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Geschäftszahlen 1.Quartal: Natürlich neue Rekorde

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mbs:
Eine Aktie ist eine Methode, mit der eine Firma (viel) Geld für zukünftige Investitionen erhalten kann, wobei das damit verbundene Risiko auf viele Miteigentümer verteilt wird.

Für die Bewertung der Aktie spielt eine Rolle, inwieweit die Firma ihre zukünftige Entwicklung vorhersagen kann. Wenn sich die Firma in einem Markt befindet, der keine großartigen Wachstumsraten mehr erlaubt, aber die Gewinne sind stabil, wird das *nicht* zur schlechten Einschätzung der Firma durch Analysten führen.

Selbst eine Firma, die Verluste macht, weil sie z.B. mit hohen Investitionen gerade versucht, ihren Marktanteil stark zu erhöhen, muss nicht schlecht bewertet werden. Die Firma muss das bloß "im Voraus sagen" und begründen, so dass die zukünftige Entwicklung einschätzbar bleibt. Die Analysten können diese Risikobereitschaft sogar als sehr gutes Zeichen sehen und die Aktie wird steigen.

Apple befindet sich in einem sehr schnelllebigen und risikoreichen Markt. Wenn Apple vorhersagt, den Marktanteil bei MP3-Playern auf den Wert x zu erhöhen und dabei um 30% zu wachsen, aber sie wachsen dann nur um 20%, ist das aus Aktiensicht schlecht: Das in die Zukunft investierte Risikogeld ist offenbar falsch angelegt, denn die Firma schafft es damit nicht, die vorgenommenen Ziele zu erreichen. Wieviel Geld die Firma dabei verdient hat, spielt überhaupt keine Rolle. Aber die Abweichung zwischen Ziel und Realität spielt eine Rolle, ob es sich lohnt, Aktienbesitzer und damit "Miteigentümer und Risikoträger" dieser Firma zu sein. Ist die Abweichung zu groß, springen die Besitzer ab und die Aktie verliert an Wert.

Florian:
Eben! Offensichtlich kann man sich dann nämlich auf den Vorstand nicht verlassen.

Genau deshalb sind Apples eigene Prognosen immer echt niedrig. Um mal diese Firma wieder zu erwähnen. :)

fränk:

--- Zitat von: mbs am Januar 23, 2008, 19:02:50 ---Wenn sich die Firma in einem Markt befindet, der keine großartigen Wachstumsraten mehr erlaubt, aber die Gewinne sind stabil, wird das *nicht* zur schlechten Einschätzung der Firma durch Analysten führen.

--- Ende Zitat ---
Aber es wird doch kaum einer der "Analysten" zum Kauf eines solchen Papiers raten, wenn andere Aktien eine größere Rendite versprechen.




--- Zitat von: mbs am Januar 23, 2008, 19:02:50 ---Selbst eine Firma, die Verluste macht, weil sie z.B. mit hohen Investitionen gerade versucht, ihren Marktanteil stark zu erhöhen, muss nicht schlecht bewertet werden. Die Firma muss das bloß "im Voraus sagen" und begründen, so dass die zukünftige Entwicklung einschätzbar bleibt. Die Analysten können diese Risikobereitschaft sogar als sehr gutes Zeichen sehen und die Aktie wird steigen.

--- Ende Zitat ---
Nee.
Das glaube ich einfach nicht.
Eine AG, die im Moment Verluste macht, kann das unter Umständen mit diesen Investitionen begründen und somit Hoffnung für die Zukunft machen.
Wenn diese Zukunft dann wirklich so eintrifft, wird der Kurs der Aktien vielleicht auch wieder steigen.
Aber selbst wenn die Analysten diese Risikobereitschaft als gutes Zeichen werten, wird doch wohl deswegen keiner (oder kaum einer) jetzt bereits diese Papiere kaufen. Normalerweise wird doch wohl erst einmal gewartet, bis sich die Investitionen beginnen auszuzahlen.

Das Kapital ist doch ein viel zu scheues Reh um sich in die Hektik zu begeben, die ein Betrieb ausstrahlt, der gerade Miese macht weil er investiert.

Meine Theorie. Mehr nicht.

warlord:

--- Zitat von: fränk am Januar 23, 2008, 19:16:05 ---Aber selbst wenn die Analysten diese Risikobereitschaft als gutes Zeichen werten, wird doch wohl deswegen keiner (oder kaum einer) jetzt bereits diese Papiere kaufen.

