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Re: Von Linux zu Vista?
Antwort #76: März 31, 2017, 10:11:17
Die im Artikel erwähnte Münchner Stadträtin Anne Hübner, IT Beauftragte der SPD Fraktion, hat hier auf die Kommentare unter dem Heise Artikel geantwortet:
http://anne-huebner.de/2017/03/limux-nur-eine-kurze-notiz-an-die-linux-gemeinde/

Ist es nicht irre, wie Leute die irgendwas mit "Sozial" studiert haben die "Digitale Transformation" in diesem Land voranbringen wollen (#neuland - ja und ich weiß dass Mutti Physiker ist, aber man merkt nicht viel davon).

Dass da gewisse Leute, die Ahnung haben, total austicken kann ich verstehen, auch wenn es nicht schön ist.

Wann kapieren unsere Herrn Politiker mal, dass Experten dazu da sind, beratend tätig zu sein, und wann kapieren unsere Politiker endlich mal, dass es nicht reicht Politologie und VWL studiert zu haben, um komplexe technische Vorgänge in diesem Staat richtig einzuschätzen. Irre. Immer dann, wenn ich glaube, es geht nicht mehr irrer, setzt jemand aus der Politik noch einen drauf. Da haben wir uns eine Kaste herangezogen, die noch eine ganze Menge mehr Geld kosten wird, als sie es jetzt schon getan hat ...
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Florian

  • Es lebe der König!
Re: Von Linux zu Vista?
Antwort #77: März 31, 2017, 14:23:49
Jo, mir geht auch die Hutschnur hoch… es ist doch alles so offensichtlich.

Aber:

Ist es nicht irre, wie Leute die irgendwas mit "Sozial" studiert haben die "Digitale Transformation" in diesem Land voranbringen wollen (#neuland - ja und ich weiß dass Mutti Physiker ist, aber man merkt nicht viel davon).

Problem ist halt, dass die Leute, die sich in Spezialgebieten gut auskennen sich i.d.R. a) nicht ehrenamtlich (wie Hübner) politisch engagieren wollen und b) falls doch, dann u.U.  an Stellen landen, die mit ihrer Qualifikation nichts zu tun haben.

Generell hat aber ein Stadtrat natürlich so viele Themen auf dem Tisch, dass ihm/ihr gar nichts anderes übrig bleibt als der Fraktion zu folgen. Denn wenn man sich verweigert, muss man natürlich Ahnung und Interesse haben und Rückgrat.

Meiner Meinung muss man v.a. auf die Oberen schießen, die ja die Linie vorgeben.


Zitat
Wann kapieren unsere Herrn Politiker mal, dass Experten dazu da sind, beratend tätig zu sein, und wann kapieren unsere Politiker endlich mal, dass es nicht reicht Politologie und VWL studiert zu haben, um komplexe technische Vorgänge in diesem Staat richtig einzuschätzen. Irre. Immer dann, wenn ich glaube, es geht nicht mehr irrer, setzt jemand aus der Politik noch einen drauf. Da haben wir uns eine Kaste herangezogen, die noch eine ganze Menge mehr Geld kosten wird, als sie es jetzt schon getan hat ...

Problem: Auch die andere Seite hat Experten!
Gerade Microsoft hat ja jahrelang gegen LiMUX geschossen, durchaus auch mit studierten Informatikern und Fachpersonal. Sicherlich haben sie mehr Lobby-Power als die LiMUX-Leute. 

Man muss auch mal sagen: So sehr das die Linux-Gemeinde und MS-Kritiker in Aufruhr versetzt, so scheißegal ist das allen anderen.



