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TV-Junkies?!?

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Patrick:
Jetzt muß ich mich mal outen: ich bin der totale TV-Junkie. Bei mir könnte die Glotze den ganzen Tag laufen. Zum einen liebe ich Kinderprogramme, da gibt's zwar auch viel Schrott, ich guck's aber trotzdem an (Spongebob zB), wenn ich kann.
Zum anderen haben mir es momentan einige neuere amerikanische Serien angetan, allen voran Lost (lief bis vor kurzem auf Pro7). Da ich aber nicht bis Herbst 2006 auf die 2. Staffel warten wollte, habe ich mir über Bekannte in den Staaten die 1. und 2. Staffel (soweit schon gelaufen) besorgt.
Die Serie fasziniert mich auch insofern, weil es einen durchgängigen Handlungsbogen gibt und es oftmals in frühen Folgen Infos gibt, die teilweise nur im Hintergrund gezeigt werden, aber erst viele Folgen später (teilweise sogar erst in der 2. Staffel) richtig erklärt werden. Keine in sich geschlossene Handlung pro Folge, sondern eine in diesem Fall irrsinnige Verwebung von Informationshappen über weite Teile der Serie.
So etwas habe ich bisher nur bei Babylon 5 erlebt, wobei hier der Rahmen ja auf 5 Staffeln festgelegt war (daß ich B5 auch deswegen so klasse fand, weil zumindest am Anfang die ganzen Animationen mit dem Amiga gemacht wurden, ist eine andere Sache).

Ansonsten fand ich noch recht interessant 4400 (lief bisher nur auf Premiere): ein riesiges Objekt nähert sich der Erde und gibt 4400 Menschen frei, die über die letzten 50-60 Jahre verschwunden sind, sprich, von Außerirdischen entführt wurden. Jeder dieser 4400 hat eine bestimmte Gabe bekommen, teilweise offensihtlich, teilweise recht verborgen. Nach einer langen Quarantäne haben sich die 4400 wieder über ganz Nordamerika verteilt, wobei das Gerücht, daß diese Menschen anders sind, recht schnell die Runde macht. So leben viele "versteckt" und doch fallen sie dann wieder auf, weil sie mit ihrer "Gabe" Dinge tun, die keiner so recht verstehen kann.

Mittlerweile habe ich mich auch an Battlestar Galactica (hallo Terrania!) gewöhnt. Die Namen sind oftmals die gleichen wie in der originalen Serie, nur Schauspieler (klar) aber auch teilweise Geschlecht (aua!) haben gewechselt. Außerdem sind die Zylonen mittlerweile von normalen Menschen nicht zu unterscheiden (was das SFX-Budget natürlich viel erträglicher macht). Einige nette Ideen, aber nicht wirklich der Reisser.

Ansonsten schaue ich noch sehr gerne CSI an, wobei mir das Original mit William Peterson als Gil Grissom immernoch am besten gefällt.

Die ultimative Quelle für alle Leidensgenossen: www.tv.com

fränk:
Ich schau auch viel fern. Zu viel.

Allerdings schaue ich nix auf werbefinanzierten Privatkanälen.
Obwohl, eigentlich schon: Premiere. Die hauen ja nun auch reichlich Werbung raus. Zwar noch nicht in den Filmen und Sportübertragungen, aber rund herum.

Meine Hauptsender sind eigentlich die ARD und das ZDF. Vor allem die Dritten Programme der ARD.
Was mir allerdings Sorge bereitet ist die fortschreitende Angleichung des Niveaus der Öffentlich-Rechtlichen an das Privatfernsehen. In vielen Bereichen ist es bereits vollzogen.

Ideal fände ich einen Öffentlich-Rechtlichen Sender für umsonst. Keine Werbung, Nachrichten, keine Shows, viele Beiträge von Auslandsbüros.
Das Alles staatlich finanziert und von mir kontrolliert.
Oder von mir aus durch die Politik kontrolliert.

Über den Tag verteilt, werde ich auch viel von Radio und Fernsehen "berieselt".
Dabei bin ich immer mehr genervt. Ich schalte immer öfter ab.
Es scheint in beiden Bereichen so zu sein, daß ich, mit meinen Bedürfnissen in keins der Raster passe, was findige Unternehmensberater für die Sender erstellt haben.
Was auffällt: Es fällt kaum einem auf, welchen Mist sie sich den lieben langen Tag reintun.

Im Haushalt meiner Schwester und meines Schwagers hängen überall Zettel, auf denen steht, wie sich jeder am Telefon zu melden hat, damit die Chancen für Gewinnspiele von hirnlosen Radiosendern steigen.
Mein Schwager hat auf diese Art vier WM-Tickets gewonnen.
Und vor vier Wochen ist es dann geschehen. Morgens um 6:30 Uhr bimmelt das Telefon. Mein 11jähriger Neffe ging ran, meldete sich mit seinem Namen.... und aus war`s. 10.000,--€ wech!
Warum war's geschehen?
Die Sender rufen zu den unmöglichsten Uhrzeiten an. Die Gespräche werden aber zur Primetime gesendet. Der "normal bekloppte Privatradiohörer" wird also ein Telefon, was nicht zur Primetime bimmelt, nicht mit einer Chance auf 10.000,--€ in Verbindung bringen.

Ich kenne einige Haushalte, in denen dreht sich alles um die Welt des Privatfernsehens und des Privatradios.
Die Menschen haben Autogrammkarten von den Radio Moderatoren in ihren Küchen hängen und denken Sarah Conner könne singen und hat ihren Mann aus Liebe geheiratet.

