ausblenden > Apple
Markencheck Apple
Terrania:
Jetzt komm doch nicht mit Argumenten, Fox. In unserer Gesellschaft ist es doch normal, dass "Umsatz" mit "Gewinn" verwechselt wird. Da darf es nicht wundern, dass der Materialpreis inzwischen die Richtschnur für ein Produkt ist - in gewissen Kreisen.
Im Grunde genommen ist das alles doch nur Brot und Spiele. Die Apple Fanbois wurden als Sektenmitglieder ge-outet. Und dann schreiben auf SPON im Forum folgerichtig auch einige: Apple = Scientology. Was soll man dazu sagen? 90% aller Menschen verhalten sich halt dumm, wenn sie einfache Schlussfolgerungen ziehen. Es spielt dabei auch keine Rolle, dass mir beispielsweise bislang niemand der Android-Fraktion sagen konnte, was für innovative Sachen denn SAMESUNG gebracht hat. Im gleichen Atemzug wird aber negiert, dass Apple jemals was innovatives gebracht hat (das übliche Problem "Innovation" und "Invention" zu verwechseln).
Oder der Selbstläufer: Apple hat doch eh alles von XEROX abgekupfert. Ich habe das zumindest in Teilen bislang auch geglaubt, bis ich einen Filmbericht von dem everything is a remix-typen Kirby Ferguson gesehen habe. (http://www.everythingisaremix.info/watch-the-series/ Teil 3 anklicken und dann ansehen, was im Mac ANDERS, bzw. weiterentwickelt wurde.) Da wird schnell klar, dass bestimmte "Inventionen" komplett nutzlos sind, wenn sie nicht "innovativ" rüberkommen. (Siehe Siemens, die eigentlich (fast) alles vergeigt haben.)
Oder die Mär, dass Microsoft mit den 150 Mio Apple gerettet hat. (Sicher hat es geholfen, aber Apple hatte zu dem Zeitpunkt noch 1,2 Mrd Dollar auf der BANK!)
Mich würde ein Filmbericht zu den "Innovationen" von SAMESUNG interessieren, vor allem auf der Softwareseite (Android!). Oder zu den Hardwareinovationen, oder oder. Selbst die Flat-TVs sind "nur" billig und versagen kläglich bei der Bedienung (wie alle anderen auch ...), dafür heissen sie "SMART-TV", was für ein Hohn.
MacFlieger:
Zu dem Vergleich "Materialkosten" zu Verkaufspreis.
Zum einen könnte man die Berechnung der Materialkosten noch weiter auf die Spitze treiben. Benutzt werden da ja die einzelnen Einkaufspreise der einzelnen Chips bzw. Materialien. Warum stoppt man da und schaut sich nicht die Einkaufspreise der einzelnen Rohstoffe auch für die Komponenten an (z.B. Sand für Silizium, Glas etc.), da scheinen ja auch noch riesige "Gewinn"spannen zu lauern.
Zum anderen (ernsthafter), schockt einen Menschen schon der Unterschied zwischen "Einkaufspreis" für Apple und Verkaufspreis, weil der Unterschied so hoch ist. Das ist ein psychologischer Effekt. Diese weiteren Faktoren wie Entwicklung, Vertrieb, Service etc. kann man selber überhaupt nicht einschätzen und lässt ihn daher unter den Tisch fallen. So kommt für einen Normalkäufer eben automatisch der Eindruck auf, dass Apple hier abzockt. Der zweite Grund, warum man das so hoch findet ist, dass man meist nicht den Überblick hat, wie groß solche Spannen auch bei anderen Produkten sind oder sein müssen. Bei nahezu allen technischen Produkten ist das ähnlich.
