nicht zahlen.
Sie wähnen sich moralisch im Recht, weil sie glauben, wer Arbeitsplätze schafft und hohe Steuern zahlen muss, wird vom Staat gezwungen, sich so zu verhalten....

Terrania:
Moment mal: wenn mir der Fiskus sagt, Hey, du musst nur 50 Euro auf 1 Mio (oder wasimmer) zahlen, komm bitte in mein Land, würde ich da sagen Nö, ich möchte bitte mehr zahlen???? Leute: Irland ist ein souveränes Land, auch wenn es in der EU ist. Sie haben wenigstens im Gegensatz zu Griechenland die Kurve gekriegt, das weiter (under vermutlich für immer) am Tropf hängt.
 
Wenn die keine Unternehmenssteuern erheben wollen (und um genau die geht es), weil sie 6000 Arbeitsplätze haben möchten (wo auch Steuern anfallen im Übrigen), dann ist das für mich in Ordnung. Das ist Wettbewerb. Sonst wären die Herrschaften woanders hingegangen. Die EU geht das Ganze in dieser Form eigentlich einen feuchten Sch... an, solange Irland seinen anderen Verpflichtungen innerhalb der EU nachkommt.

Ob das ganze "Fair" ist (für wen eigentlich, Irland will die Kohle nicht mal???) ist mal eine ganz andere Hausnummer. Ich würde für meine GmbH auch lieber weniger Steuern zahlen, leider kann ich mit Irland als neuem Land weniger anfangen ... Wovor ich mich aber nicht drücken kann (und das kann auch Apple nicht) ist ganz normale Steuern für meine Mitarbeiter zu bezahlen. Die muss ich (das Unternehmen) nämlich auch erst mal erwirtschaften, und das vergisst die Politologen-Bande immer gerne. Wenn ich nämlich das nicht erwirtschaften kann (mit meinen Mitarbeitern natürlich), dann kann ich mir nur weniger Mitarbeiter leisten. Ergo: weniger Steuern für den Staat.

Aber egal. Im Grunde ist das alles ein Sturm im Wasserglas. Das wird ausgehen wie das Hornberger Schiessen, zumal Irland die Kohle gar nicht zurück (?) will. Und nach dem Brexit hat bereits London sich angeboten, und die Türken wohl auch. Also alles kein Problem für irgendwen. Es gibt Weißgott andere Probleme in dieser EU.

Steuern sind per se eine Last. Sowohl fürs Unternehmen als auch für den Mitarbeiter. Keiner zahlt sie mit Freude, und jede Möglichkeit hier zu sparen wird selbstverständlich am Schopfe gepackt. Ich hab nichts zu verschenken an den Staat, der nachweislich nicht das tut, was er sollte.

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