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Geschäftszahlen 1.Quartal: Natürlich neue Rekorde
Florian:
Warlord:
Was ist denn meine grundsätzliche politische Ansicht?
Ob Dividende gezahlt wird oder nicht, entscheidet leider nicht der Anleger. Zins ist nicht der richtige Ausdruck, mein Fehler, denn dann wäre es ja eine Anleihe. Bleiben wir bei Rendite.
Was gesünder ist, ist so eine Sache. Ich glaube, der Fehler, der ungesund ist und oft gemacht wird, ist eine unrealistische Renditeerwartung, oft verbunden mit einer falschen Risikoeinschätzung.
warlord:
--- Zitat von: Florian am Januar 24, 2008, 11:20:12 ---Was ist denn meine grundsätzliche politische Ansicht?
--- Ende Zitat ---
Sagen wirs so: Ich schätze Dich aufgrund der bisherigen politischen Diskussionen jedenfalls grundsätzlich als weniger kapitalismusfreundlich ein, als mich. ;)
Edit: Habe die eventuell missverständliche vorherige Bemerkung übrigens noch etwas präzisiert.
MacFlieger:
--- Zitat von: Florian am Januar 24, 2008, 10:45:10 ---Oft behält die Firma ja Anteile, die dann entweder nach und nach an den Markt gegeben werden, oder Managern oder (hoffentlich auch) Mitarbeitern überlassen werden. Oder sie werden eben gehalten, etwa 51%, um die Mehrheit der Stimmrechte zu behalten.
--- Ende Zitat ---
Also sind im Prinzip nur diejenigen AGs von ihren Aktionären abhängig, die mehr als 49% ihrer Aktion aus der Hand geben, richtig?
Alle anderen können ihre Aktionäre ja überstimmen und ob die nun verkaufen wollen oder nicht, ist ja egal, denn das Geld hat die Firma ja schon und muss die auch nicht zurückkaufen, richtig?
--- Zitat ---Ja, wenn denn der Gewinn auch entsprechend weitergegeben wird, was aber stets der Vorstand entscheidet, zum anderen geht man bei Verlust natürlich leer aus.
--- Ende Zitat ---
Klar, wenn die sich nicht an ihre Versprechungen halten, bekommt man keine Dividende. Ist aber bei den Kursen ja genauso, wenn die sich nicht an ihre Versprechungen halten.
--- Zitat ---Es ist aber ein Irrglaube, daß es so etwas wie eine Stabilität ohne Wachstum gibt.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht ist da mein Hauptproblem. Für mich ist ständiges Wachstum aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht möglich. Warum muss es Wachstum geben?
--- Zitat ---
--- Zitat ---2. Die Firma gibt keine Dividende (wie Apple) und verspricht, dass die Aktie an (imaginärem) Wert zulegt.
--- Ende Zitat ---
Wieso imaginär? Die Aktie hat den Wert, genauso wie ein Geldschein. Man muss ihn halt nur realisieren und kann die Aktie nicht im Geschäft einlösen, sondern muss erst in einem speziellen Laden verkaufen.
--- Ende Zitat ---
Ich meinte mit "imaginär", dass ihrem Wert kein realer Wert (Wissen, Humankapital, Immobilien etc.) entspricht, sondern nur dem entspricht, was jemand anderes bereit ist dafür zu zahlen. Jemand anderes zahlt aber nur Betrag x dafür, wenn er hofft, dass er Gewinn macht. Also dass er hofft, dass jemand anderes noch mehr Geld bezahlt, weil der hofft Gewinn zu machen, also hofft, dass er noch einen anderen findet...
--- Zitat ---
--- Zitat ---Der Aktienwert spiegelt die Bereitschaft von anderen wieder, eine Aktie später zu einem gewissen Betrag zu kaufen.
--- Ende Zitat ---
Nein, es ist einfach der Preis, der zur Zeit geboten wird.
--- Ende Zitat ---
Äh, ja. Streich das "später".
--- Zitat ---
--- Zitat ---D.h. der Erstkäufer kann nur dann Gewinn machen (höherer Aktienwert), wenn später jemand bereit ist, noch mehr dafür zu zahlen. Es ist aber nur jemand dazu bereit, wenn er glaubt Gewinn machen zu können, d.h. das er glaubt, einen Dritten zu finden, der noch mehr zahlen will. usw. usf. Bei dieser ganzen Steigerungssache sehe ich eigentlich nirgendwo die Firma selber und ihre Zahlen richtig beteiligt.
--- Ende Zitat ---
Siehe oben.
Natürlich, gibt die Firma 100% der Anteile aus, verdient sie hinterher nicht an Kurssteigerungen.
--- Ende Zitat ---
Wobei der Punkt mit der Beteiligung der Firma nicht mein Hauptpunkt war.
Ist denn mein erster Teil (oben fett) richtig?
In dem Fall könnte man das ganze Drumherum (Namen für eine Firma auf die Aktie schreiben, Kurse mit Firmenzahlen verknüpfen etc.) auch fallen lassen, oder?
