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Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #45: November 02, 2010, 22:05:34
Hurra! Endlich wieder Adobe-Installer!  :-X

Das scheint schon loszugehen. Den neusten Flash-Player scheint man sich schon selbst holen zu müssen.
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Complete liberty of contradicting and disproving our opinion, is the very condition which justifies us in assuming its truth for purposes of action; and on no other terms can a being with human faculties have any rational assurance of being right. (John Stuart Mill - On Liberty)
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #46: November 05, 2010, 21:02:04
Und da muss ich jetzt immer selber nachschauen, obs ein sicherheitsrelevantes Update gibt?
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #47: November 05, 2010, 22:59:26
Und da muss ich jetzt immer selber nachschauen, obs ein sicherheitsrelevantes Update gibt?
Habe den ganzen Mist einfach rausgeworfen... Brauche ich nicht. Zu umständlich, zu unverständlich.
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #48: November 06, 2010, 09:08:25
Und da muss ich jetzt immer selber nachschauen, obs ein sicherheitsrelevantes Update gibt?

Naja, da (oder an anderer Stelle) musste man schon immer nachschauen, ob es ein sicherheitsrelevantes Update gab. Die Flash-Updates kamen bisher auch nur nebenher mit den anderen Systemupdates. D.h. sie kamen deutlich später oder es wurden sogar alte Versionen ausgeliefert. Im Endeffekt war man so auch immer deutlich hinter dem aktuellen Flash-Stand hinterher.
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Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #49: November 06, 2010, 10:26:54
Möglicherweise springen Browser (ausser wohl Safari) da nun in die von Apple geöffnete Bresche. Jedenfalls hat mich Camino, nachdem ich jenen habe sich aktualisieren lassen, auch darauf aufmerksam gemacht, dass mein Flash-Player veraltet sei und es ein sicherheitsrelevantes Update gebe. Und er hat sich dann nach einem entsprechenden OK meinerseits auch um den Download und die Installation gekümmert.
Ich weiss aber nicht, ob er das kontinuierlich prüft oder jeweils nur beim ersten Starten einer neuen Camino-Version.
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Florian

  • Defender of the Crown
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #50: Januar 13, 2011, 01:10:28
Ihr habt es vielleicht schon gelesen: Googles Chrome unterstützt in naher Zukunft kein H.264 mehr.

Damit tut sich eine neue Front auf. Google kocht mit WebM/VP8 natürlich sein eigenes (Open-Source-)Süppchen, aber H.264 ist Industriestandard. Fast alle Content-Anbieter setzen darauf. Google will es also wirklich wissen.

Nun wird es allmählich kompliziert:
Kein Flash in iOS.
Kein H.264 in Chrome.
Und, da Apple den Fehdehandschuh wohl nicht links liegen lassen wird und Jobs ja angeblich eh schon skeptisch war:
Wahrscheinlich kein WebM in Safari.

Mir fällt beim Schreiben etwas auf: Google ist im Dauerkrieg mit den Inhaltelieferanten: Ob Verlage, TV-Sender (Google-TV ist ein Rohrkrepierer) oder jetzt die „Sabotageaktion“ an H.264, dem von fast allen akzeptierten, offenen (nicht im Sinne von quelloffen gemeint) Industriestandard für HTML5. Jetzt sollen diese also gezwungenermassen den WebM einbauen, auf dem Google seine Finger hat.
Theora hat man erfolgreich erledigt und hat nun seinen eigenen offenen Standard, den man aber trotzdem recht gut kontrollieren kann.

Wäre VP8 wenigstens deutlich besser als H.264! Aber bisher konnte Google das nicht beweisen.  
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #51: Januar 13, 2011, 09:33:09
Ich habe eben Google als Suchmaschine getrashed und dafür BING in Safari eingestellt. Mal zum Testen. Wenn Google H264 in Chrome trashed, werde ich Chrome ebenfalls trashen und wieder mit Clicktoflash und anderen Browsern (Safari) arbeiten.
Es läuft eine sehr aufregende Diskussion auf vielen Geek- und Nerd-Seiten wegen der Sache. Die Geeks sind natürlich bei Google, weil H264 nicht "offen" ist (und sowieso von Apple kommt …). Was für eine Bullenscheisse.
Mir geht diese ganze Diskussion über "offen" oder nicht "offen" langsam ziemlich auf die Nüsse. Mich interessiert als Endverbraucher einfach nicht, was die Technik ist, solange sie funktioniert, benutzbar ist und das Leben im Netz leichter macht. Inzwischen scheinen einige komplett abgedrehte Idioten (siehe VLAN auf iOS) wegen ihres Kreuzzuges gegen wen auch immer (Hauptsache gegen Apple) dafür zu sorgen, dass das Leben für den Normalverbraucher noch schwieriger wird. Durch Googles Entscheidung wird HTML5 zwar nicht aufgehalten, aber ziemlich verlangsamt werden. Und bitte, schon WIEDER ein neuer Codec??? Kacke.

