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Bankenkrise

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radneuerfinder:
Kleine Presseschau zu Zypern:
http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article114623209/Zyprer-lachen-ueber-kalte-Enteignung-in-Deutschland.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/warum-der-zugriff-auf-zyprische-bankkonten-legal-ist-a-889957.html
http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/12162/der-tabubruch/

Florian:

--- Zitat von: radneuerfinder am März 21, 2013, 13:32:56 ---http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article114623209/Zyprer-lachen-ueber-kalte-Enteignung-in-Deutschland.html

--- Ende Zitat ---

Deutsche können und haben auch in Zypern an-legen/gelegt und umgekehrt. Übrigens sind die deutschen Banken mit sechs Milliarden in Zypern engagiert. Und Bürger/Firmen beider Länder gehen wohl in die Schweiz, da gibt es noch weniger Zinsen. Das die zypriotischen Banken mehr Zinsen zahlen mussten, hatte ja einen Grund, den wir jetzt sehen.
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-banken-zittern-um-sechs-milliarden-euro-a-889731.html)

Bin mal gespannt, wie sie jetzt wieder die Banken retten. Um etwas anderes geht es ja sowieso nie. Es steht der Bürger gegen die Finanzmoloche, nicht der Deutsche gegen Zypriot oder Grieche oder wen auch immer. Das die Politik alles tut, dies zu kaschieren, ist ja klar. Und genau darum wird auch die nationale Schiene gefahren - wie immer, wenn man keine Argumente hat.

Wen juckt es denn konkret, wenn die die beiden zypriotischen Pleitebanken keine Hilfe kriegen? Die Anleger bis 100000 € wären in diesem Fall ja geschützt.  Der Rest müsste schauen, was noch irgendwie aus der Insolvenzmasse zu holen ist.
Das wäre marktwirtschaftlich der korrekte Weg, oder? Und genau das Ziel, wo ja angeblich die Politik hinsegeln will. Trau, schau, wem?

Florian:
Es wird immer unglaublicher.

Nun soll also ein Fonds gebildet werden, dieser wird gefüllt aus mehreren Quellen wie der Kirche (die an einer Pleitebank übrigens ein Drittel innehat), von Goldverkäufen und einem Griff in die Rentenkasse (!!!).
Dieser Fond soll dann Anleihen ausgeben, den Bürgern wird sehr nahegelegt, welche zu kaufen. Also zumindest eine halbe Zwangsanleihe. Gleichzeitig erhöht sich natürlich die Staatsverschuldung - was die Retter-Allianz kategorisch ausgeschlossen hatte.

Derweil ist die eine Bank auch beim besten Willen nicht mehr zu retten. Laiki wird aufgespalten in eine gute und eine schlechte Hälfte, die nächste Bad Bank ist geboren. Die gute Seite geht an die andere Pleitebank (Bank of Cyprus) - und die Bad Bank natürlich an den Staat/Steuerzahler. Alles wie gehabt.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/strategie-in-der-euro-krise-zypern-spaltet-seine-zweitgroesste-bank-auf-1.1630723

Edit: Auch wenn es bisschen viele SZ-Links sind, ich sehe es halt gerade dort…
Ja, ja, die reichen Deutschen…

--- Zitat ---In Frankreich liegt das Median-Nettovermögen mit 113.500 Euro mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. In Spanien (178.300 Euro) und Italien (163.900) ist der Wert sogar mehr als drei Mal so hoch. In Österreich liegt er bei 76.400 Euro.
--- Ende Zitat ---

In Spanien haben also genauso viele Leute mehr als 178.300 € Vermögen, wie unter diesem Wert liegen. In Deutschland liegt der Median bei 51.400 €.
Dies liegt v.a. an wesentlich mehr Wohneigentum, wie ich der Pressemitteilung der Bundesbank entnehme.
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Kurzmeldungen/Fokusthemen/2013_03_21_phf.html


warlord:
Die Washington Post bietet einen interaktiven Zypern-Bailout-Rechner:

http://www.washingtonpost.com/blogs/wonkblog/wp/2013/03/18/build-your-own-cyprus-bailout/

radneuerfinder:
In Zypern wird der Euro ja jetzt auf andere Art als bisher gerettete. Die Insel bleibt kommentarlos?

Dann eben die Anmerkungen von Prof. Martin Klein:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/zypernmodell100.html

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