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Rentendiskussion
radneuerfinder:
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/arbeiter-sterben-frueher-als-beamte-stress-frisst-rentenjahre/27522704.html
Ergänzt am 3.11.2021:
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/diw-studie-belegt-ungleiche-risiken-je-aermer-desto-frueher-pflegebeduerftig/27763832.html
Florian:
Das ist eine erneute Bestätigung eines uralten Sachverhalts. Tatsächlich weiß man selbst aus der Archäologie, dass Höhergestellte statistisch länger lebten und sich - wie auch heute, wenn auch weit weniger extrem - auch besser ernährten. Dazu gehörten immer auch schon Beamte.
Stress ist es nicht alleine, sonst wären die Selbstständigen noch schlechter dran, meine ich. Es ist klipp und klar auch eine Einkommensfrage, aber natürlich auch eine des Berufs. Und der Gesellschaftsnische, in der man eben landet.
Hatte noch viel mehr geschrieben, aber fand kein Ende und habe es wieder gelöscht. Richtig nach unten geht die Lebenserwartung aber bei Langzeitarbeitslosigkeit oder Erwerbsminderungsrente. Das wird vom DIW leider nicht abgebildet.
In Deutschland schreibt man ungern von Schichten, aber ich denke wir alle sehen seit Jahrzehnten, wie die Gesellschaft mehr und mehr auseinander klafft. Wie heutzutage die gerade noch gehobene Mittelschicht feiert, Urlaub macht und zu große Autos kauft, ist ja offensichtlich. Man versucht den Status zu wahren, leider oft auf Pump.
Wie in England ist es noch nicht, aber wie steuern darauf zu und das mit voller Absicht. Zur Ehrenrettung muss man der damals verantwortlichen SPD zugestehen, dass sie Langzeitarbeitslosigkeit und auch die Niedriglohnmarkt ganz allmählich wieder humaner gestalten zu versuchen. Mindestlohn 12 Euro - die im Artikel erwähnte 13 wäre in Sicht.
Die Grünen waren auch dabei, aber das haben wohl alle vergessen oder nehmen es nicht krumm. Auch hier Fantasien für soziale Wohltaten, wir werden sehen.
Edit: Typos.
radneuerfinder:
https://www.relevante-oekonomik.com/2021/10/13/die-rente-die-demographie-und-der-zins/
Florian:
Es geht doch nicht nur um heute, so ein Staatsfonds hat den ganz langen Blick und muss erst mal jahrzehntelang Geld ansparen. Die Inflation ist zu hoch, der Druck zur Zinssteigerung ist schon heute übrigens wachsend.
Zum anderen wüsste ich nicht, dass gefordert würde, dieser Rentenfonds solle nur in Staatsanleihen investieren dürfen. Man sehe sich mal den Norwegischen Pensionsfonds an:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Staatlicher_Pensionsfonds_(Norwegen)
In den letzten Jahren konnte man sehr hohe Renditen erzielen, am Aktien- oder Immobilienmarkt. Oder mit schlechter eingestuften Anleihen und so weiter.
So ein Nullzins fördert eben sehr wohl manche Dinge.
Natürlich müssten dann aber auch den Versicherern die Fesseln abgenommen werden, sonst wäre das unfair. Und deren Jammern wurde ja durchaus gehört, wie man so liest.
edit: Typo.
radneuerfinder:
--- Zitat von: radneuerfinder am Mai 13, 2020, 11:18:18 ---
--- Zitat von: radneuerfinder am November 26, 2012, 10:16:58 ---Und hier das Geschenk vor der letzten Bundestagswahl von CDU und SPD:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kuerzungsverbot-bundesregierung-beschliesst-rentengarantie-a-623108.html
Die gesetzliche Rente darf qua Gesetz nominell nie sinken.
Das kommt in meinen Augen einer Kündigung der GenerationenSolidarität gleich. Rentner profitieren nur mehr von steigenden Löhnen, falls die Löhne sinken haben sie damit nix zu tun.
--- Ende Zitat ---
Immerhin hatte man damals (von mir unbemerkt) einen "Nachholfaktor" eingebaut. Dieser ist aber seit 2018 abgeschafft:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rente-corona-nachholfaktor-1.4905059
Was für ein Gemurkse!
--- Ende Zitat ---
https://www.sueddeutsche.de/meinung/renten-deutschland-erwerbstaetige-regierung-1.5455225
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