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Facebook-Konkurrent "Google+"
mbs:
--- Zitat von: Florian am September 02, 2011, 14:39:56 ---Es geht nur um diesen Zähler, oder irre ich mich? Dann ist die Welt wohl allmählich wirklich irre.
--- Ende Zitat ---
Was für ein Zähler? Es geht doch um den "Gefällt mir"-Knopf, den Du oben selbst erwähnt hast. ???
Florian:
Na, man sieht doch einen Zähler, 163 people liked this.
(So kenne ich es, filtere aber mittlerweile alles weg)
Nun vermutete ich, es ging da um Daten von Facebook, sprich, dass sie dort die Zahl übertragen, auch Leute mitzählen, die anderswo/wie auf Facebook die URL gepostet haben.
War halt eine Annahme, weil ich mir das Getöse nicht erklären konnte. Jetzt hat Heise ja nachgeschoben und es ist klar: Es geht nur um die Benutzung des (ausgegrauten) Originalbuttons. Den haben sie jetzt geändert.
Warum also setzt das Heise nicht, wie z.B. wir hier, auf seinem Server um, ohne Tracking? Sprich selbstgehostete Grafik mit URL. Ein reiner Klickzähler ist auch kein Problem.
Für mich ist dieser Lösungsvorschlag Augenwischerei und nur ein Mäntelchen für das hierzulande eigentlich nicht erlaubte Tracking. Ich hoffe das setzt sich nicht durch und die Seitenbetreiber hören endlich komplett auf damit, Daten an Google, Facebook, Werbedienste, Twitter, etc.pp. zu funken.
MacFlieger:
--- Zitat von: Florian am September 02, 2011, 18:05:57 ---Warum also setzt das Heise nicht, wie z.B. wir hier, auf seinem Server um, ohne Tracking? Sprich selbstgehostete Grafik mit URL. Ein reiner Klickzähler ist auch kein Problem.
--- Ende Zitat ---
Weil das mit Facebook nicht geht. Facebook besteht auf der Einbindung eines IFRAME, in dem dann Inhalte und Skripte von Facebook geladen werden. Auf diese Inhalte und Skripte hat man als Betreiber keinen(!) Einfluss.
So bedeutet es, das jeder Aufruf einer Webseite mit Facebook-Like-Button oder ähnlichem immer autmatisch auch einen Aufruf von Inhalten und Skripten von Facebook bedeutet. Das ist aktuell nicht anders machbar.
Und Facebook trackt jede Person. Ist man noch bei Facebook eingeloggt, dann können die alle besuchten Seiten mit Facebook-Like-Button direkt einem Account zuordnen. Ist man nicht eingeloggt, bekommt man einen Cookie von Facebook untergeschoben (der aktuell 2 Jahre hält). So können dann auch Profile gesammelt werden, die zunächst noch keiner echten Person zugeordnet werden können. War man aber vorher oder später mal eingeloggt und hat zwischenzeitlich nicht manuell die Cookies gelöscht, können die Daten dann nachträglich dem jeweiligen Account zugeordnet werden.
Diese Facebook-Like-Buttons finde ich extrem eklig. Für den Nutzer, weil man auf jeden Fall getrackt wird und das Surfen dadurch langsamer wird und mehr Datenvolumen verbraucht. Für den Betreiber einer Site, weil man gezwungen ist, seine Site den Möglichkeiten des von Facebook vorgegebenen Inhaltes in wenig anpassbaren Grenzen anzupassen.
Florian:
Aha. Jetzt habe ich es, glaube ich, begriffen. Danke!
„Sharen“ geht also auch so, aber das „Liken“ nicht. Das wäre natürlich schon ein schlimmer Verlust für Heise. :-X
mbs:
Auch nicht ganz. Den Unterschied zwischen "sharen" und "liken" gab es früher mal bei Facebook.
Seit Februar 2011 ist die Share-Funktion in die Like-Funktion integriert. Die Möglichkeit "nur zu sharen" ist kurze Zeit später von Facebook gesperrt worden, wird also nicht mehr getrennt angeboten.
Der Like-Button ist kein einfacher Knopf mit Link, sondern ein komplettes "Social Plugin", das ein Seitenbetreiber einbauen kann, auf das er aber keinerlei Einfluss hat.
Die Heise-Lösung, nur einen "Vorab-Button" anzubieten, der kein Plug-In enthält, sondern nur nach Genehmigung durch den Nutzer den echten Button nachlädt, ist eine sehr pfiffige Idee, mit der man wohl auch Facebook etwas provozieren wollte.
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