Mir macht das Sorge.

Alles Idioten. Außer mir. Und Mama!
 ;D

warlord:
Na, dann oute ich mich mal als Gegenteil. Obwohl (oder gerade weil) ich als Kind ein extremer TV-Gucker war, ist in keiner meiner eigenen Wohnungen jemals ein TV-Gerät gestanden. Und auch heute ist meine Wohnung immer noch TV-frei.

Hatte aber gerade kürzlich wegen einem auswärts stattfindenden Weiterbildungskurs mal wieder ein paar Hotelübernachtungen. In dem Zimmer stand natürlich auch so ne Kiste. Und natürlich lief sie dann auch ständig.  ::)  Das hat mich in meiner TV-Abstinenz aber eigentlich nur bekräftigt. Denn mir wurde bewusst, wenn ich so ne Kiste hätte, würde sie eben auch bei mir zu oft laufen. Und vor allem, letztlich ist es halt doch grösstenteils ein Ober-Mega-Müll, womit man da ständig berieselt wird. (Und doch würde man es sich faulheitshalber immer wieder antun, wenn man eine Kiste hätte...)

Locusta:
Also ferngesehen, das habe ich auch schon mal...

Ich habe letztes Wochenende TV gesehen. Das war irgendein Acionfilm mitten in der Nacht. Ein TV braucht ich nicht wirklich. Unter der Woche sehe ich so gut wie nie fern. Meisstens sitze ich vor dem Mac und mache irgendwas. Nicht immer produktiv, aber bei weitem besser als TV zu sehen. Naja, dazu kommt halt das Lernen, was ich täglich mache...



Patrick: Wenn dir diese sehr komplexen Serien gefallen, solltest du mal gZsZ sehen.Dort sei die Story so stark verwebt, dass man teilweise die ersten 1000 Folgen sehen müsse, um die Geschichte zu verstehen, er mit wem wann wie im Bett war. Wenn du eine Folge verpasst, dann müsstest du dir die Folge aufnehmen oder von jemandem erzählen lassen, damit du durch die weitere Story durchsteigst.

Meine Meinung: Wenn die Ersteller so einer Serie, egal ob nun Lost oder gZsZ, die Serie so aufbauen, dass man alle sehen muss, um die Story zu verstehen, finde ich dass so eine Serie keine gute Serie ist. Denn wenn ich mal TV sehe möchte ich auch gerne die Serie verstehen und nicht einfach in irgendwelche fertigen 45 min Folge reinsehen, wo ich eigentlich noch die anderen 234 Folge vorher gesehen haben muss um den Kram zu verstehen. Am Anfang habe ich mal Desperat Housewives gesehen. Zwar nicht regelmäßig aber alle 3-4 Wochen eine Folge. Dort fand ich es schon schlimm, dass die Folgen so stark miteinander zusammenhängen, dass man den Kram eigentlich jedes mal sehen muss um die Geschichte zu verstehen.

Da gefällt mit N24 oder Arte oder 3Sat, NTV o.ä. besser, da dort die Dokus wenigstens nicht aufeinander aufbauen, sondern eine abgeschlossene Doku ist. Ausserdem lernt man dort auch noch was und nicht, dass Anna mit Michael geschlafen hat, obwohl Lisa die Freundin von Michael ist, aber Lisa mit Tim fremdgegangen ist und Michael für Tim arbeitet und der das erst in 5 Folgen mitbekommt, was dort passiert ist...

Abrafax:
Ich bin jeden Tag aufs Neue von der Technologie begeistert die einem das Fernsehen in der heutigen Zeit bietet. Es ist wunderbar auf so einfache Weise so vielfältig unterhalten und informiert zu werden.
Ob es nun eine Dokumentation über bestimmte Tiere ist, die man ohne TV nie sehen könnte, weil sie in ganz anderen Erdteilen ihr zu Hause haben oder ob es die zeitnahe Information zu tagepolitischen Themen ist.
Und all das auch noch in bewegten Bildern und mit Ton.
Gäbe es dieses Medium nicht, so wäre man auf die Erzählungen und das Geschriebene und Gemalte anderer angewiesen und hätte nur den Zugang zu bestimmten Ereignissen und Themen aus dritter Hand.
Heute dagegen kann man auf relativ bequeme Weise sich rund um die Uhr informieren und auch unterhalten lassen.
Ich finde es wunderbar wenn man zum Beispiel direkt, heute heißt es life, an einem Ereigniss als Zuschauer teilnehmen kann, welches hunderte oder gar tausende Kilometer von seinem Wohnort stattfindet. Ob das nun eine interessante Sportveranstaltung ist oder aber ein Konzert eines berühmten Sinfonieorchesters - die Bandbreite der Unterhaltung ist durch das Medium TV für die meisten Menschen erst erfahrbar und vor allem bezahlbar geworden.
Rechnet man zum Beispiel die Rundfunkgebühren auf gegen die Summe die man ausgegeben müßte um die Eintrittskarten für Sportveranstaltungen , Unterhaltungsveranstaltungen oder gar die Kosten die man für den Eintritt in eine Museum, Galerie ect. bezahlen müßte, merkt man wie preiswert das Leben mit Hilfe des Fernsehens geworden ist.
Das Fernsehen hat es geschafft das die Welt etwas näher herangerückt ist.
Es ist eine , wie ich finde, sehr wichtige und gelungene technische Errungenschaft.

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