Dann könnte man das ja statt mit Aktie "Apple" auch mit Aktie "Schnurz" machen. Jemand kauft die, weil er hofft, dass jemand dafür später mehr bezahlt, weil der hofft, dass später jemand anderes noch mehr bezahlt...
MacFlieger:
--- Zitat von: Dale am Januar 24, 2008, 11:19:42 ---In diesen Geschäftsberichten muss eine Gesellschaft Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr (in anderen Ländern manchmal auch Quartal) ablegen, damit die Anteilseigner eine zusätzliche Basis haben auf der sie die Gesellschaft einschätzen können. Damit kann auch die Gesellschaft nach außen kommunizieren wie erfolgreich gehandelt wurde und auch wie die strategische Ausrichtung für die Zukunft aussieht.
--- Ende Zitat ---
Mir fehlt dabei immer noch die Verknüpfung zwischen Aktienwert und der konkreten Firma (siehe oben Aktie "Schnurz"). Warum hofft man, dass jemand anderes noch mehr hofft, Gewinn zu machen (höherer Gewinn für mich), wenn es dem Unternehmen gut geht?
Florian:
--- Zitat von: MacFlieger am Januar 24, 2008, 12:11:57 ---Also sind im Prinzip nur diejenigen AGs von ihren Aktionären abhängig, die mehr als 49% ihrer Aktion aus der Hand geben, richtig?
Alle anderen können ihre Aktionäre ja überstimmen und ob die nun verkaufen wollen oder nicht, ist ja egal, denn das Geld hat die Firma ja schon und muss die auch nicht zurückkaufen, richtig?
--- Ende Zitat ---
Naja. So absolut kann man das nicht sehen. Besitzt ein Großaktionär z.B. 30%, hat er natürlich schon auch Einfluss, zumindest sollte es so sein. Überstimmen kann er die Mehrheitseigner natürlich nicht.
Übrigens gibt es auch stimmrechtslose Aktien, aber das führt wohl zu weit. :)
--- Zitat ---Vielleicht ist da mein Hauptproblem. Für mich ist ständiges Wachstum aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht möglich. Warum muss es Wachstum geben?
--- Ende Zitat ---
Ich schrieb ja extra vom Branchenschnitt. Wenn Konkurrent X wächst, man selbst aber stagniert, hat das oft mehrere Nachteile, z.B. hat der Konkurrent mehr Mittel für Werbung, und wird seinen Marktanteil so womöglich weiter ausbauen. V.a. aber hat er mehr Einkaufsmacht, Markenpräsenz und das Wohlwollen der Börse und damit meistens auch der Medien. Er kann auch Investitionen tätigen und die Forschung verstärken und so womöglich die eigene Produkte komplett vom Markt drängen.
Jedes Jahr derselbe Gewinn hieße auch eine realen Verlust, schließlich gibt es Inflation. (Wobei ich nun nicht erklären kann, ob dies so sein muss.)
Und warum soll Jemand die Aktie kaufen, wenn er auf dem Sparbuch Zinseszins kriegt und hier nicht?
Natürlich kann man sich aus dieser Lage auch wieder befreien. Neue Märkte angreifen, innovativer werden. Apple ist ein wirklich schönes Beispiel dafür. Es lief ja auch mal ganz anders und überall konnte man lesen, Macs kaufe man besser nicht mehr. Dabei war Apple auch damals meistens profitabel und saß auf sieben Milliarden Dollar Vermögen.
Es kommt also meistens auch zu unseriösen Übertreibungen.
--- Zitat ---
--- Zitat ---D.h. der Erstkäufer kann nur dann Gewinn machen (höherer Aktienwert), wenn später jemand bereit ist, noch mehr dafür zu zahlen. Es ist aber nur jemand dazu bereit, wenn er glaubt Gewinn machen zu können, d.h. das er glaubt, einen Dritten zu finden, der noch mehr zahlen will. usw. usf. Bei dieser ganzen Steigerungssache sehe ich eigentlich nirgendwo die Firma selber und ihre Zahlen richtig beteiligt.
--- Ende Zitat ---
Ist denn mein erster Teil (oben fett) richtig?
--- Ende Zitat ---
Ja, kann man wohl so ausdrücken.
--- Zitat ---In dem Fall könnte man das ganze Drumherum (Namen für eine Firma auf die Aktie schreiben, Kurse mit Firmenzahlen verknüpfen etc.) auch fallen lassen, oder?
Dann könnte man das ja statt mit Aktie "Apple" auch mit Aktie "Schnurz" machen. Jemand kauft die, weil er hofft, dass jemand dafür später mehr bezahlt, weil der hofft, dass später jemand anderes noch mehr bezahlt...
--- Ende Zitat ---
Anders gesagt glaubt man an eine positive Entwicklung der Firma, die Anteile an ihr so für noch erstrebenswerter machen und so über einen offenen Markt, nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, den Preis für jeden Anteil nach oben treibt.
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