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USA: Wahlkampf und -Krampf
fränk:
Und wenn Trump die Wahl gewinnt, halte ich auch für denkbar, dass er ein drittes mal antritt.
Florian:
Die Bundesgerichte dort werden von den jew. Mehrheiten aufgestellt. Den Supreme Court hat v.a. Trump in den letzten Jahren und zuletzt eigentlich wahlkampfschädigend vor der Wahl stramm auf republikanisch gebürstet.
Warum wahlkampfschädigend? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, mit dem Versprechen einer solide konservativen Richtermehrheit in die Wahl zu ziehen als diese vorher herzustellen und dann Dankbarkeit zu erwarten?
Lieber machte er es vorher. Weil erstens war er unsicher, ob nach der Wahl die Mehrheiten noch so sind - ein Zeichen von Schwäche.
Zweitens/oder auch kann er so fast sicher sein, dass sie eine Entscheidung zu den Wahlen wenigstens annehmen.
Ich hoffe, die Richter lassen ihn auflaufen.
In der Tat, wenn einer eine Wahl gestohlen hatte, dann war es GWB.
Aber die Wahlgesetze sind halt nicht wirklich fest verankert, da kann man es immer mal versuchen. Es wurde ja auch viel versucht, immer schon, Leute vom Wählen abzuhalten. Da fuhren dann schon mal keine Busse oder das Wahllokal für die schwarz geprägten Bezirke war irgendwo in der Pampa oder die Briefwahlunterlagen kamen zu spät oder der Ausweis wird nicht anerkannt. Etc.pp.
Das sind dann eigentlich schon klare Straftaten. Aber wo kein Richter, da kein Henker.
Zurück zur Wahl:
Warum stehen die Zahlen oft stundenlang und dann plötzlich kommt ein Sprung? Werden die Briefwahlzettel en gros angeliefert?
So jedenfalls dauert alles ewig.
Florian:
Angeblich kann er den Supreme Court nicht direkt anrufen.
Ob er das weiß?
Auf jeden Fall ein dreister Fall von Hetze, der wiederum das politische System beschädigt. Wer vor den Wahlergebnissen sich als Sieger ausruft und auch noch von Wahlbetrug der Gegenseite schwafelt, aber null Beweise vorlegt, zeigt die Züge wie sie Diktatoren sonst ausstellen.
Das die Gegenseite nur sauber spielt, glaube ich nicht. Aber Trump ist schon ein Sonderfall, er hat einfach einen Kontrollmangel. Deshalb fängt er bei fast jeder Rede auch zum Schwafeln an.
Ob seine Proud Boys ihm das Amt herbeikämpfen werden? Das war ja wohl sein Notfallplan, mit dem er jedenfalls kokettierte.
Eigentlich unglaublich, fast wird er einem fehlen.
Letztlich scheinen zwanzigtausend Stimmen hier, achttausend Stimmen da, die Wahl zu entscheiden. In einem Land mit so vielen Einwohnern.
Florian:
Nachdem, was ich gelesen habe, sind die Briefwahlzettel aus den Städten derart überraschend zahlreich, dass man jetzt lieber ganz auszählt und dreifach prüft, anstatt ständig Zwischenmeldungen zu veröffentlichen.
Der Trend bestätigt sich aber. Nach Wisconsin und Michigan drehen sich nun scheinbar auch Pennsylvania und sogar Georgia und North Carolina sind heiße Kandidaten. Die braucht Biden zwar nicht mehr, aber je mehr, je besser. Nevada hat er eh im Sack, weil nur noch Stadtstimmen gezählt werden.
Gewinnt er all diese Staaten, verlieren die ultraknappen Ausgänge an den großen Seen an Bedeutung und Biden wäre kaum noch angreifbar.
Es sei denn, man schafft es, die Briefwahlauszählung zu stoppen oder als illegal zu erklären. Was ich mir nicht vorstellen kann, auch wenn sie es überall zu versuchen scheinen. Lustig: In Arizona, wo Bidens Vorsprung schmilzt, demonstrieren Trump-Anhänger für das Zählen der Stimmen. Anderswo dagegen.
Der Gedanke, dass jede Stimme gleich viel wert ist, ist scheinbar nicht jedem Teilnehmer vermittelbar.
Florian:
Biden ist ganz klar durch, nach Arizona, Nevada, Michigan und Wyoming hat er Trump auch in Georgia schon hinter sich gelassen, Pennsylvania wird ziemlich sicher auch an Blau fallen (knapp und Trend zu Biden) und selbst North Carolina könnte noch dazu kommen.
Das wären dann 306 Stimmen.
Die Wahl ist damit aber leider nicht unbedingt entschieden.
So könnte Trumps Plan aussehen:
https://www.sueddeutsche.de/politik/meinung-am-mittag-us-wahl-trumps-tollhaus-1.5107029
Voraussetzung dazu natürlich, dass die Republikaner ernsthaft einem Verlierer das weiße Haus sichern wollen würden. Was ja einem Putsch gleichkäme. Juristerei hin oder her.
In dem Artikel steht auch, dass den Bundesstaaten erlaubt ist, die Wahlmänner nach Gutdünken zu bestimmen. Mancherorts herrschen Republikaner. Das ist eigentlich auch schon ein Unding, dass man hier manipulieren kann.
Diese Partei würde übrigens sowieso weiter mitregieren, da sie ihre Mehrheit im Senat verteidigen konnten.
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