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Digitale Angriffe?
radneuerfinder:
"stuxnet wird wohl als erste offensichtlich von einem Nationalstaat eingesetzte Cyberwaffe in die Geschichte eingehen.":
http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E8A0D43832567452FBDEE07AF579E893C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.sueddeutsche.de/digital/2.220/raetselhafte-schadsoftware-cyberkrieg-sabotageziel-iran-1.1003555
fränk:
Sehr interessant, wo ich doch gerade noch einmal alle vier „Terminator“ gesehen habe. ;)
Ich gehe sowieso fest davon aus, dass in großen Softwaren und Betriebssystemen, jederzeit nutzbare Sicherheitslücken eingebaut sind.
Zugriff haben dann die Geheimdienste. Oder wohl eher die amerikanischen Geheimdienste.
mathias:
Wollte gerade den gleichen Thread aufmachen...
Ich bin völlig perplex, dass das Siemens Steuersystem S7 mittels WIN-Rechner und WinCC nicht nur Zustande anzeigt, sondern auch konfigurierbar ist (Wenn ich das alles so richtig verstanden habe). Es ist ein Wahnsinn, dass WIN-Rechner in sicherheitsgefährdenden Anlagen überhaupt aufgestellt sein dürfen.
Welche Konsequenzen das hat?:
http://www.heise.de/security/news/foren/S-Betrieb-nicht-genehmigter-nicht-genehmigungsfaehiger-Anlagen/forum-186085/msg-19162051/read/
Florian:
Zwangsläufig alles Spekulation. Natürlich könnte es so sein. Vielleicht ist der Iran aber auch einfach unfähig und schiebt's mal wieder auf die USA, irgendein Experte findet sich immer?
Ich halte es auch für sehr fragwürdig, nein, ausgeschlossen, dass dies die erste staatliche Cyberaktion wäre.
Drittens wäre das eher eine Geheimdienst-Aktion als Teil eines Kriegs, die Amis mit ihren Wars gehen mir auf den Keks. War against hunger, drugs, terrorism, racism… die Sprache macht's eben auch.
Übrigens ist das Ganze nicht ganz neu, nur der Verbreitungsweg. So wurde den Sowjets in den 80ern fehlerhafte Steuerungssoftware untergejubelt (sie haben sie natürlich selbst geklaut, hehe) und dadurch ist eine Gas-Pipeline hochgegangen. Oder doch nicht?
http://en.wikipedia.org/wiki/Siberian_pipeline_sabotage
Florian:
Stuxnet jedenfalls weist den Weg in eine ungewisse Zukunft. Allmählich muss man sich wohl doch Sorgen machen das systemkritische Bereiche infiltriert und manipuliert werden könnten.
Und zwar weil unglaublich geschlampt wird.
Erstaunlich finde ich das man bis heute nicht entschlüsseln konnte was das Programm eigentlich machen will. Bei den meisten Anlagen bleibt es ja scheinbar total harmlos, es hat es auf bestimmte Dinge abgesehen - welche genau weiß man nicht!
Aber ist der Rechner mal befallen, könnte die Schadroutine ja auch ausgetauscht werden, und der Virus mutiert ja anscheinend laufend.
Man fragt sich natürlich schon, wie fahrlässig mit der Sicherheit umgegangen wird: Ursprünglich hat sich Stuxnet angeblich über verseuchte USB-Sticks verbreitet. Um die Siemens-Software zu übernehmen bedient es sich des Default-Passworts. Also trotz ausgefuchster Schadtechnik kann man sich dagegen wirklich leicht schützen.
Welchen Schaden Stuxnet trotzdem anrichten konnte, werden wir wohl nie erfahren.
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