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Leo Apotheker baut HP um

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faustocoppino:
Was bei IBM funktioniert muss aber nicht bei jedem anderen Unternehmen klappen - siehe Apple -> die anderen Pad-Hersteller hinken auch hinterher und haben weniger Erfolg. Was die Aktionäre wohl am meisten geärgert hat war diese willkürliche Strategie von Apotheker, das schafft kein Vertrauen.

Florian:
Ich denke mal eher es war das Hin und Her, und das geht jetzt munter weiter.

Ich wollte auch nicht sagen, es war die richtige Strategie. Nur das dies nicht so einfach zu beurteilen ist, wie alle tun.

warlord:

--- Zitat von: Florian am September 22, 2011, 22:34:22 ---IBM jedenfalls geht's doch recht gut.
--- Ende Zitat ---

IBM hat damals zwar eine (zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung) nicht unwichtige Sparte verkauft. Aber ich denke es war längst nicht mehr ihr Kerngeschäft. (Ganz abgesehen davon, dass IBM wohl zu jedem Zeitpunkt ein viel breiter diversifizierter Laden war und ist als HP.) Das scheint mir bei HP schon deutlich krasser. Die geschätzte Hälfte vom Kerngeschäft zu verkaufen ist schon deutlich verrückter, als der Entscheid von IBM, finde ich.

MacFlieger:
Ich fand die Entscheidung schon grotesk. Und das Hin und Her der Verlautbarung erst recht. Das war schon absichtlicher Rufmord.

Man muss sich doch mal überlegen wie es mit WebOS gelaufen ist.
Im Frühjahr kauft HP Palm mit WebOS auf.
Im Mai kündigt HP eine ganze Serie von Hardware an, die alle mit WebOS laufen sollen. Ebenso wird WebOS für den PC angekündigt.
Es wird versprochen, dass auch ältere Geräte ein WebOS-Update bekommt.
Ende Juni kommt das erste Produkt auf den Markt.

Bis dahin Ankündigungen und erste Schritte.

Dann werden alle Ankündigungen, die teilweise noch nicht einmal 3 Monate alt sind, nicht etwa leicht korrigiert, sondern direkt ins Gegenteil verkehrt.
WebOS-Update für ältere Geräte doch überhaupt nicht.
Das erste und einzige kaufbare Produkt wird nach knapp über 1 Monat eingestellt.
Die vielen angekündigten Geräte und Softwaren wird es überhaupt nicht mehr geben.

Das ist grotesk, sorry.

Dazu dann als größter PC-Hersteller einfach anzukündigen, damit aufzuhören. Ja, sonderlich viel Gewinn wird da nicht entstanden sein, aber das ist doch eher ein Anreiz etwas an der Strategie zu ändern und nicht direkt alles einzustellen.

Als Nächstes kommt wahrscheinlich die Bahn, die das Betreiben von Zügen einstellt und sich ganz auf den Service an Bahnhöfen beschränkt...

Florian:
1. Ob der Schritt sinnvoll langfristig war (gewesen wäre) oder nicht, können wir nicht beurteilen. Soviel sollte man sich eingestehen. Natürlich hat er uns alle im ersten Moment verdattert.
Aber vielleicht war WebOS nicht so der Hit, viele durchgesteckte (?) Infos zirkulieren… ich vermute (!) da gibt es Probleme zwischen ehe. Palm-Leuten und HP-Leuten.
Vielleicht sah Apotheker auch ganz nüchtern, dass es am Markt, der von iOS und Android dominiert wird, keine Chance hat.
Und vielleicht genügte die Marge der PC-Sparte schon seit vielen Jahren nicht mehr den Ansprüchen der Eigentümer?

2. Wenn Apotheker für „einen Fehler“ gefeuert wurde - so wird es ja überall dargestellt - frage ich mich natürlich, warum man ihn überhaupt geholt hat? Hat der EX-SAP-Manager etwa wirklich völlig auf eigene Faust den ganzen Konzern umkrempeln wollen? Oder hatte er glasklare Vorgaben, die genau zu seinem Lebenslauf passen?
Es ist ja nicht so, dass man nicht wusste, wen man da engagiert und es gab ja auch viel Skepsis, als die Verpflichtung bekannt wurde.


Unterm Strich steht für mich nur eines wirklich fest: HP wird schlecht geführt, offensichtlich ist man sich nicht einig, wo es hingehen soll.

Für mich sieht es nach Grabenkämpfen innerhalb des Board of Directors aus.  Aber das ist natürlich auch eine Mutmassung.

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