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Ist Aperture tot??
radneuerfinder:
Hier gehts weiter mit der SoftwareApp "Fotos":
http://www.apfelinsel.de/forum/index.php/topic,6816.0.html
fränk:
So, ich bin von dem toten Gaul Aperture abgestiegen.
Der Umzug von Aperture zu Lightroom 6 war zwar mit etwas Arbeit verbunden, funktionierte dann aber doch einfacher, als ich dachte.
Seit Lightroom 5.7 war eine Funktion zum Import der Aperture-Library eingebaut. Die funktionierte bei mir aber nicht. Ich konnte den Import gar nicht erst anstossen.
Nachdem ich mir also das Update auf Lightroom 5 gekauft hatte, habe ich für das Update auf Lightroom 6 noch mal bezahlt.
Aber auch diesmal funktionierte der Import der Aperture-Library nicht auf Anhieb.
Die komplette Datenmenge war zwar in Lightroom angekommen, allerdings hatte ich nur Zugriff auf kleine Vorschaubildchen und nicht auf die Originaldateien und ihre bearbeiteten Versionen.
Also alles noch mal gelöscht und vorne begonnen. Und diesmal klappte es dann endlich.
Die gesamte Aperture-Library wird fein in Ordnern, nach Tages-Aufnahme-Datum, abgelegt und zusätzlich noch in einem Ordner „Von Aperture“ und dort auch nach Projekten und Ereignissen sortiert.
Im Gegensatz zu Aperture, liegen die Bilder in Lightroom aber genau so in Lightroom selber, wie auch im Finder. Und man kann die Bilder in Lightroom einfach innerhalb der Ordnerstruktur verschieben.
Also waren nur noch die Ordner für die Ereignisse und Projekte neu, auf der obersten Ebene von Lightroom zu erstellen und die Bilder mussten einfach nur noch dort hin geschoben werden. Bei ca. 20.000 Bildern dauert das ein paar Stunden, aber danach sieht die Ordnung in Lightroom so aus, wie zuvor in Aperture.
Das Programm selber kann mehr als Aperture.
Vor allem gefällt mir die integrierte Entrauschung und die Objektivkorrekturen.
Lightroom 6 ist ungefähr genau so schnell oder langsam wie Aperture. Das ist kein Ruhmesstück für Adobe, Aperture 3 ist immerhin auch schon fünf Jahre alt.
Adobe bewirbt zwar einen Speedzuwachs von Lightroom 6 zu Lightroom 5, Heise hat nachgemessen und eher das Gegenteil herausgefunden.
Ich habe Lightroom 6 gekauft und nicht Adobes Abomodell gewählt.
Das hat jetzt den Nachteil, dass ich nicht mehr Bilder und Alben einfach mal so mit anderen teilen kann. Mit Aperture habe ich die Bilder in die Cloud geschoben und dann andere dazu eingeladen. Die konnten sich dann mit „iPhoto“, „Aperture“ oder jetzt „Fotos“ die Bilder einfach auf ihrem Rechner anschauen oder ich habe mit einem Klick eine Webseite mit den Bildern für die nicht-Apple-Nutzer erstellt.
Aus Lightroom heraus geht das nur noch mit dem Cloud-Modell und das kostet knapp 10,-€/Monat. Würde ich mehr als nur Lightroom nutzen, Photoshop z.B., wäre das Angebot wahrscheinlich nicht teurer, als jedes Lightroom-Update mitzumachen, ich kann diese Abomodelle aber so gar nicht leiden.
Für die Bilder, die ich anderen zeigen will, werde ich sie wohl aus Lightroom exportieren und mit „Fotos“ online stellen.
Florian:
Ein ehemaliger Apple-Fotosoftware-Entwickler hat eine eigene Firma gegründet und mit Raw Power ein Programm entwickelt, das sehr an Aperture erinnert. Ganz mit Lightroom und co. kann es laut c't noch nicht mithalten, aber wer Aperture liebte, kann das wohl verschmerzen, zumal für 16,99 € (*) im Appstore. Als eigenes Programm oder als Fotos-Plugin verwendbar.
http://gentlemencoders.com
(*): Als Europäer darf man wieder mal extra zahlen, weil der Euro kurz mal schwächelte war das für Apple Grund genug, den Umwechselkurs zu ändern. Heute steht der Euro um die 1,12 $, wird die Änderung wohl jemals wieder zurückgenommen?
fränk:
Nee, irgendwann ist`s auch mal gut, mit dem Switchen. Ich bin jetzt bei Lightroom angekommen und falls das Programm eines Tages mal nicht mehr kann oder ich es mieten muss, dann beende ich die Nummer mit der digitalen Knipserei.
Och trauere den Jahren mit Aperture wirklich nach. Alles war an seinem Ort, das Programm wurde frisch gehalten, ich konnte mit umgehen, Sammlung und Bearbeitung lagen fest bei einander. Das habe ich jetzt mit Lightroom hinbekommen (die Bearbeitung liegt klar vor Aperture, der Katalog klar dahinter), meine Sicherungen funktionieren hoffentlich, wenn ich sie brauche, aber Spaß habe ich mit Lightroom nicht. Bei jedem großen Update kann ich nur hoffen, dass ich das Zeugs noch kaufen kann und es möglich sein wird das Programm nach dem Bezahlen auch wirklich registrieren und nutzen zu können.
Ich knipse inzwischen wieder analog. Ich lasse mir kleine Abzüge machen und Scans auf CD. Wenn es mal ein besonders gelungenes Bild gibt, scanne ich es selber noch mal, in höherer Auflösung.
Die digitale Fotografie überfordert nicht nur mich immer mehr. In meinem Bekanntenkreis wird nur noch Hardware gekauft, je teuere, um so besser, möglichst viele Knöppe und Daddelhebel und am Ende werden sie drahtlos auf`s Telefon geschoben und landen, leicht automatisch bearbeitet (damit auch alle aussehen wie auf Flickr) in Clouds und Socialmedias. Die Bilder werden nie wieder angesehen.
radneuerfinder:
--- Zitat von: Gerhard am April 14, 2014, 11:20:58 ---Ist Aperture tot??
--- Ende Zitat ---
Aperture soll auch unter High Sierra laufen.
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