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Mastered for iTunes, oder Klangqualität in Online Musik Läden

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radneuerfinder:
Mastered for iTunes heißt, daß die Abmischung die Datenkompression gleich mit berücksichtigt, um sie an kritischen Stellen ausgleichen zu können. Bessere Erklärungen hier:
http://www.tested.com/news/how-audio-engineers-compensate-for-compression-with-apples-mastered-for-itunes-initiative/3634/
und hier:
http://arstechnica.com/apple/news/2012/02/mastered-for-itunes-how-audio-engineers-tweak-tunes-for-the-ipod-age.ars

Auf jeden Fall gibt es für diese Pressungen jetzt ein eigenes Regal:
http://www.itunes.com/masteredforitunes

MacFlieger:
Interessant.

Hast Du eine Ahnung, was diese "Optimierungen" tatsächlich machen? In den verlinkten Artikeln habe ich das entweder nicht verstanden oder überlesen.

Ähnliche Sache:
Bei CDs findet man auch oft "digitally remastered", aber da ist das neue Material oft schlechter als das alte. Z.B. einfach alles "nach oben ziehen"=Lautstärke angleichen (ich komme gerade nicht auf den Namen der Funktion), damit es "voller" klingt. Mit dem Nachteil dass die Dynamik leidet und alles nur noch ein durchgehender "Matsch" ist. Oder sogar Clipping stattfindet.

Terrania:
Es ist eigentlich bullshit, und warum, kann man hier nachlesen, sogar mit Videobeipiel.
http://productionadvice.co.uk/mastered-for-itunes-cd-comparison/

Eigentlich ist das moderne, industrielle mastering sowieso ein Zeugnis dessen, wie schlecht die Hörgewohnheiten geworden sind. Der Dynamikumfang moderner Produktionen beispielsweise erreicht nur noch eine 5 oder 6 auf einer Skala bis 20. Beispiele hier:
http://www.dr.loudness-war.info/index.php?sort=year&order=desc

Sogar die tolle neue Pink Floyd dark side of The Moon aus 2011 hat weniger Dynamik als die alte CD-Pressung aus 1990. Das ist bitter.

Florian:
Ich bin kein Dynamik-Fetischist, aber wenn fast alles in derselben Lautstärke rauskommt, nervt mich das schon ganz schön. Es geht ein Stilelement verloren und v.a. entfernt man sich immer weiter vom echten Konzert, ohne gleichmachende Verstärkung etc.
Früher wollte man quasi echte Musik einfrieren, heute ist alles zig fach bearbeitet, genormt und gepackt. Ziel: Laut genug im Autoradio und satt auf Billigkopfhörern - und überhaupt: Will Apple wirklich was für die Klangqualität machen, vielleicht mal drei Euro teurere Kopfhörer dazu geben?

MacFlieger:

--- Zitat von: Terrania am Februar 26, 2012, 10:18:14 ---Es ist eigentlich bullshit, und warum, kann man hier nachlesen, sogar mit Videobeipiel.
http://productionadvice.co.uk/mastered-for-itunes-cd-comparison/
--- Ende Zitat ---

Danke.
Den direkten Unterschied zwischen den beiden Versionen kann man dort natürlich nicht hören. Kein Wunder bei einem komprimierten Youtube-Filmchen. :)
Aber den Unterschied beim Null-Test kann man gut feststellen.
Kompletter Bullshit sagt der aber nicht. Er sagt und zeigt nur, dass die Aussage "näher an der CD" Bullshit ist.

Mir ist leider noch nicht klar, was bei diesem "Mastered for iTunes" eigentlich genau gemacht wird. Es wird anders abgemischt, ja, aber wie anders?


--- Zitat ---Eigentlich ist das moderne, industrielle mastering sowieso ein Zeugnis dessen, wie schlecht die Hörgewohnheiten geworden sind. Der Dynamikumfang moderner Produktionen beispielsweise erreicht nur noch eine 5 oder 6 auf einer Skala bis 20. Beispiele hier:
http://www.dr.loudness-war.info/index.php?sort=year&order=desc
--- Ende Zitat ---

Ja, das ist das andere Thema, was ich oben erwähnte. Einfach nur traurige Matsche.

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