Nur mal ein Beispiel aus dem Modellbaubereich: In den letzten Jahren ist es üblich geworden, Artikel für den Modellbau (Elektronik, Modelle, Motoren etc.) direkt in Hongkong zu kaufen. Die deutschen Hersteller stellen bis auf ganz wenige Ausnahmen für Nischenprodukte nichts mehr selber her, sondern lassen auch nur noch in China produzieren und labeln. Es gibt natürlich auch viel Schrott dort, aber eben auch sehr gute Sachen. Früher war es so, dass man beim Kauf eines "deutschen Produktes" tatsächlich einen Mehrwert bekam, heute ist das fast nie der Fall. So kann man gut die Preise zwischen dem Hongkong-Händler (inkl. Versand aus China, Einfuhrumsatzsteuer, evtl. Zoll) gut vergleichen mit den Preisen bei deutschen Händlern. Und die Spanne ist enorm. Je nach Artikel zwischen 2fach und 10fach. Und der Hongkong-Händler hat dabei auch seinen Gewinn gemacht. Das Problem dabei ist eben, dass bei einem deutschen Händler nicht nur dieser Händler zusätzlich verdienen will/muss, sondern dass große deutsche "Hersteller" erzwingen, dass zwischen dem chinesischen Hersteller und dem deutschen Händler mind. noch 2 Zwischenhändler liegen.
Diese Globalisierung bekommen die deutschen "Hersteller" nun sehr stark zu spüren und sie kämpfen da mit harten teilweise unfairen Bandagen.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Auch bei diesen Artikeln liegen zwischen Einkaufspreis in China und Verkaufspreis in D riesige Spannen.
fränk:
Sicherlich alles richtig.
Aber der Apple-Fan rechnete sich den Herstellungspreis eines iPhones auch gerne schön.
Ich weiß nicht, ob es auch bei uns hier vorgerechet wurde, aber die Summe der Einzelpreise (also das, was die ARD am Montag auch gemacht hat) kam da schon einmal auf ca. 70% des Verkaufspreises.
Das habe ich vor Jahren schon als albern abgetan, aber ohne „Beweise“ wird so was gerne abgestritten.
Außerdem spielt das alles keine Rolle.
Es gibt auf dem Markt keinen Mobilrechner, der sich so gut anfühlt wie ein MacBokk Pro/Air.
Dieses Gefühl ist mir haargenau den Preis wert, den Apple dafür aufruft und damit ist's gut.
Mit dieser seltsamen Vorrechnerei wird niemand einen anderen vom kauf eines Apple-Produkts abhalten können und wer sich deswegen bei Samsung wohler fühlt soll halt darauf achten, dass er den Samsung-Markencheck versäumt.
Jochen:
Ein Diamant hat gewiss auch einen sehr niedrigen "Materialpreis".
Da bisschen Kohlenstoff ? ;D
Jochen
Florian:
--- Zitat von: fränk am Februar 07, 2013, 09:22:39 ---Aber der Apple-Fan rechnete sich den Herstellungspreis eines iPhones auch gerne schön.
--- Ende Zitat ---
Weiß ja nicht, was für Seiten Du so liest. :)
Ich denke mal, die aufgeklärten Apple-Nutzer können das schon einschätzen und wissen, dass die Marge nicht von ungefähr kommt.
--- Zitat von: fränk am Februar 07, 2013, 09:22:39 ---Außerdem spielt das alles keine Rolle.
Es gibt auf dem Markt keinen Mobilrechner, der sich so gut anfühlt wie ein MacBokk Pro/Air.
Dieses Gefühl ist mir haargenau den Preis wert, den Apple dafür aufruft und damit ist's gut.
--- Ende Zitat ---
Habe zwar nicht den totalen Marktüberblick, aber wenn ich in die Läden schaue, ist es wirklich so. Ich finde auch die meisten anderen Handys, die als „gleichwertig“ bezeichnet werden, im Vergleich zum iPhone nicht so toll in der Anmutung.
Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die meisten Firmen mit 10% Marge doch zufrieden wären. Bauen sie aber mal etwas, dass anstinken könnte, kostet es mindestens so viel wie das Apple-Dings.
Finde das ga nicht so gut. Was ist eigentlich aus der Konkurrenz wie Sony geworden? Sind teilweise gute Sachen, aber ohne Wow-Effekt. So muss man ja wohl fast hoffen, dass Samsung Apple Beine macht.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln