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Bankenkrise
Quaestor:
Volle Zustimmung
radneuerfinder:
Hier werden 4 Analysen zur Weltwirtschaft referiert:
http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-1163647.html
Mein Bauchgefühl sagt, keine von denen trifft es. Aber ich habe ja keine Ahnung, ich fürchte wie alle anderen auch.
Florian:
Es wird wohl eine Mischung aus den genannten Ursachen sein.
Ich meine, dass v.a. viel zu wenig investiert wird. Die Firmen horten das Geld, auch wenn sich langsam eine kleine Verbesserung einzustellen scheint. Die öffentliche Hand hat die Chance der Minizinsen rein ideologisch begründet ausgeschlagen.
radneuerfinder:
--- Zitat von: Florian am August 24, 2017, 14:23:04 ---Es wird wohl eine Mischung aus den genannten Ursachen sein.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube nicht, dass 4 unvollständige Erklärungsversuche zusammen eine komplette Analyse ergeben. Ich glaube es wird vor allem im Dunklen getappt:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geldpolitik-die-notenbanker-sind-verstoert-1.3641707
Die Banken/Finanzkrise (und dieser GesprächsFaden) feiern dieses Jahr 10 jähriges Jubiläum. Die Fachwelt hatte die weltweite Krise nicht vorausgesehen (von Außenseitern abgesehen). Was mich verstört, niemand hat - soweit ich das überblicke - ein Forschungsinstitut beauftragt/gegründet, diese mangelhafte Prognosefähigkeit im Nachgang zu analysieren mit dem Ziel, Verständnis und Prognose signifikant zu verbessern. Eine Diskussion in der (Wirtschafts)Wissenschaft mit dem Ergebnis: "nächstes mal machen wir es besser, weil wir folgenden Fehler in der Prognose nicht mehr machen." Fehlanzeige. Mir ist nicht mal eine ggf. ergebnislos verlaufene Diskussion bekannt. >:(
Florian:
Stimmt. Komplett wird's nicht.
Ökonomie ist auch keine Naturwissenschaft mit reproduzierbaren Experimenten. Bzw. ist die Welt zu kompliziert dazu.
Die Finanzkrise wurde durchaus erforscht. Das man eine Prognosefähigkeit wesentlich verbessern könnte, ist ein Irrglaube - meine ich.
Man wird vielleicht etwas skeptischer, wenn alle Hurra schreien. Aber die Frage ist dann auch, hat man recht und was soll man dann unternehmen?
Seit der Krise ist ja einiges geschehen, die Frage ist halt nur, ob es genug war. Klares Nein meinerseits.
a) Während man Banken und Versicherungen stärker regulierte, ließ man andere Mitspieler unbehelligt (z.B. Hedgefonds).
b) Den Banken ist viel zu wenig verboten worden. Man hat auch heute noch, und wieder mehr, einen regen Handel mit Finanzprodukten, die dermassen verschachtelt sind, dass sie niemand mehr versteht.
c) Die Geldmenge ist derart explodiert, dass die Notfallfonds überfordert sein könnten.
d) Trump will die Bankenregulierung rückgängig machen.
e) Der Euroraum blieb weitgehend unverändert, man hat eben nicht die Konsequenzen gezogen. Alles lassen es laufen, dank der EZB ohne große Konsequenzen - derzeit.
Es heißt ja immer, es wird erst gehandelt, wenn es schon geknallt hat. Dieser Spruch scheint widerlegt, oder wie groß muss der Knall sein, dass sie gilt?
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