ausblenden > Talk

Bankenkrise

<< < (97/157) > >>

Jochen:
Nun wird es wieder interessant, leider ;-(

Sinn Bofinger Schäuble Merkel

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schaeuble-kritisiert-sinns-oekonomen-appell-a-842939.html

Es gab mal ein Schiff welches per Definition unsinkbar sein sollte. Deswegen brauchte man nicht so viele Rettungsboote.

Jochen

Florian:
Keiner kann sagen, wie genau es weitergeht - oder weitergehen soll.

Ganz klar aber geht der Trend so oder so Richtung Mehrbelastung des deutschen Bürgers.

Frage am Rande:
Warum rettet Italien nicht selbst seine Banken? Die Privatvermögen der Italiener sind jedenfalls äußerst üppig. Einfacher abzukassieren ist aber scheinbar der deutsche Steuerzahler.

Das die schwarzen Löcher der Banken immer größer werden, ist leider absehbar, aber was ist in den letzten fünf Jahren geschehen, um die Gefahren von Bankenpleiten einzudämmen? Die Bilanzsummen wurden nur immer größer.

Ich fürchte in einige Jahrzehnten werden unsere Krisenjahre als Beispiel, wie man es nicht angehen sollte herhalten müssen. Es ist doch allen klar, dass man Bankenpleiten ermöglichen muss, und daher diese kleiner werden müssen. Und das das billige Zentralbankgeld nicht der Wirtschaft zu gute kommt, sondern nur den Banken das Weiterdrehen des großen Rades erlaubt.


Merkel wurde von Monti, Hollande und Rajoy im Verbund mit der deutschen SPD in die Ecke gedrängt und erpresst. Aber es bleibt ihr Fehler, dass sie ihre roten Linien wieder übertreten hat.
Die von ihr nun als Schutzklauseln präsentierten Paragraphen sind in Wahrheit verhandelbar und wird das alles einmal umgesetzt, gilt die einfache Mehrheit - und die liegt nunmal nicht bei Deutschland, Holland und Finnland.

Das man nun die Kritiker in die Populistenecke verweisen will, war ja vorhersehbar - hier kämpft die Regierung um die Deutungshoheit. Es mag nicht alles richtig sein, was darin steht, aber im Zweifelsfalle steckt mehr Wahrheit darin als in den Verlautbarungen unserer Politiker.

 

radneuerfinder:

--- Zitat von: Florian am Juli 06, 2012, 14:29:38 ---Merkel wurde von Monti, Hollande und Rajoy im Verbund mit der deutschen SPD in die Ecke gedrängt und erpresst. Aber es bleibt ihr Fehler, dass sie ihre roten Linien wieder übertreten hat.
Die von ihr nun als Schutzklauseln präsentierten Paragraphen sind in Wahrheit verhandelbar und wird das alles einmal umgesetzt, gilt die einfache Mehrheit - und die liegt nunmal nicht bei Deutschland, Holland und Finnland.

--- Ende Zitat ---

Diese Dolchstoßlegende Nr. 2  (Nr. 1 siehe hier)  stützt auch dieser Artikel:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107305282/Dank-SPD-und-Gruenen-wurde-Merkel-erpressbar.html

Florian:
Solche historischen Vergleiche sind immer schief, und in diesem Fall auch höchst problematisch.
Das aktuelle Geschehen ist in allen Belangen vollkommen anders als damals.

Ich nehme stark an, Du wolltest keineswegs andeuten, ich stünde in der deutsch-nationalen oder -nationalistischen Ecke wie die Urheber und Verbreiter der Dolchstoßlegende. Bei solchen Vokabeln und Vergleichen schrillen bei mir aber sofort die Alarmglocken. Die Politiker und Meinungsmacher spielen schon genug damit.

Das Geschehen auf dem Gipfel hat übrigens nicht nur der Springer-Verlag so, auch in praktisch allen anderen Blättern wurde das so ähnlich erläutert, nur die Wertungen sind unterschiedlich.


Merkel hat sich ganz klassisch ausmanövrieren lassen, die EU bedeutet eben Verhandlungen und da sollte man schon was drauf haben, auch wenn der Spielraum aufgrund von Beschlüssen daheim begrenzt ist. Konkret hätte man es ja mal endlich zum Schwur kommen lassen können, aber das will ja wieder keiner, lieber immer weiter so tun, als ob…


Ja, und wo stehen jetzt eigentlich die spanischen und italienischen Zinsen? Schon wieder da, wo sie vor dem Gipfel standen. Wie alle Beschlüsse vorher sind also auch diese verpufft (mir ist klar, dass sie erst in Jahren wirken würden).

Die Schweizer Zentralbank hortet unterdessen Abermilliarden Fremdwährungen, um den Franken zu drücken. Allein im Juni wurden fast 60 Mrd. Franken investiert, insgesamt sind's jetzt 365 Mrd, v.a. in Staatsanleihen. Ein riskantes Spiel, aber was sollten sie sonst auch machen? Der Kapitalzufluss in die Schweiz hält trotz Miniaturzins weiter an.

radneuerfinder:

   
http://www.welt.de/wirtschaft/article107914926/Europas-Banken-taumeln-am-toedlichen-Abgrund.html

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Antwort

Zur normalen Ansicht wechseln