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24"-Monitor: Welchen kaufen?
radneuerfinder:
--- Zitat von: FOX am Juli 22, 2008, 18:20:06 ---Lässt sich gut kalibrieren
--- Ende Zitat ---
Verständnisfrage: Ich dachte nur eine (bei CinamaDisplays nicht mögliche) HardwareKallibrierung sei professionell zu gebrauchen?
Florian:
Der Monitor im 24"-iMac ist nur sehr bedingt für die Druckvorstufe geeignet, allerdings: siehe unten.
Es ist auch generell die Frage, ob Du Dich mit einem spiegelnden Display anfreunden kannst, und Entspiegeln sollte man den Profis überlassen (noch mal um die 200 Euro).
--- Zitat ---Minimum ein Apple Cinema, darunter spielt man nur im Amateurbereich.
--- Ende Zitat ---
Solche Kommentare stoßen mir immer etwas sauer auf. Was zählt ist doch das Ergebnis und nicht die Werkzeuge. Natürlich beeinflussen diese das Ergebnis, aber man sollte es auch nicht übertreiben.
Zwar halte ich einen vernünftigen Monitor auch für sehr wichtig (wichtiger als RAM und Prozz-Power). Aber zum einen nützt einem der beste Monitor nichts, wenn man nicht von a bis z kalibriert. Zum anderen kann man mit etwas Erfahrung auch die Schwächen der Technik wettmachen, d.h. kennt man die Schwächen seines Monitors, nimmt man die halt mit in die Rechnung auf und stimmt entsprechend ab.
Für mich ist das in der Tat die Argumentation der Firmen, auch wenn Du es nicht so meinst: Immer das Neueste kaufen, sie sind von gestern, bald sind sie pleite.
Das heißt natürlich nicht, daß man am Elementaren sparen soll, wenn man nicht muss, aber: na, ich glaube, Du verstehst, was ich meine. Den Profi macht das Können, nicht die Ausstattung und auch mit einer 100-Euro-Kamera kann man echte Kunst schaffen.
daveinitiv:
--- Zitat von: Florian am Juli 22, 2008, 18:48:58 ---Für mich ist das in der Tat die Argumentation der Firmen, auch wenn Du es nicht so meinst: Immer das Neueste kaufen, sie sind von gestern, bald sind sie pleite.
Das heißt natürlich nicht, daß man am Elementaren sparen soll, wenn man nicht muss, aber: na, ich glaube, Du verstehst, was ich meine. Den Profi macht das Können, nicht die Ausstattung und auch mit einer 100-Euro-Kamera kann man echte Kunst schaffen.
--- Ende Zitat ---
Es geht nicht um Apple-Display hin oder her, sondern, dass man einigermaßen vernünftige Ware nicht für 150,– EUR bekommt. Und da dieses Forum Mac-relevant ist und die meisten hier nun mal Applehardware haben, liegt der Vergleich am nächsten.
Das Beispiel mit der 100,– EUR Kamera und dem Profi, der damit Kunst machen kann, stimmt in diesem Fall, aber auf andere Gebiete ist ein solcher Vergleich einfach nicht haltbar. Ein Formel 1-Pilot wird mit dem schlechteren Auto niemals Weltmeister, wenn der Unterschied mehr als marginal ist. Die passenden und unpassenden Vergleiche lassen sich hier absolut aufaddieren, von daher bringt uns diese Argumentation nichts.
FOX:
--- Zitat von: radneuerfinder am Juli 22, 2008, 18:24:55 ---
Verständnisfrage: Ich dachte nur eine (bei CinamaDisplays nicht mögliche) HardwareKallibrierung sei professionell zu gebrauchen?
--- Ende Zitat ---
Wir kalibrieren wöchentlich mit EyeOne von Gretag. Da wir Scanner, Bildschirme und unser Proofgerät mit den Druckereien genau abgestimmt haben, kann ich für *unsere* Vorstufe behaupten, dass das richtig gut funktioniert. Und unsere Kunden bewegen sich in einem sehr professionellen Bereich.
Florian:
Dave:
Naja. Sicher kann man im absoluten Leistungsbereich, wo es um Tausendstel von Sekunden geht, nicht auf das Allerbeste verzichten.
Ich habe auch ganz und gar nichts gegen die Behauptung, daß man in sein Werkzeug nicht zu wenig investieren sollte.
Was mir nicht gefällt, ist das Mitschwingen von Geringschätzung, die da oft zu erkennen ist. Es gibt sicher auch Profis, die Profis sind und günstigere Geräte benutzen. Man braucht ja auch oft nur ein paar Jahre zurückblicken, mit was man damals gearbeitet hat. Hat auch gereicht, aber nein, SIE MÜSSEN UPGRADEN! SOFORT! ODER SIE SIND WEG VOM FENSTER!
Bin da auch immer etwas empfindlich, gerade in Deutschland gibt es null Wertschätzung für Leute, die aus wenig viel machen - ich kenne Leute, die ihren „Gerätepark“ lieber verstecken. Man wird nämlich sofort abqualifiziert, wenn man nicht mit dem „Industriestandard“ arbeitet, oder was Andere dafür halten. Auch wenn das Ergebnis jeden Vergleich standhält.
Das ist meines Erachtens auch einer der Gründe für die hier fast nicht bestehende Startup-Kultur. Es leiht einem ja niemand Geld, wenn man nicht schon investiert hat. Absurd.
Aber gut, lassen wir das, sonst muss ich wieder das Thema trennen. ;)
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