--- Ende Zitat ---

Ich bin zwar kein Analyst. Aber doch, genau das habe ich in den letzten paar Jahren gemacht. Und bin nicht schlecht gefahren damit. Ein Teil meiner Investitionen ging in Pharma-Start-ups, vornehmlich aus der Region. Die machen in den ersten paar Jahren immer rote Zahlen. Mitunter massiv. Das ist aber normal. Die Aktien können trotzdem munter steigen, solange die Firma auf ihrem vorgesehenen Pfad ist.

mathias:

--- Zitat von: fränk am Januar 23, 2008, 19:16:05 ---Aber es wird doch kaum einer der "Analysten" zum Kauf eines solchen Papiers raten, wenn andere Aktien eine größere Rendite versprechen.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht der Dividende wegen? Wenn die Firma gut am Markt steht und langfristig Dividenden abwirft, dürfte das doch auch interessant sein, oder nicht? Ist natürlich nix für schnelle, große Gewinne.


--- Zitat von: fränk am Januar 23, 2008, 19:16:05 ---Nee.
Das glaube ich einfach nicht.
Eine AG, die im Moment Verluste macht, kann das unter Umständen mit diesen Investitionen begründen und somit Hoffnung für die Zukunft machen.
Wenn diese Zukunft dann wirklich so eintrifft, wird der Kurs der Aktien vielleicht auch wieder steigen.
Aber selbst wenn die Analysten diese Risikobereitschaft als gutes Zeichen werten, wird doch wohl deswegen keiner (oder kaum einer) jetzt bereits diese Papiere kaufen. Normalerweise wird doch wohl erst einmal gewartet, bis sich die Investitionen beginnen auszuzahlen.

Das Kapital ist doch ein viel zu scheues Reh um sich in die Hektik zu begeben, die ein Betrieb ausstrahlt, der gerade Miese macht weil er investiert.

Meine Theorie. Mehr nicht.

--- Ende Zitat ---
Aber das ist doch eigentlich genau der Grund, weshalb es Aktien bzw. Aktiengesellschaften gibt, oder? EIne Firma -egal, ob ein neues oder ein schon existierendes Unternehmen- braucht, wie von mbs schon erklärt, Kapital für neue Investitionen, um am Markt erfolgreich zu sein. Also muß man sich Investoren suchen, die das Geld, das man braucht, zur Verfügung stellen können. Als Gegenleistung erhält jeder Investor einen Anteil an dem Unernehmen - Aktien. Der Investor muß nun das Risiko der Investition abschätzen. Glaubt er, das Unternehmen kann durch die Investitionen mehr Geld verdienen und wachsen, wird er investieren. Wenn nicht - dann nicht. Und da liegt der Hase im Pfeffer: um abschätzen zu können, ob sich die Investitionen lohnen, sollte man ein Unternehmen,dessen Technologie etc. gut kennen, um das rational entscheiden zu können. Oder man entscheidet aus dem Bauch heraus.  ;D
Da es aber wiederum viele Firmen gibt, die damit Geld verdienen, wieviel Geld Unternehmen verdienen, in die sie viel Geld investiert haben (sorry, geht nicht komplizierter ;D), ohne daß das Unternehmen oder deren Produkte als solches wichtig wäre, muß Rendite her. Stimmt die nicht, wird das Kapital aus dem Unternehmen rausgezogen und wieder wo anders investiert. Also werden Aktien verkauft. Kommen nun mehrere Aktionäre zur selben Zeit auf die gleiche Idee, werden zuviele Aktien verkauft, das Angebot ist größer als die Nachfrage, dementsprechend sinkt der Aktienkurs und damit der Börsenwert eines Unternehmens usw. usf.. Das läßt sich -glaube ich- rational nicht immer begründen.
Als Kleinaktionär sollte man einfach einen langen Atem haben. Dann hat man bei Dax-Werten eigentlich immer gute Karten.
Aber mal ehrlich, was am US-Immobilienmarkt Geld verbrannt worden ist, Wahnsinn... Und (fast) alle haben mitgemacht. Und wer Zahlt die Zeche? Mal wieder der kleine Angestellte, der dafür überhaupt nix kann.

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