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radneuerfinder:
Vielen Dank, guter Link! Hilft das Geschehen zu begreifen und einzuordnen.
Dass es sich um einen relativ glimpflichen Super-GAU handelt, habe ich so noch nicht gelesen, halte ich aber für zutreffend.
Dazu von mir noch diese Ergänzungen (leider nur aus dem Web aufgeschnapptes, erinnert qua meines unzuverlässigen Hirns. Aber ich gehe davon aus, daß die Tendenzen der Zahlenangaben stimmen.)
- Obwohl in Fukushima mehr (5 mal?) radioaktive Stoffe lagern als in Tschernobyl hat deutlich weniger (10 %?) davon das AKW Gebäude verlassen. Für Tschernobyl habe ich Angaben einer Freisetzung von 50 bis 90 % des vorhandene radioaktiven Materials im Kopf.
- Der Wind hat den größten Teil (90%?) der entwichenen radioaktiven Partikel aufs Meer geweht.
- Der notwendig gewordene Gesundheitsschutz ist sehr teuer: Tepco pleite, Nachtragshaushalt Japan 30 Milliarde Euro (1), langanhaltende Stromknappheit, wirtschaftliche Verluste, andauernde Evakuierung eines Gebietes entsprechend der "anderthalbfachen Fläche des Bodensees".
Was dieser Gesundheitsschutz kostet wird auch deutlich, wenn das Verursacher Prinzip angewendet würde und die Versicherungskosten auf den Strompreis umgelegt würde. Vielleicht sind es nicht 4 Euro/KWh (Zum Vergleich, der durchschnittliche Strompreise für Privathaushalte liegt bei ungefähr 0,20 Euro/KWh). Aber sehr viel teurer dürfte es dann schon werden.
Wie glimpflich das wird, ist natürlich von der weiteren Entwicklung abhängig und aus meiner Sicht erst in paar Jahren wirklich zu sagen. Wobei, über Tschernobyl weiß man auch nicht so richtig Bescheid:
http://www.focus.de/panorama/welt/tid-22040/tschernobyl-50-tote-240-000-oder-eine-million_aid_620238.html
--
(1) Wieviel davon für die anderen gleichzeitigen biblischen Plagen Erdbeben und Tsunami verwendet werden, wird sich vermutlich kaum trennen lassen, aber es wird eine erheblich Summe sein.
radneuerfinder:
Erst am Montag hatte die Nisa die Schätzung darüber, wie viel Radioaktivität aus den beschädigten Reaktoren in Fukushima-1 ausgetreten ist, verdoppelt. Die damit erreichte Menge wäre mehr als ein Fünftel jener radioaktiven Verseuchung, die nach dem Atomunfall in Tschernobyl in die Luft gelangt war.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-japan-gibt-fehler-zu-1.1106126
warlord:
Der Bericht der japanischen Regierung an die IAEA über den aktuellen Wissensstand ist online für jedermann einsehbar:
http://www.kantei.go.jp/foreign/kan/topics/201106/iaea_houkokusho_e.html
Man darf gespannt sein, wieviel davon in der hiesigen, sich über mangelnde Transparenz beklagenden Presse zu lesen sein wird.
warlord:
Die AKW-freie Zukunft: http://www.youtube.com/watch?v=YGE1sbzTnhw&hd=1 ;D
radneuerfinder:
Das Open-Data-Projekt Safecast misst die Radioaktivität in Japan:
http://www.zeit.de/digital/internet/2011-11/radioaktivitaet-fukushima-crowdsourcing/komplettansicht
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