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Bankenkrise
Florian:
Und mittlerweile ist die Beteiligung der Bankkunden schon offizielle Position des EU-Binnenmarktkommissars Barnier:
--- Zitat ---"Zuerst zahlen die Aktionäre der Bank, als Zweites die übrigen Kapitalgeber, also etwa Anleihebesitzer", sagte er. "Wenn das nicht reicht, werden Sparer mit Guthaben über 100.000 Euro herangezogen. Danach kommen die Mittel aus den künftigen nationalen Banken-Abwicklungsfonds, in die alle Institute einzahlen müssen."
--- Ende Zitat ---
Und dann erst der ESM.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/plaene-des-eu-binnenmarktkommissars-reiche-sparer-sollen-bei-banken-pleiten-haften-1.1648076
Wird hier endlich das Ganze vom Kopf auf die Füße gestellt?
radneuerfinder:
Heute mal ein Buchtipp:
Mark Schieritz: Die Inflationslüge
Der Autor erklärt verständlich, aber aus strenger VWL Sicht, Zentralbankgeld, die Geldmengen M0 bis M3, Eurokrise, die deutsche HyperInflation 1923, VermögensBlasen und dergleichen mehr.
Eine wichtige These des Buches:
"Dass in der öffentlichen Debatte nur die Ausweitung der Geldschöpfung durch die Notenbanken, nicht aber die rückläufige Geldschöpfung der Privatbanken eine Rolle spielt, kommt einem kolossalen Versagen der Wirtschaftsexperten an den Universitäten und in den Medien gleich."
Einen kleinen Einblick in das Buch gibt vielleicht dieser Artikel des gleichen Autors:
http://www.zeit.de/2013/19/finanzmarkt-finanzpolitik-inflation/komplettansicht
Florian:
Schäuble will nach Berichten über die KfW Garantien für z.B. Darlehen der spanischen Schwesterbank ausgeben.
Sprich, man übernimmt noch mehr Risiko.
Allerdings sind die Summen mickrig. Die Rettung der deutschen Banken wird mindestens 70 Mrd. Euro kosten. Link gibt es, wenn ich ihn wieder finde.
Florian:
Apple ist ja groß in der Kritik wegen der Steuersparmodelle. (siehe auch hier, ff.)
In Deutschland sieht es so aus:
Von 1992 bis 2008 stiegen die Gewinne der Unternehmen um 140%.
Die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer dagegen nur 64%.
Vergleicht man nun BIP und Körperschaftssteuereinnahmen, kommt man in etwa und durchschnittlich (!) auf 20% Realbelastung. Das macht etwa 111 Mrd. € aus und damit ein Fünftel der Gesamtsteuereinnahmen.
Eigentlich müssten es aber 90 Mrd./anno mehr sein. Zudem war noch mehr als eine halbe Billion an Verlustvorträgen möglich.
Die Steuerreform 2008 mit niedrigeren Sätzen aber erweiterter Bemessungsgrundlage hat das Problem anscheinend immerhin etwas vermindert. Vorher wurde noch mehr außer Landes versteuert - oder eben nicht.
Neuere Zahlen liegen leider noch nicht vor.
Zur Pressemitteilung des DIW.
radneuerfinder:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/banken-lobbying-gegen-transaktionssteuer-eine-steuer-wird-geschreddert-1.1685756
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