Google macht das nicht sympathischer. Aber da gehts nicht um Standard oder nicht, oder offen oder nicht, sondern ausschließlich um MACHT. Wie war das nochmal "don’t be evil"? WTF. Diese Firma will den Content der Welt für Lau kontrollieren, und damit Geld verdienen. Es wird echt Zeit, dass die gestoppt werden. Da ist Apple ein Anfänger dagegen, und Microsoft sind inzwischen "Heilige".

Hat jemand sich schonmal klargemacht, wie irre ähnlich Android zu iOS aussieht für den Ottonormalverbraucher? Ein Ausserirdischer würde nicht mal den Unterschied eines iPhone oder NEXUS sehen, so ähnlich sind die sich inzwischen. Android ist ein Rippoff von iOS. Hätte es das iPhone nicht gegeben, würde Android so aussehen wie ein besseres Blackberry. Und warum machen die das? MACHT. Macht über die Werbung. Das ist der einzige Grund. Eigentlich müsste Google sowas von verklagt werden, dass alles zu spät ist … Immerhin hat Microsoft mit Windows Mobile 7 wenigstens was EIGENSTÄNDIGES auf die Beine gestellt …
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Florian

  • Defender of the Crown
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #52: Januar 15, 2011, 16:21:19
Wer sich in die Thematik vertiefen will, kann daringfireball.net aufrufen.
Ich fasse kurz zusammen:
- Google will webM-Plugins für Safari und IE anbieten. Plugins, das sind die Dinger, die wir von früher kennen.
- Contentprovider, die nicht mehrfach kodieren wollen, werden wohl auf Flash setzen (müssen)
- Adobe freut sich auch schon, dass Flash doch noch eine Zukunft hat und meint, der <video>-Tag in HTML5 sei halt undurchdacht und unnötig.

Besonders prickelnd auf allen Seiten die eigenen Definitionen von „Standards“. So sei Mobile Safari nicht standardtreu, weil es kein Flash kann, sagt Adobe.
 So sei MP4/H264 nicht offen, weil es nicht quelloffen ist. Als wäre dies eine korrekte Definition. Das Thema hatten wir ja schon mal. WebM sei eben schon quelloffen - aber das die Patente bei Google liegen und nur ein patent grant vorliegt, steht im Kleingedruckten. Auch vor Patentklagen seitens den MPG-Patenteignern will Google die WebM-Codec-Einsetzenden nicht versichern - und die kommen ja wohl ziemlich sicher.  

Ich sehe irgendwo nicht den Vorteil für Google:
Es bietet sich doch eine Weiche ein: Flashplayer vorhanden: H.264 in Flash
Flashplayer nicht vorhanden: H.264

Im Endeffekt zwingt Google Chrome-Nutzer also eher zu Flash als zu WebM.
Vielleicht will Google ja Adobe kaufen?  8)
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #53: Februar 02, 2011, 17:08:54
Jetzt wird's lustig!

Google recently announced that its Chrome web browser will stop supporting the H.264 video format. At Microsoft we respect that Windows customers want the best experience of the web including the ability to enjoy the widest range of content available on the Internet in H.264 format.

Today, as part of the interoperability bridges work we do on this team, we are making available the Windows Media Player HTML5 Extension for Chrome, which is an extension for Google Chrome to enable Windows 7 customers who use Chrome to continue to play H.264 video.


LOL

http://blogs.msdn.com/b/interoperability/archive/2011/02/01/greater-interoperability-for-windows-customers-with-html5-video.aspx
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Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #54: Februar 03, 2011, 10:41:09
Krass, MS baut Plugins für Chrome. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

Mann, mann, die sollten sich jetzt endlich mal über die Video-Codecs einigen. Ist doch Kindergarten-Niveau. Im Prinzip wäre es das beste, wenn man auf H264 geht, da besonders Nicht-Computer dieses Format sowieso schon in Hardware unterstützen.
Und gegen H264 sind Firefox/Google etc. ja nur wegen der Lizenzfrage, was ich aber auch verstehen kann. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind kommerzielle Lizenzen teuer und witzig scheint zu sein, dass selbst mit Final Cut nur H.264-Videos für den privaten Gebrauch erstellt werden dürfen, da die enthaltene Lizenz nur dafür gültig ist. Das gleiche allerdings auch bei professionellen Videokameras, OS X, Windows etc.

