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Offener Brief: Apple ignoriert seine kreativen Nutzer
Quaestor:
Dazu muss ich mich zum Glück nicht zählen
Florian:
--- Zitat von: warlord am Mai 09, 2015, 08:00:07 ---Klar, kritisieren soll und darf man es immer mal wieder. Aber eine neue Erkenntnis ist in der Tat nicht, dass Technologien (nicht einzelne Geräte) bei Apple häufig eine sehr kurze Lebensdauer haben und man (gerade als Unternehmen) jederzeit mit überraschend notwendig werdenden und kostspieligen Aufwänden und Neuanschaffungen rechnen muss. Das war spätestens seit Wieder-Übernahme durch Jobs so.
--- Ende Zitat ---
Soweit akzeptiert, habe ich ja auch ungefähr so geschrieben.
(Früher hatten Macs aber i.d.R. eine längere Laufzeit als Windows-Rechner, so ändern sich die Zeiten.)
--- Zitat ---In einem anderen Punkt ist Apple aber in meinen Augen der falsche Adressat für Kritik. Allzu häufig sollten sich die Kritisierenden besser selbst kritisieren. Dass der iOS-Boom dazu führen wird, dass die Software eben immer iOS-mässiger, also oberflächlicher und simpler wird, und nur noch das bietet, was der Durchschnitt, was die grosse Masse benötigt, kann keine Überraschung sein. Apple handelt hier absolut logisch, wenn sie das tun, was der Markt verlangt. Unlogisch handeln einzig diejenigen Apple-Käufer, die einen einzigen (womöglich schon in die Jahre gekommenen) Mac und zig iOS Gerätchen bei sich rumstehen und -liegen haben und sich dann über einen Trend beklagen, den sie selbst mittragen und befeuern.
--- Ende Zitat ---
Wer heute ein iPhone kauft, der entscheidet sich u.a. auch gegen das Windows-Phone und müht sich wahrscheinlich sogar mit dem grausigen Windows-iTunes herum. Apple selbst hat immer betont, dass es nichts davon hält, dasselbe System für alle Geräte zu nutzen.
Es geht hier auch nicht um iOS-isierung oder Verflachung, sondern um handfeste Bugs. Sicher kauft niemand iPhones oder Macs, weil die Systeme so schöne Bugs haben.
Zum anderen ist doch klar, dass Macs nicht so schnell ersetzt werden wie iPhones. Das weiß auch Apple. Trotzdem verkaufen sich auch die Macs im schwierigsten PC-Umfeld geradezu prächtig und haben vom Umsatz her das iPad im letzten Quartal überholt.
Das Apple Entwickler von OS X zu iOS transferiert hat, scheint wahrscheinlich. Sind es aber insgesamt weniger? Werden ja wohl dauernd Leute eingestellt. Insofern ist schwierig zu beweisen, dass OS X wirklich wegen einem solchen Managment leidet.
Auch ist es schon sehr gewagt den Kunden den Schwarzen Peter zuzuschieben, sollte hier tatsächlich dieser Zusammenhang bestehen. Denn ein etwaiges solches Managment wäre ja nicht deren Wunsch sondern bedient die Shareholder.
warlord:
--- Zitat von: Florian am Mai 10, 2015, 15:24:48 ---Denn ein etwaiges solches Managment wäre ja nicht deren Wunsch sondern bedient die Shareholder.
--- Ende Zitat ---
Unternehmen produzieren ihre Waren ja nicht für die Shareholder (soweit sie nicht auch Kunden sind), sondern für ihre Kunden. Und natürlich wird jedes Unternehmen (auch im Interesse der Shareholder) den Fokus auf jene Produkte legen, die (bei den Kunden) reissenden Absatz finden. Und (wohl weitgehend zu Recht) folgern, dass die Eigenschaften der gut laufenden Produkte von den Kunden gewünscht werden. Und folglich auch weniger gut laufende Produkte mit diesen Eigenschaften versehen wollen.
Shareholder wollen möglichst hohen Profit. Sie haben aber keinerlei Einfluss darauf, welche Produkte diesen Profit liefern und welche nicht (allerhöchstens darauf, welche Produkte entwickelt werden und welche nicht). Das bestimmen letztlich die Kunden, bzw. das etwas diffuse Konglomerat aus Kunden, PR-Bemühungen, veröffentlichter Meinung und öffentlicher Meinung.
Florian:
Ich habe Dich schon verstanden. „Der Kunde ist schuld, wenn er das Falsche kauft. “
Wie gesagt: Wenn Bugs in OS X sich ansammeln würden wegen Priorisierung von iOS, wäre das ja nicht Wunsch und des Kunden und auch keineswegs zwanghafte Folge seines Kaufs!
Apple wird ja vom Kunden weder dazu verpflichtet, einen hohen Update-Takt zu fahren, noch gehindert mehr Leute einzustellen.
Das sind/wären alles Entscheidungen der Unternehmensführung im Interesse der Profitmaximierung.
warlord:
Ich meine nicht in erster Linie Bugs, die quasi als Kollateralschaden wegen einer iOS-Priorisierung stehen bleiben. Ich meine "Features". Dass Apple glaubt, der Kunde wünsche keine komplexere Software mehr. Dass jedes gewünschte Endresultat in zwei einfachen Klicks erreichbar sein muss. Und man jene Kunden gar nicht mehr bedienen möchte, die ein Endresultat wünschen, das mehr als zwei Klicks erfordert.
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