ausblenden > Talk

Laufzeitverlängerung ist erledigt.

<< < (21/23) > >>

Florian:
Das glaube ich sogar. Man hatte eben großes Glück im Unglück mit Wind und Meeresströmung.
So oder so wurde nicht nur in Japan überreagiert, und nicht nur in der Politik.
So ist mir bis heute in einigen Läden nicht möglich, japanischen Tee zu bekommen. Dabei waren die Teegebiete überhaupt nicht betroffen. Stattdessen kommen Sencha, Matcha und co. jetzt oft aus China. Gesünder? Da wundern sich die Einzelhändler noch, wenn alle im Internet bestellen?

Auf jeden Fall wurde wahnsinnig geschlampt und es hätte alles nicht sein müssen. Auch bei den Aufräumarbeiten reiht sich Skandal an Skandal, wie ja auch der Artikel kurz anreißt. Da fragt man sich schon, wie es in den anderen AKWs so zugeht.


Weil wir gerade beim Thema sind, wie groß war der Störfall in Fessenheim nun wirklich?
https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/roundup-neue-fragen-störfall-frankreichs-143000158.html

Jochen:

--- Zitat von: Florian am März 06, 2016, 16:06:12 ---Weil wir gerade beim Thema sind, wie groß war der Störfall in Fessenheim nun wirklich?
https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/roundup-neue-fragen-störfall-frankreichs-143000158.html

--- Ende Zitat ---

Artikel ist schlecht bzw. Aussagen im Artikel sind widersprüchlich.
a) Ein Wassereinbruch hatte damals die Elektrik beschädigt und zur Abschaltung eines Reaktors geführt.

Dann wäre ja alles OK gewesen

b) Ein Krisenstab entschied vorsichtshalber, den Reaktor durch Einleitung von Bor ins Kühlwasser notfallmäßig herunterzufahren.


Boriertes Kühlwasser wird beim Fahren eines Druckwasserreaktors u.a. immer zur Leistungsregelung eingesetzt.
Im Kühlwasser ist immer Bor, auch im normalen Betrieb. Es kommt darauf an wieviel Bor im Kühlwasser ist.
Und wenn man einen Druckwasserreaktor ausschalten will wird immer stark boriertes Kühlwasser verwendet.
Boriertes Kühlwasser verringert die Kettenreaktion. Es kommt darauf an wieviel Bor im Kühlwasser ist.
Details kann man bei Wikipedia auch nachlesen.

Alle mir bekannten Meldungen wiederholen immer nur die von wenig Sachkenntnis getrübte "Sachverhalte".

Jochen

Florian:
@Jochen: Du hast ja recht, es müsste heißen: „Durch vermehrtes Einleiten von Bor…“ Aber ist das an der Meldung das Wesentliche?
Ich sehe keinen Widerspruch, dass erste Zitat ist wohl etwas missverständlich, weil es nach Automatik klingt.

Aber noch mal zu Fukushima. Das Glück war angeblich noch viel größer als gedacht.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/atomunglueck-zufall-verhinderte-in-fukushima-explosion-von-brennstaeben-1.3003800

Florian:
Atom-Gigant Westinghouse ist pleite.
Als Toshiba damals Westinghouse kaufte, waren alle happy, dass kein Atom-Knowhow nach China oder sonst wo hin geht. Genau das steht nun wieder zu befürchten, wenn der Insolvenzverwalter die Stückchen versilbert.
Toshiba, den meisten nur als Fertiger von Unterhaltungselektronik bekannt, ist sowieso in sehr schwerem Fahrwasser. Viel ist nicht mehr übrig vom einstigen Multi-Konzern. Jetzt muss wohl die lukrative Speicherchip-Sparte verkauft werden um das Atomabenteuer abzuwickeln.

Die Westinghouse-Pleite ist aus mehreren Blickwinkeln interessant. Bei allen Atomkraftwerk-Baustellen der Firma laufen Kosten und Zeit davon, nirgendwo ist das Ende in Sicht.
Zum krönenden Abschluss gönnte man sich 2015 den Baukonzern CB&I Stone & Webster, wenig später stellte sich heraus, dass man die Bilanzen nicht richtig gelesen hatte und Milliardenschulden eingekauft hatte. Das brach Westinghouse und vielleicht auch Toshiba das Genick.

Einer von vielen Artikeln:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/westinghouse-insolvenz-toshibas-globaler-atom-traum-ist-geplatzt/19585998-all.html

Florian:
Westinghouse Electric hat Toshiba heuer einem Finanzinvestor verkauft, an https://en.wikipedia.org/wiki/Brookfield_Business_Partners
Damit scheint deren Produktion von Brennstäben erstmal gesichert.

Zu Fukushima findet man jetzt wieder Nachrichten, keine guten…
https://www.welt.de/wissenschaft/article181168506/Fukushima-Belastung-mit-Caesium-schlimmer-als-gedacht.html

Ausbeutung und mangelhafter Schutz von Aufräumarbeitern beschäftigt den Sonderberichterstatter der UN. Schon lange gibt es entsprechende Vorwürfe.
https://www.dw.com/en/fukushima-un-says-cleanup-workers-in-danger-of-exploitation/a-45109476
http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-tepco-plant-wassersparende-reaktorkuehlung/1155075/ (zweiter Absatz)

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Antwort

Zur normalen Ansicht wechseln