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MacFlieger:

--- Zitat von: radneuerfinder am November 12, 2018, 13:13:32 ---Wie geht das mut der History und stimmt das?

--- Ende Zitat ---

Naja, denen geht es darum, dass normalerweise als DNS-Server derjenige Deines Providers eingestellt ist. Somit kann der Provider sehen, welche Domains Dein Computer abfragt. Das müssen nicht unbedingt die Domains von Webseiten sein, sondern es werden ja auch die Domains von eingebetteten Skripten und Bildern abgerufen. Teilweise rufen Browser auch Domains ab, auf die eine Seite verlinkt (DNS-Prefetch), damit es nach einem Klick auf den Link schneller geht.

D.h. der Betreiber des DNS-Servers kann prinzipiell natürlich speichern, welche Domains Du abfragst. Ob sie das wirklich tun oder nicht, kann man nicht wissen. Du kannst selber einfach einen anderen DNS-Server eintragen bzw. dieses Tool trägt automatisch den DNS-Server von Cloudflare für Dich ein. Du musst dann eben dem Betreiber dieses DNS-Servers vertrauen, denn jetzt ist der in der Lage, Deine Abfragen zu speichern.

Durchaus sinnvoll kann es sein, einen anderen DNS-Server einzutragen, da andere evtl. deutlich schneller antworten oder keine Zensur betreiben.

radneuerfinder:
Dass Adressen die ich "live" ansurfe mitgeschnitten werden können ist mir klar, aber wie geht das mit dem Browser Verlauf, also mit Seiten, die ich in der Vergangenheit besucht habe?

MacFlieger:
Direkt gar nicht. Die können nicht auf Deinen Rechner zugreifen.
Ich denke, Du missverstehst die Formulierung.
Wenn der Provider protokolliert, welche Domains Du abfragst, dann hat er damit eine History der besuchten Domains.

Florian:
Und verkaufen dürfen sie hierzulande diese Daten auch nicht, soviel ich weiß.
Das ist in den USA mittlerweile anders.

MacFlieger:
Hier ist ein etwas ausführlicherer Artikel dazu:
Smartphone-Sicherheit: Cloudflare beschleunigt und verschlüsselt DNS-Verkehr

Das Programm ändert nicht nur den DNS-Server, sondern benutzt auch verschlüsselte DNS-Abfragen. D.h. der eigene Provider (und andere) können nicht sehen, welche Domains man abfragt. Das ist prinzipiell gut.
Bezgl. der Protokollierbarkeit der Domainabfragen verschiebt man nur, wem man vertrauen muss.

Großer Nachteil aber:
Bei Einsatz dieser App können keine VPNs mehr verwendet werden.
D.h., sitzt man in einem offenen WLAN und setzt daher ein VPN ein (bei dem auch die DNS-Abfargen dann verschlüsselt durch das VPN laufen), werden bei Einsatz dieser Apps nur noch die DNS-Abfragen verschlüsselt übertragen und die eigentlichen Verbindungen nicht mehr. Ein ganz gravierender Nachteil.

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