Der absolut ideale Weg wäre, wenn H264 komplett frei gegeben wird. Dann hätte Firefox/Google auch keinen guten Grund mehr, dagegen zu sein.
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Florian

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Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #55: Februar 03, 2011, 13:44:12
Die Kosten sind bei 6,5 Mio $ im Jahr gedeckelt. Das die Mozilla Foundation das nicht zahlen will, zumal der Codec nicht open source ist, ist verständlich.
Wenn nun aber Google argumentiert: „Klar, für uns ist das kein Problem, aber die kleinen Startups!“ muss ich lachen. Meinen sie die Startups, die Google dann schön billig aufkaufen kann?

Was eigene Produktionen angeht: Ist doch klar, dass bei der kommerziellen Veröffentlichung Patentgebühren fällig werden können. Soll Apple für jeden Film, bei dem irgendwie FCP eingesetzt wird, Lizenzgebühren abführen und wie sollte das geregelt und kontrolliert werden?
Ich denke so ist die Lizenz zu interpretieren. Nicht so, dass man überhaupt keine kommerzielle Filme schneiden darf. Das wäre ja auch komisch, denn das geschieht andauernd.
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #56: Februar 03, 2011, 14:12:21
Was eigene Produktionen angeht: Ist doch klar, dass bei der kommerziellen Veröffentlichung Patentgebühren fällig werden können. Soll Apple für jeden Film, bei dem irgendwie FCP eingesetzt wird, Lizenzgebühren abführen und wie sollte das geregelt und kontrolliert werden?
Ich denke so ist die Lizenz zu interpretieren. Nicht so, dass man überhaupt keine kommerzielle Filme schneiden darf. Das wäre ja auch komisch, denn das geschieht andauernd.

Nur weil andauernd gegen irgendwelche Lizenzen verstossen wird, heisst es ja nicht, dass die nicht existieren oder gültig sind.
Ich weiß es auch nicht genau, aber aus dem, was ich gelesen habe, scheint es so zu sein, dass man tatsächlich jedes Mal, wenn man eine Kamera oder Final Cut oder iMovie oder OS X oder Windows zur Erstellung von H264-Material für nicht private Zwecke nutzt, eine Lizenz abschliessen müsste.
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Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #57: Februar 03, 2011, 19:35:11
Nur weil andauernd gegen irgendwelche Lizenzen verstossen wird, heisst es ja nicht, dass die nicht existieren oder gültig sind.

Das stimmt. GIF kommt mir da in den Sinn. Aber erstens gilt die MPEG LA als recht klagefreudig, zweitens hat sie fast tausend Unternehmen als Lizenznehmer.

Die kleinen Fische werden aber wohl in Ruhe gelassen. Lohnt sich ja nicht.

Zitat
Ich weiß es auch nicht genau, aber aus dem, was ich gelesen habe, scheint es so zu sein, dass man tatsächlich jedes Mal, wenn man eine Kamera oder Final Cut oder iMovie oder OS X oder Windows zur Erstellung von H264-Material für nicht private Zwecke nutzt, eine Lizenz abschliessen müsste.

Ich denke da hast Du etwas missverstanden.
Entscheidend ist die Veröffentlichung. Dann greifen für den Veröffentlicher die Lizenzbedingungen.

Ja, man kann nicht einfach mit Apple-Programmen H.264 benutzen und das Ergebnis vermarkten. Aber wer war je so weltfremd das zu glauben? Das Apple diese Kosten übernimmt? Steht eigentlich auch einigermassen verständlich in den Lizenzbedingungen der Apps. Natürlich darf man also kommerzielle Projekte bearbeiten. Nur der Broadcaster wird eben zur Kasse gebeten - der kann man natürlich auch selbst sein.
 
Gratis Online-Videos sind aber dauerhaft gebührenbefreit:
http://www.businesswire.com/news/home/20100825006629/en
Das gilt aber nur so lange sie nicht direkt bezahlt werden! Sie müssen kostenlos sein.

Man kann natürlich sagen: Ein sehr guter Grund für patentfreie Software. Stimmt ja auch. Nur leider behauptet die MPEG LA ja ständig die Open-Source-Projekte würde ihre Patente verletzten. Ob man also wirklich sicher ist, ist also die Frage. Aber meistens kann man ja eh nicht auf H.264 verzichten.
Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #58: Februar 04, 2011, 09:27:17
Wir schweifen ab. :)

Aber erstens gilt die MPEG LA als recht klagefreudig, zweitens hat sie fast tausend Unternehmen als Lizenznehmer.

Medion war schon mal das Klageziel, allerdings wegen MPEG-2.

Zitat
Die kleinen Fische werden aber wohl in Ruhe gelassen. Lohnt sich ja nicht.

Das löst die Problematik aber nicht, das ist das Prinzip Hoffnung.

Zitat
Ja, man kann nicht einfach mit Apple-Programmen H.264 benutzen und das Ergebnis vermarkten. Aber wer war je so weltfremd das zu glauben?

