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Apple-Händler in Bedrängnis
Florian:
Nicht wirklich eine Nachricht: Apple-Händler haben's schwer.
Die Retail-Offensive des Konzerns mit eigenen Stores schlägt mittlerweile auch in Europa durch.
Geringe Margen, absurd hohe Auflagen durch Apple und nicht ausreichende Belieferung…
Schon im Dezember verklagte sogar der größte französische Apple-Händler eBizcuss wegen unlauterem Wettbewerb. Großkunden würden mit unschlagbaren Preisen weg geködert und Apple würde absichtlich nicht genug Geräte weitergeben.
Für eBizcuss sind die Geschäfte 2011 22% eingebrochen und man steht anscheinend am Rande des Konkurses.
Auch deutsche Händler seien pleitegefährdet.
Apple will eben immer den ganzen Kuchen bzw. Kunden. Das aber Läden iPhones nicht verkaufen dürfen, wenn die Decke nicht hoch genug ist und die Möbel nicht vom Apple-genehmen Hersteller kommen, riecht schon schwer nach Hybris.
fränk:
Das kommt mir bekannt vor.
Als die deutschen Autohersteller beschlossen haben ihre Geschäfte durch wenige große Werksvertretungen abzuwickeln, statt über viele kleine, selbstständige Händler, sind sie ähnlich vorgegangen.
Da kam dann der Audikontrolleur schon mal zum selbstständigen Händler und hat überprüft, ob das Halogenleuchtmittel im Audi-Shop auch die vorgeschriebenen 30 Watt Leistung hatte.
Allerdings dürfte das für den Kunden bei Apple weniger Auswirkungen haben, als es beim Autokauf der Fall war.
Es war nie möglich die Preise für Appleprodukte durch Händlerkonkurrenz zu drücken und beim Service habe ich noch keine gute Erfahrung mit Apple-Händlern gemacht. Die wimmeln gerne ab und würden evtl. das defekte Teil irgendwann nächste Woche zu Apple schicken (was bedeuten soll: Nimm deinen Mist wieder mit und schick ihn selber zur Reparatur).
Tja, von Konkurrenz dürfen wir wohl noch weiter träumen. Wir sind in den Fängen des Monopolisten.
Und Apple schafft es fast jeden Tag, noch ein bisschen unsympathischer zu werden.
Jochen:
Ich kaufe meine Hard und Software bei einem Händler der auch Apple Produkte verkauft
Und das schon seit Jahrzehnten ;-)
Der betreut auch div. Firmen und macht Support und Service.
Vor drei Wochen brauchte Familienmitglied neuen Akku für altes PB.
Zwei Tage nach Bestellung war es da.
PB wird von Familienmitglied arg strapaziert, klar > Papa hat es ja mal bezahlt und wurde nicht vom Familienmitglied finanziert.
Beim Abholen des Akku wurde dann vom Händler noch einige Tasten kostenlos eingesetzt, da war nix mehr.
Solch einen Händler lob ich mir.
Und da schaue ich nicht auf den letzten Cent.
Es gibt natürlich auch zertifizierte Apple Händler, die ihre tollen Produkte in tollen Läden in toller Kleidung verkaufen wollen und bei dem kleinsten Problemchen nicht in der Lage sind sich dem Thema mal zu widmen.
Jochen
Florian:
Apple und die Händler, es wird nicht besser.
--- Zitat ---Lange Lieferfristen und intransparente Informationen verärgern nicht nur Händler, auch Kunden sind frustriert und verärgert. Nicht nur deswegen sollte Apple die Händler wieder aktiv mehr unterstützen. Allein der Direktvertrieb ist kein Garant für stetiges Wachstum.
--- Ende Zitat ---
Von Sven Kaulfuss, bis vor kurzem bei Cyberport:
http://www.giga.de/unternehmen/apple/news/apple-und-die-handler-beziehungsprobleme-kommentar/
Florian:
Schon aus dem Juli, aber hier ein Interview mit dem mstore-Chef:
http://www.heise.de/mac-and-i/artikel/Wir-beobachten-das-mit-Argusaugen-1911185.html
Übrigens hat der Auslöser dieses Themas, eBizcuss, schon im Juni 2012 Insolvenz anmelden müssen. Was die Klage macht, weiß ich nicht.
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