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Netzneutralität - Wem gehört das Internet?

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radneuerfinder:
Testergebnis: "Java plugin is not working"  ;D

Bin z. Zt. unterwegs. Wenn ich meinen heimischen Anschluss wiedersehe, werde ich das aber mal aktivieren.

MacFlieger:

--- Zitat von: radneuerfinder am März 26, 2013, 09:06:27 ---Dass Java deaktiviert ist.  ;D

--- Ende Zitat ---

Im Ernst?
Dann werde ich den Test nicht machen.   ::)

radneuerfinder:
Die Provider versprechen sich von der Aushebelung der Netzneutralität die Einführung „verschiedener Qualitätsklassen“ und ein „Internet der Wahlmöglichkeiten“. Sie wollen nicht mehr allein die Daten transportieren, sondern Einfluss auf die Inhalte nehmen und ein Türwächter werden:
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/computer-internet/telekom-und-die-netzneutralitaet-drosselung-und-diskriminierung-12132211.html

MacFlieger:
Genau das dürfte ausschließlich hinter der Drosselung stecken.
Die Provider wurden in den letzten Jahren zum reinen Anbieter der technischen Leitung degradiert und hatten keinen Einfluss oder Verdienstmöglichkeit über die transportierte Leistung. Meiner Meinung nach ist das der richtige Weg. Ich bezahle meinen Provider für den Transport von Daten und welche Daten das sind, kann dem eigentlich egal sein. Ist auf dem Strommarkt schließlich auch so. Ich bezahle zwar den verbrauchten Strom, aber was ich damit mache, ist dem Lieferanten egal.

Im Telefonmarkt wurde am immer schon gerne an den genutzten Diensten verdient. Ganz früher eben sehr stark unterschiedliche Kosten zwischen Orts- und Fernnetz (da gab es auch einen gewissen technischen Grund), mit Beginn des Mobilfunkmarktes dann eben unterschiedliche Kosten für eigenes/fremdes Netz und am allerschlimmsten SMS, das als technisches Abfallprodukt entstand und unverhältnismäßig zwischen Leistung und Preis unterscheidet. Jetzt brechen diese Zusatzverdienste weg und sie müssen einen neuen Weg finden am Status Quo festzuhalten.
Im Mobilfunkmarkt ist die Drosselung schon immer Teil des Vertrages gewesen. Und wenn diese Drosselung auch unbequem und unflexibel ist, hat sie doch einen Sinn. Die Drosselung ist eigentlich auch nichts anderes als ein Volumenvertrag mit dem Unterschied, dass man nach Verbrauch seines Volumens noch eine minimale Grundversorgung bekommt. Soweit wäre es ja in Ordnung, wenn man weiß, dass man für x € yMB an Daten übertragen kann. Aber auch hier blieben sie nicht bei der verständlichen Drosselung stehen. Man muss nun für verschiedene Dienste, die auch nur auf dem bezahlten Volumen aufsetzen, zusätzlich bezahlen, z.B. Tethering, VoIP, Chat, Fußballübertragung, Spotify etc. Das ist völlig unverständlich. Denn wie geschrieben, was für Daten ich übertrage hat den Provider nichts anzugehen. Und dann kam auch der nächste Schritt, dass bestimmte Dienste nicht zum gebuchten Übertragungsvolumen hinzugerechnet werden. Und das ist meiner Meinung nach das Ziel der ganzen Geschichte.

Effektiv heißt das ganze:
- Es gibt keine Flatrates mehr, sondern praktisch nur noch Volumenverträge. Das alleine wäre nicht schlimm, wenn die Preise entsprechend wären.
- Für verschiedene Dateninhalte soll man in Zukunft unterschiedlich an den Provider bezahlen. Das hat null technischen Sinn.
- Bestimmte Dienste werden durch Ausschluss aus dem Volumen gegenüber anderen stark bevorteilt. Man denke nur an die Konkurrenz von T-Entertain zu anderen Streaming-Angeboten.

Florian:

--- Zitat von: MacFlieger am April 05, 2013, 08:28:20 ---Ist auf dem Strommarkt schließlich auch so. Ich bezahle zwar den verbrauchten Strom, aber was ich damit mache, ist dem Lieferanten egal.
--- Ende Zitat ---

Da gibt es z.B. auch schon Vergünstigungen für Wärmepumpen, natürlich eher wegen der kalkulierbaren Abnahme.
Ich rechne fast damit, dass die Smart-Stromzähler hier eine Debatte auslösen werden.

Die Internetprovider sollten sich besinnen. Die Telekom hat ja z.B. auch ihr Entertainment. Das wäre der richtige Weg. Das man Inhalte bietet, die im Internet sonst nicht so zu finden sind. Aber das ist natürlich teurer als für dieselbe Leistung wie bisher mit einer Art Luxussteuer bei gewissen Kunden doppelt zu kassieren. Und die Überwachung des Kundenverhaltens hat man auch noch dabei.

Das monetäre Motiv ist von den Firmen aus verständlich, aber es gibt keinen Grund ihm nachzugeben, denn es dient nur ihnen.

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