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Bankenkrise

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FOX:
Habe Heute mal ein paar Hunderter ins Getümmel geworfen. Da gibt es Sachen, die haben vor 3 Monaten noch das 10fache gekostet.
Auf ein paar Kröten mehr oder weniger kommt's jetzt auch nicht mehr an. Juhuuu... Casino.. alles auf die Null  ;D

Thyrfing:
Ihr macht mir hier einen leicht hysterischen Eindruck... ;D

Dale:
Dieses Interview mit einem Aktienhändler hier macht mich nervös. Danach kollabiert das Finanzsystem mit 70%iger Wahrscheinlichkeit. Kann das stimmen?

Jochen:

--- Zitat von: Dale am Oktober 11, 2008, 19:54:49 ---Dieses Interview mit einem Aktienhändler hier macht mich nervös. Danach kollabiert das Finanzsystem mit 70%iger Wahrscheinlichkeit. Kann das stimmen?

--- Ende Zitat ---

Wenn er das sagt wird es stimmen  :-\
Börsenhändler, Analysten, Astrologen.... ???
Nach 1923 ging es auch wieder aufwärts  ;D

Jochen

Dale:
Wer aktuelles und fundiertes (soweit dies im Rahmen so extremer Verflechtungen überhaupt möglich ist) über die Finanzkrise wissen will findet sie  im Blog und in den Kolumnen von Paul Krugman. Die Bücher die ich von ihm gelesen habe sind "Der europäische Traum" und "Die Große Rezession" (beide sind zu empfehlen).

Interessant vor allem: In "Die Große Rezession" von 1999 (2001 in Deutsch erschienen) nennt er z.B. Hedge-Fonds und andere Spekulanten die mit "extremen Hebeln" arbeiten die Hexenmeister des Universums. "Dass das Schicksal ganzer Länder von den Transaktionen einzelner Händler abhängen könnte, mochte niemand glauben - für so etwas hielt man die Märkte für viel zu groß. Insofern schien es undenkbar, dass Einzelpersonen oder kleinere Gruppen in der Lage sein könnten, den Kurs selbst einer nur mittelgroßen Volkswirtschaft nennenswert zu beeinflußen. Doch da irrte man möglicherweise. Eine der bizarrsten Aspekte der Wirtschaftskrise [Anmerkung von mir: Er meint damit die Asienkrise] war die markante Rolle der Hedge-Fonds und anderer Spekulanten. Dabei handelt es sich um hoch spekulative, auf makroökonomische Entwicklung setzende Investmentfirmen, die in der Lage sind kurzfristig mit Summen zu operieren, die weit über das Einlagenkapital hinausgehen. Es kann kein Zweifel bestehen, dass solche Fonds den Weltmärkten hart zugesetzt haben- im Erfolgsfall nicht weniger als im Fall des Scheiterns." (Paul Krugman , Die große Rezession, Sa58-159, Econ 2001).

Am Ende kommt er noch zu dem Schluß, dass es fast unausweichlich sein wird, dass der Staat eingreifen muss um die negativen Auswirkungen extremer Spekulationen zu minimieren. Ich glaube mal vor allem dafür, und für seine Forderung nach Schutzvorrichtungen um extreme Hebelgeschäfte zu minimieren bekommt er jetzt den Nobelpreis.

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