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Jack Tramiel gestorben
MacFlieger:
Ich meinte allerdings Basteleien, während die Rechner noch aktiv waren.
Sowohl bei meinem Atari 600XL als auch bei meinem Atari ST habe ich durch Löten den Hauptspeicher vergrößert.
Beim XL dann diverse eigene Peripherie gebastelt und an die Joystick-Anschlüße (=Userport beim C64) angeschlossen.
Beim Atari ST dann noch zusätzlich die Geschwindigkeit der seriellen Schnittstelle verdoppelt, die Auflösung der Grafikkarte vergrößert (Overscan), fremde Diskettenlaufwerke angeschlossen, das ganze Gerät in ein XT-Gehäuse verfrachtet...
Man hat schon viel mehr gemacht. Wer würde denn heute an der Hauptplatine seines Macs Leiterbahnen unterbrechen und eigene Verbindungen per Kabel direkt an die Pins der ICs löten?
Florian:
Ja, klar, bin vielleicht etwas abgedriftet, ich meinte nur aus der damals entstanden Bastelei ist was dauerhaftes entstanden, Soft- und Hardware.
Heute steckt man doch höchstens mal einen PC zusammen. Im Mac-Bereich nicht mal das. Macs sind auch extrem Bastler-unfreundlich, teilweise fast schon als Wegwerfobjekt zu bezeichnen. Natürlich hat der technische Fortschritt (und oft auch der größere Geldbeutel) Basteleien fast vollständig erübrigt. Aber es ist auch was verloren gegangen. Damals stand man noch über der Technik, sie war zu verstehen und zu beeinflussen. Wem gelingt das heute noch? Dieses Gefühl, den Computer auszutricksen, mehr aus ihm heraus zu kitzeln… aber natürlich auch die Zeit und jugendliche Begeisterung und Aufnahmefähigkeit dafür. Ich sag ja: Nostalgie.
Bonobo:
Mein erster eigener Computer war auch ein »Jackintosh«, wie er damals auch genannt wurde, ein Atari MegaST 2 (unglaubliche 2 MB RAM) und eine Megafile 20 (externe Festplatte mit wahnsinnigen 20 MB Speicherplatz), dazu dieser geniale papierweiße Monitor und zum Daddeln ein Atari-Farbmonitor. Hinten hatte ich einen Adapter mit Umschalter für beide Monitore, sodass ich nur neu starten und nicht immer noch Monitorkabel wecheseln musste. Hach, diese Backupsitzungen mit dutzendweise Floppys …
Meine ersten Spiele waren »Mercenary - Flucht von Targ«, »Hex« und natürlich Tetris. Die Musik von Tetris kann ich heute noch spontan singen und pfeifen :D
Signum 2 war (sozusagen) mein erstes Layoutprogramm. Später haben mir Gemini-Shell und die Mupfel den Weg zu NeXT gewiesen, und wie die Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigte, war dies (zumindest für mich) genau richtig. Als Mac OS X erschien, war ich besser darauf vorbereitet als die Mac-Benutzer, die nie NeXTstep verwendet hatten, für mich war’s »endlich wieder zuhause« …
Aber zurück zum Atari: Nach zwei Monaten schon hatte ich ihn auf Mac umgeschaltet … zuerst mittels Software (remember »Frankie«? ;D) und später mit einer Steckkarte, das war schon sehr geil …
Thanks, Jack, see you later.
(Und danke für diesen Thread, Florian!)
radneuerfinder:
Retro im Apple Universum:
http://osxdaily.com/2011/01/07/run-classic-mac-os-on-iphone-or-ipod-touch/
MacFlieger:
--- Zitat von: radneuerfinder am April 17, 2012, 18:39:43 ---Retro im Apple Universum:
--- Ende Zitat ---
Coole Spielerei.Natürlich nur auf jailbroken Geräten. :(
Aber das bringt mich auf einen Nachteil in der Mac-Welt. Es ist sehr schwer alte Geräte in einer virtuellen Maschine zu betreiben. Für einige sehr alte System (68K-Macs) gibt es wohl Lösungen mit Ecken und Kanten, aber für PPC-Macs? Mit sogar einigermassen aktuellem System (z.b. 10.4 oder 10.5)?
Anders herum ist es simpel, auch älteste DOS-Spiele laufen zu lassen.
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