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Thunderbolt

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MacFlieger:
Hauptproblem seit Anfang an bei USB war, dass es ein reines Host-Client-System ist. Es gibt immer einen Chef (der Computer) und nur "dumme" Clients. Jeder Transfer muss vom Computer und über den Computer gesteuert werden, was CPU-Last und hohe Verluste beim Protokoll zwischen theoretischer und praktischer Datenrate erzeugt. Nun ja, dieses "Problem" gibt es schon ewig und mit steigender Rechenleistung und Übertragungsgeschwindigkeit kann man sagen, dass es nicht so wichtig ist.

Bei USB3 treten aber bei der Übertragung schon Probleme durch Interferenzen oder Störsignale auf. Du erinnerst Dich vielleicht, dass Bluetooth gestört wird.
Dazu dann, dass es zwar genaue Spezifikationen für USB3, die zu verwendenden Kabel und auch die notwendigen Hubs gibt, damit möglichst wenig Probleme entstehen. Nur hält sich kaum jemand an diese Spezifikation. Vor einem 3/4 Jahr gab es zwar schon USB3-Hubs, die waren aber völlig anders als die Spezifikation war und machten richtige Probleme bei parallelem USB2/3-Betrieb. Ich weiß auch nicht, ob es bis heute überhaupt irgendeinen Hub gibt, der sich wirklich an USB3 hält. So sind die USB-Probleme, die man auch schon von dem Vorgänger her kennt, vorprogrammiert.

fränk:
Danke.

Dann hätte ich gerne gewusst, warum Apple die Preise für Thunderbolt so hoch hält?
Irgend etwas werden sie sich wohl dabei denken.

MacFlieger:

--- Zitat von: fränk am April 10, 2013, 10:01:42 ---Dann hätte ich gerne gewusst, warum Apple die Preise für Thunderbolt so hoch hält?

--- Ende Zitat ---

Warum Apple?
Mit teuer meine ich natürlich nicht die Original-Kabel/-Adapter von Apple. Die sind auch unabhängig von Thunderbolt schon immer gnadenlos überteuert gewesen. Bei dem Thunderbolt-Kabel kommt erschwerend dazu, dass es kein reines Kabel ist.
Ich meine die Geräte, die man mit Thunderbolt nutzen soll. Schau Dir Preise für z.B. Festplatten an. Die sind meiner Meinung nach gnadenlos überteuert. Eben auch, weil sie kaum einer kauft. Und da beisst sich die Katze in den Schwanz.

Florian:
Und weil Apple-Nutzer zu oft bereit sind, eben diese Preise mitzugehen.

Thunderbolt ist aber scheinbar schon auch teuer in der Implementierung. Mainboards gibt es nur wenige und wenn, dann sind sie um die 100 € teurer.
Und für die meisten Leuten ist dann eben USB3 „gut genug“. Zumal der Anschluss eingebürgert ist und den Leuten ein Begriff.

Intel sollte halt den Herstellern die Pistole auf die Brust setzen. Wenn sie eh schon Ultrabooks subventionieren, könnten sie auch was dafür verlangen.

MacFlieger:

--- Zitat von: Florian am April 10, 2013, 13:01:28 ---Und für die meisten Leuten ist dann eben USB3 „gut genug“. Zumal der Anschluss eingebürgert ist und den Leuten ein Begriff.

--- Ende Zitat ---

Ja, das trifft es. Das meinte ich ja auch. Die im Konzept vorgesehenen Nachteile von USB sind für die meisten Leute relativ egal. Mal abgesehen davon, dass sie die sowieso nicht kennen. Offiziell ist USB2 ja auch schneller als Firewire1. In der Praxis aber nicht. Nur: USB2 ist im Normalfall "gut genug". Keine Frage.

USB2 als Fortschritt von USB1 hat auch recht gut funktioniert. Man brauchte nur eben Geräte, die das unterstützen und es funktionierte. Zwar in der Praxis nicht so gut, wie man es auf dem Papier erwarten würde, aber es funktionierte und das ist ja wichtig.

Bei USB3 kommt es viel eher zu Problemen. Das ist nicht nur einfach eine kleine Änderung. Vor weniger als einem Jahr haben die USB3-Hubs intern so Lösungen gehabt, dass die in Wirklichkeit zwei verschiedene Hubs (USB1/2 und USB3) waren, die Daten dabei zwischen diesen getrennten Hubs am Eingang aufgeteilt werden mussten und an den Ausgängen wieder zusammengeführt werden mussten. Denn von außen sah man ja nur 1 Gerät mit 1 Anschluß.  Das kann zu erheblichen Problemen führen, die man dann nciht versteht, denn man sieht nur einen Hub, wie bei USB2 auch. Dazu dann die oft minderwertigen Kabel, Steckverbindungen, Buchsen, Slotbleche, die verbaut und angeboten werden. Bei USB2 machte das noch nicht so viel aus. USB3 ist da erheblich empfindlicher. Da kommt es viel häufiger zu Problemen, die schwer zu identifizieren sind.
Und meine beliebte Frage: Gibt es mittlerweile einen USB3-Hub, der sich an die Spezifikation hält?

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