Mein Fazit: Wir brauchen dringend ein politisches Engagement aus viel mehr beruflichen Bereichen als derzeit.
Je höher man kommt, desto mehr nehmen die Beamten überhand. Selbst in Gemeinderäten sitzen neben Bauunternehmern gerne zwei bis drei Lehrer und Verwaltungsangestellte.
Ich in ebenfalls davon überzeugt, dass dies dem Land auf vielerlei Weise schadet.
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Thukydides
Re: Von Linux zu Vista?
Antwort #79: April 11, 2017, 07:23:11
Ihr wißt alle, dass ich kein Fan von Microsoft bin. Ich halte Software von MS schlicht für einen Zeitvernichter par excellence. Leider ist LINUX im Enduser-Bereich da noch schlimmer, zumal diese ganzen Nerds nicht in der Lage sind, UIs und Software-Logiken zu produzieren, die der Enduser benutzen kann ohne Mordgedanken zu bekommen.
Aber MS ist nun mal das kleinere Übel. Ich halte nach wie vor LINUX für ein Hobbybetriebssystem für Leute, die nichts mit ihrer Zeit anfangen können (Ausnahme: Server etc, aber da gibts UNIX) und am Liebsten Kunst um der Kunst willen betreiben. (Man vergleiche nur GIMP mit Affinity - das sagt alles)
Die Entscheidung, Linux in öffentlichen Verwaltungen einzusetzen war eine Fehlentscheidung. Das Geld hätte man besser in Hardware und gescheite Anwendungsentwicklung auf Basis MS gesteckt.
Über Apple möchte ich in diesem Zusammenhang nicht reden. Zwar hat IBM beste Erfahrungen damit gemacht (Mein Nachbar ist bei IBM und freut sich jeden Tag über sein MacBook sowie die Apps auf seinem iPad...), aber eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr ...
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Re: Von Linux zu Vista?
Antwort #80: April 11, 2017, 15:41:40
In München hat man das m.W. schon so eingerichtet, dass die Leute mit OS sowieso nicht viel in Berührung kommen.

Kurz zu GIMP: Ja, es ist ein Graus. :( Ich wollte ja wirklich alles in open-source haben, und es geht auch, aber…
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Thukydides
Re: Von Linux zu Vista?
Antwort #81: April 20, 2017, 11:45:20
Die Entscheidung, Linux in öffentlichen Verwaltungen einzusetzen war eine Fehlentscheidung. Das Geld hätte man besser in Hardware und gescheite Anwendungsentwicklung auf Basis MS gesteckt.

Das sehe ich komplett anders.
Meiner Meinung nach gibt es keine Alternative zu OpenSource im Verwaltungsbereich. Das muss nicht unbedingt Linux sein, könnte auch eine komplette Eigenentwicklung sein. Realistisch ist eine komplette Eigenentwicklung durch eine Verwaltung natürlich nicht und daher ein Rückgriff auf vorhandene Systeme sinnvoll.
Ich sehe ehrlich gesagt, kein echtes Problem bei einem Einsatz von Linux in Verwaltungen und auch keinen(!) Vorteil von Windows. Ja, GUI technisch sind einige/viele Anwendungen unter Linux nicht gut. Allerdings: Damit und dem System selber arbeiten doch die Leute gar nicht. Sie setzen selber programmierte Fachanwendungen ein oder nutzen Mail/Browser/Office.
Bei den Fachanwendungen und Mail/Browser/Office ist das zugrunde liegende System egal.
Das Hauptproblem ist doch, dass die Fachanwendungen Nut unter uralten Windowsversionen laufen und erst umgeschrieben werden müssen. Dabei wird dann ganz gerne unter der Tisch gekehrt, dass das auch bei Windows mittlerweile umgeschrieben werden muss und dass ein Umschreiben auf eine systemunabhängige Version auch in Zukunft Vorteile bringt.
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Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen´gen nur gewesen." -- Schiller

Florian

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Re: Von Linux zu Vista?
Antwort #83: September 27, 2017, 15:11:07
Mannomann!
Seit Reiter dran ist, werden wirklich alle Register gezogen, und jetzt wird's wirklich unappetitlich bis womöglich illegal.
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Thukydides