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radneuerfinder:
Nach dem Super GAU in Tschernobyl 1986 sah es so aus:

   
http://www.fr-online.de/panorama/-alle-starrten-auf-diese-wolke-/-/1472782/8374310/-/index.html

Gibts die Karte auch in MilliSievert? Oder kann jemand die KiloBecquerel/m2 umrechnen??

MacFlieger:
Lückenhafter Bericht der Reaktorsicherheitskommission

Der Bericht enthält wie erwartet mehr Lücken als Inhalte. Und eine wirkliche Untersuchung der Reaktoren geschweige denn ein einfaches nur begrenzt sinnvolles Vor-Ort-Anschauen hat nicht stattgefunden. Einfach nur vorhandene ungeprüfte Daten und Antworten berücksichtigt. Allerdings ist es schon erschreckend, dass selbst dabei einige Lücken gefunden wurden...

Florian:

--- Zitat von: radneuerfinder am Mai 18, 2011, 18:42:00 ---Gibts die Karte auch in MilliSievert? Oder kann jemand die KiloBecquerel/m2 umrechnen??

--- Ende Zitat ---

Dem kann man sich anhand dieser Daten höchstens annähern. Becquerel beschreibt ja die Zerfallsrate pro Sekunde. Damit misst man eigentlich sinnvoller die unterschiedliche Radioaktivität von Stoffen.
Sievert dagegen beschreibt die Wirkung der Radioaktivität auf den Organismus.
Was uns jetzt fehlt, ist wie viel Cäsium 137 auf welche Weise vom Menschen aufgenommen wird, zudem gab es ja auch andere Stoffe. In den ersten Tagen spielte (v.a. natürlich in der UDSSR) Iod 131 eine sehr große Rolle, das über Milch aufgenommen wurde und sich leider in der Schilddrüse anreichert.

Ich habe aber eine UN-Studie gefunden (sogar mit grober Karte), in der die mSV-Belastung der verschiedenen Bevölkerungen grob abgeschätzt wird. http://www.unscear.org/docs/reports/2008/11-80076_Report_2008_Annex_D.pdf
Dort sind z.B. folgende Fakten zu lesen:
Die 115 000 Evakuierten aus der inneren Zone wurden mit ca. 30 mSv belastet. Die sechs Millionen Menschen aus den als kontaminiert erklärten Gebieten bekamen neun mSv ab. Der Ukrainer und Weißrusse im Schnitt 1,3 mSv. Der Europäer insgesamt 0,3 mSv. Alles im Durchschnitt, und bis 2005!
 
Damit würde ich für Süddeutschland einen Wert von 0,5-0,7 mSv für realistisch halten. Bis 2005, insgesamt, dass meiste aber 1986. Also vielleicht 0,4 mSv im ersten Jahr? Alles aus dem Bauch heraus, nicht von Fachwissen befleckt. Tschernobyl soll heute noch 0,6% unserer täglichen Strahlenbelastung ausmachen.

Ein großer Unterschied zwischen Tschernobyl und Fukushima ist natürlich die sehr weite Verbreitung durch kontinentalen  Fallout.

Jochen:

--- Zitat von: MacFlieger am Mai 19, 2011, 07:55:27 ---Lückenhafter Bericht der Reaktorsicherheitskommission

Der Bericht enthält wie erwartet mehr Lücken als Inhalte. Und eine wirkliche Untersuchung der Reaktoren geschweige denn ein einfaches nur begrenzt sinnvolles Vor-Ort-Anschauen hat nicht stattgefunden.

--- Ende Zitat ---
Das ist auch unrealistisch. Es muss da eine Überprüfung der Systematik erfolgen.

--- Zitat von: MacFlieger am Mai 19, 2011, 07:55:27 ---
Einfach nur vorhandene ungeprüfte Daten und Antworten berücksichtigt. Allerdings ist es schon erschreckend, dass selbst dabei einige Lücken gefunden wurden...

--- Ende Zitat ---
Die meisten Lücken an sich waren auch schon vorher bekannt, z.B. begrenzter Schutz gegen Flugzeugabstürze.
Auch ein Auto BJ 1980 hat kein Airbag, ABS, ESP

Jochen

warlord:
Die Fähigkeiten zu etwas mehr Nüchternheit scheinen allmählich zurückzukehren. Auch in jenen Medien, die bis vor kurzem noch zu den grossen Panikanheizern gehörten:
http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Fukushima-Vieles-uebertrieben-/story/29337891

(Vielleicht, weil man mit EHEC ja nun die nächste Panik-Sau durchs Dorf treiben kann...)

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