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Bankenkrise

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Florian:
Gold ist doch das totale Spekulationsobjekt und keineswegs der sichere Hafen.
Und Häuser werden dauernd entwertet, wegen neuen Vorschriften und Käuferwünschen zu Energiebedarf.
Außerdem läuft es bei uns eh so: EFH wird abgerissen und drei Reihenhäuser rein. Man bekommt also sowieso nix mehr dafür.
Ach so, drin wohnen? Pff! Lieber großes Auto, daß reicht auch! Ölpreis, na und? Fährt die Wohnung eben nicht mehr!

Aber Tagesgeld: 5,75%. Die brauchen wirklich dringend Geld.

Alles verrückt, ich werd's jetzt auch.
---


Anderswo:
Island kämpft gegen den Staatsbankrott.

elafonisi:
@ Flo: Wie kann man sich nur als Investmentbank Vorstand outen? In diesen Zeiten!  ;D

Florian:
Ich sag's ja: Verrückt. :) Das Ansehen kümmert mich nicht, Hauptsache die Abfindung stimmt. 

Jochen:
Die Grundübel sind:

Virtuell Schulden
Virtuelle Gewinne

also der bargeldlose Zahlungsverkehr.

Schlimm finde ich nun auch noch die Aussage:

"Die EU-Staaten wollen demnach alle "systemrelevanten Finanzinstitute" stützen"

Der Begriff systemrelevant heisst doch nichts anderes als Beibehaltung der momentanen Spielregeln.

Wobei auf dem G8 Gipfel in Heiligendamm 2007 viele "Fachleute" vor dem Crash gewarnt hatten.

Aber was anderes als das Statement, wir (Politik) müssen die Finanzwirtschaft beobachten, kritisch ist es nicht, gab es nicht.
Der nächste Crash ist vorprogrammiert.

Jochen

Florian:

--- Zitat ---also der bargeldlose Zahlungsverkehr.
--- Ende Zitat ---

Ich glaube, hier hast Du den falschen Terminus gewählt, denn das führte ja sehr, sehr weit.
Denn dann wäre ja der einzige Ausweg die Rückkehr zu Barzahlung, weil nach dem Motto wären ja nicht mal mittelalterliche Wechsel okay.
Die Geldmenge müsste zudem z.B. an die Goldreserven gekoppelt werden. Oder wieder Münzen aus Edelmetallen.

Meinst Du vielleicht das Kaufen auf Pump, Wetten auf Kursverluste, etc. und automatisierte Überweisungen/Käufe/Verkäufe? Da stimme ich teilweise überein.

Letztendlich liegt der Fehler aber immer nur in einem begründet: Die Gier der Menschen. Und dagegen ist kein System gefeit. Man sollte aber zumindest effiziente Kontrollen gegen Betrug, Übervorteilung, Insider-Handel etc., pp. etablieren, da liegt für mich der große Hund begraben.
De facto gibt es scheinbar ein Milieu, in dem überhaupt nicht mehr kontrolliert wird.

In diesem Zusammenhang fällt mir gerade mal wieder der Enron-Skandal ein. Dazu kann ich die Dokumentation Enron: The Smartest Guys in the Room empfehlen, daß ist jetzt alles schon etwas her und anders gelagert, aber hat man daraus gelernt? Oder aus dem ganzen dotcom-Desaster?
Wo sind die Behörden, die diese gewaltigen Multimilliarden-Transfers noch kontrollieren können und wollen? Immer wird erst reagiert, wenn es schon zu spät ist.

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