Ich finde das gar nicht so weltfremd, dass man mit zunächst einmal davon ausgeht, dass man mit den Standardfunktionen eines Gerätes oder Software, welche definitiv nicht für Privatanwendung ausgelegt sind, auch problemlos kommerziell arbeiten kann. Dass da so Fallstricke drin sind, fällt für mich unter "unerwartete Klausel".

Zitat
Gratis Online-Videos sind aber dauerhaft gebührenbefreit:
http://www.businesswire.com/news/home/20100825006629/en
Das gilt aber nur so lange sie nicht direkt bezahlt werden! Sie müssen kostenlos sein.

Nein, nur wenn sie gratis und unter 12 Minuten sind oder firmenintern verwendet werden.

Zitat
Man kann natürlich sagen: Ein sehr guter Grund für patentfreie Software.

Nein, sehe ich nicht so. Kein Grund gegen das Patent. Die Probleme liegen ja nicht bei dem Patent, sondern bei der unklaren zukünftigen Lizenzsituation.

Interessant finde ich auch diesen Artikel:
http://www.photoscala.de/Artikel/Filmen-mit-H264-kommt-gut-kann-teuer-kommen

Auch dort kommen die zu dem Schluss, dass bereits das Aufnehmen und Abspielen von H264-Videos in Profi-Kameras/-Software nur für private Zwecke erlaubt ist. Denn der Hersteller hat nur eine derartige Lizenz für dieses Gerät erworben.
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Florian

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Re:Apple, Flash und der ganze Rest
Antwort #59: Februar 04, 2011, 12:44:37
Das löst die Problematik aber nicht, das ist das Prinzip Hoffnung.

Habe auch nicht behauptet, es würde das Problem lösen.

Zitat
Ich finde das gar nicht so weltfremd, dass man mit zunächst einmal davon ausgeht, dass man mit den Standardfunktionen eines Gerätes oder Software, welche definitiv nicht für Privatanwendung ausgelegt sind, auch problemlos kommerziell arbeiten kann. Dass da so Fallstricke drin sind, fällt für mich unter "unerwartete Klausel".

Es geht aber nicht um das Programm, sondern um den verwendeten Codec. Deshalb verstehe ich die Verwunderung nicht. Jeder, der sich mit professionellem Video beschäftigt, kennt die Thematik, behaupte ich mal. Die Irritation kommt von Bloggern, die Videos einstellen und wird in Online-Foren übersteigert zur Panik. Was? Ich muss 2500 $ zahlen, wenn ich H.264 auf meine kleine Webseite stelle? Usw.

Zitat
Zitat
Gratis Online-Videos sind aber dauerhaft gebührenbefreit:
http://www.businesswire.com/news/home/20100825006629/en
Das gilt aber nur so lange sie nicht direkt bezahlt werden! Sie müssen kostenlos sein.

Nein, nur wenn sie gratis und unter 12 Minuten sind oder firmenintern verwendet werden.


Was heißt da nein? Ich habe wenn dann nur die 12 Minuten nicht erwähnt, weil ich fand sie in den Originaldokumenten nicht. Habe ich es übersehen? Oder zitierst Du andere Quellen?


Zitat
Nein, sehe ich nicht so. Kein Grund gegen das Patent. Die Probleme liegen ja nicht bei dem Patent, sondern bei der unklaren zukünftigen Lizenzsituation.

Die Unklarheit ist das eine. Vor allem passte es den Leuten aber nicht, überhaupt jemals etwas bezahlen zu müssen - da liegt der Hase im Pfeffer.
Und doch, es ist ein Grund, patentfreie Software zu nutzen, wenn man das nicht will.
Ja, Patentsprache ist komischerweise immer sehr kompliziert. Und ja, die Lizenzvergeber könnten sich sehr viel klarer ausdrücken. Noch ein Grund, sich nicht darauf einzulassen.

Andererseits ist es nun mal Industriestandard, und die sind auch wichtig.

Zitat
Auch dort kommen die zu dem Schluss, dass bereits das Aufnehmen und Abspielen von H264-Videos in Profi-Kameras/-Software nur für private Zwecke erlaubt ist. Denn der Hersteller hat nur eine derartige Lizenz für dieses Gerät erworben.

Dort steht ganz unten:
„In kurzen deutschen Worten: Endnutzer dürfen den Codec für den privaten Gebrauch ohne Weiteres nutzen (wie es so ja auch in allen Lizenzbestimmungen steht). Wer allerdings als Endnutzer AVC-Produkte oder -Videos verkauft, muss lizenzieren, wobei gegebenenfalls Lizenzkosten anfallen können.“

Zum anderen ist es doch fast schon Panikmache, zu behaupten Privatfilmer, die nicht mal im Internet veröffentlichen, seien irgendwie gefährdet, zur Kasse gebeten zu werden. Wer soll das denn kontrollieren?
Für alle Seiten macht es nur Sinn, eine Veröffentlichung zu „besteuern“.