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Markencheck Apple

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fränk:

--- Zitat von: Florian am Februar 07, 2013, 21:27:50 ---Weiß ja nicht, was für Seiten Du so liest. :)

--- Ende Zitat ---
Ich könnte jetzt bei uns eine Suche anleiern, ich würde was finden.

Es läuft doch immer gleich ab. Der geneigte Apple-Versteher besteht darauf, dass die einzelnen Komponenten für ein z.B. iPhone hochpreisig sind, weil sie ja von hoher Qualität sind. Dann blogt jemand, allein das Touchscreen ist nicht unter 140,-$ zu bekommen und so geht es weiter, bis das Netz beschließt, was denn nun ein iPhone so an Materialkosten verschlingt.

Monate später tauchen dann die ersten verlässlichen Zahlen für die Preise der Bauteile auf, das wird eine Weile abgestritten und wenn es dann im ARD-Fernsehen zur Sprache kommt, greift das letzte Killerargument: Die Entwicklungskosten.
Ein wunderbares Argument, wenn der hohe Preis eines Produktes gerechtfertigt werden soll, weil es die einzigen Kosten sind, die am Markt nicht zu überprüfen sind. Es müssen dann die Gagen der Top-Designer, -Entwickler, -Techniker sein, die gar keinen anderen Verkaufspreis rechtfertigen. Ach 'was... eigentlich wird ein iPhone schon ruinös günstig vertickt. ;)



--- Zitat von: Florian am Februar 07, 2013, 21:27:50 ---Ich denke mal, die aufgeklärten Apple-Nutzer können das schon einschätzen und wissen, dass die Marge nicht von ungefähr kommt.

--- Ende Zitat ---
Ich glaube den aufgeklärte Apple-Nutzer gibt es nicht häufiger, als den aufgeklärten „such dir was aus-Nutzer“. Er muss sich immerhin eine noch höhere Marge, als die der Konkurrenz weg argumentieren. ;)



--- Zitat von: Florian am Februar 07, 2013, 21:27:50 ---Habe zwar nicht den totalen Marktüberblick, aber wenn ich in die Läden schaue, ist es wirklich so. Ich finde auch die meisten anderen Handys, die als „gleichwertig“ bezeichnet werden, im Vergleich zum iPhone nicht so toll in der Anmutung.
Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die meisten Firmen mit 10% Marge doch zufrieden wären. Bauen sie aber mal etwas, dass anstinken könnte, kostet es mindestens so viel wie das Apple-Dings.

--- Ende Zitat ---
Einen kompletten Marktüberblick habe ich auch nicht, aber was ich so an Samsungs sehe, da ist das iPhone klar besser verarbeitet.
Für Klapprechner gilt das noch viel deutlicher.
Aber gerade bei den Telefonen, gehe ich davon aus, dass es nur sehr wenig mehr kosten würde, die Dinger auf ähnlichem Niveau zu verarbeiten, wie Apple es machen lässt.

Die Entwicklung eines klapprigen Klapprechners, mit knarzenden Scharnieren, dürfte ebenfalls kaum mehr Kosten, als die des MBPs.
Ich glaube in der Branche tümmeln sich einfach unglaublich viele Stümper.
Und genau da scheint Apple zu punkten. Die sind einfach in der Lage mehr aus ihren Leuten rauszuholen. Aber auch das verursacht nicht mehr Kosten, als sie Blödsinn entwickeln zu lassen.

Florian:
Deine Aufstellung, wie die Materialkosten geschätzt werden, kann ich nicht so recht nachvollziehen.

Natürlich gibt es auch Apple-Fans, welche die Wahrheit nicht so gerne sehen. Aber im anderen Thema sehen wir ja schon, dass es sich auch die ARD viel zu einfach machte.

Generell ist es ja wohl so, dass man nur Zahlen von Apple selbst ernst nehmen kann, wenn überhaupt. Gerne werden aber irgendwelche Analysten zitiert… und dann kommen eben solche „ein iPhone kostet nur 150 $ in der Herstellung“-Verkürzungen heraus. Das man das dann richtig stellt, ist doch korrekt.

Die Marge von Apple ist auch ohne solche Falschinformationen diskussionswürdig genug!

Florian:

--- Zitat von: fränk am Februar 06, 2013, 06:36:01 ---Hier gibt's einen netten Artikel zum Thema „Die passive Revolution im Journalismus“.

--- Ende Zitat ---

Ob man freilich wirklich gleich zu Kracauer greifen muss, um die mindere Qualität heutzutage zu verdeutlichen?
Gegen ihn sind auch viele gute Journalisten kleinere Lichter.

Terrania:
Ja, schon, aber auf der anderen Seiten ist die Praktikantin ein tolles Beispiel dafür, wie hohl diese "irgendwas mit Medien"-Generation ist. Kleine (und jetzt werde ich tatsächlich politisch inkorrekt) blonde Häschen aus gutem Hause, die leider stockhohl sind. Ich habe genug davon als Praktikanten gehabt. Da wo ich komplett austicke inzwischen ist, wenn ich was erkläre und hinter mir vernehmlich gegähnt wird (ja, natürlich Vormittags). Inzwischen schmeiß ich die Herrschaften raus.

Florian:
Off topic.

Der Print-SZ entnehme ich, dass sich tausende Leute nicht nur für iPhones, sondern auch für Billigklamotten aus Bangladesh stundenlang anstellen, bei -4°!
Nicht etwa beim Sonderschlussverkauf, den es ja nicht mehr gibt. Nein, Primark hat eine neue Filiale eröffnet.

Laut SZ bekommen die Verkäufer(innen) dort 9,50 € - brutto.
Auf dem Klamotten steht „made in Ireland“. „Wieso sollen wir 'Made in Bangladesh' draufschreiben, wenn wir es gesetzlich nicht müssen?“ fragt die Chefin.
An den Arbeitsbedingungen in der Produktion lässt der Artikel keine Zweifel, sie seien ganz schlimm.

Zitiert wird dann u.a. auch eine Studentin, die sagt, sie wisse dass der Pulli nach zweimal Waschen die Form verliert (wird dann auch bestätigt), aber es sei halt alles so schön billig.

Ich habe mehr und mehr den Eindruck es gibt bald nur noch überteuerte Sachen und totalen Billig-Rammsch.

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