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Bankenkrise

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radneuerfinder:
Ein kleines Schlaglicht auf die Emergency Liquidity Assistance (ELA) der EZB:
http://www.welt.de/wirtschaft/article106342896/In-Europa-schlummern-145-Milliarden-Notkredite.html

radneuerfinder:
4 Szenarien für die Zukunft des EUro:
http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/8203/eine-italienische-ehe/

Florian:
Italienische Ehe oder deutsche Wiedervereinigung - um nicht zu sagen unser fehlleistender Föderalismus allgemein?

Wer hat eigentlich Deutschland geholfen, als wir uns zur (teilweise verunglückten) Ostangleichung in einem Tempo verschuldet haben wie nie zuvor ein Land in Friedenszeiten? 90/91/92 musste die BRD über acht Prozent bezahlen. Damals war zwar das allgemeine Zinsniveau höher - trotzdem hat unsere öffentliche Finanzen nachhaltig zerrüttet.

Und: Das mögen die Politiker noch so abstreiten, die Währungseinigung ist auch oder v.a. ein politisches und diplomatisches Projekt, das nicht zu trennen ist von eben dieser deutschen Wiedervereinigung. Ich will keine Verschwörung behaupten (das man gezwungen wurde), aber das gemeinsame Geld war auch deutsche Aussenpolitik.

Für mich ist es offensichtlich, dass von Anfang an einige Länder das als kommende Transferunion verstanden haben.


Jetzt sieht es für den Moment so aus, als würde der Euro die wirtschaftliche Hegemonialstellung Deutschlands noch verstärken. Der kranke Mann Europas hat noch mal eine gute Phase und muss dringend eingedämmt werden.

Das steckt auch hinter diesen ganzen Diskussionen. Es ist sich jeder selbst der Nächste, wie es so schön treffend heißt.
 

Mal unter uns, lasst es nicht „die Märkte“ wissen: Wir sind genauso pleite, rechnet man endlich mal die Pensionskosten dazu, für die eben keine Rücklagen gebildet wurden, sieht es richtig zappenduster aus.
Da wird man den deutschen Steuerzahler wohl kaum vermitteln können, jetzt ganz Europa retten zu müssen während er selbst immer drastischer enteignet wird. Vielleicht rührt er sich? Glaube eher nicht, daher:


Was nun kommt: Wie immer eine Mischung aus allen möglichen Optionen, nicht 1,2,3 oder vier wie im verlinkten Artikel. Eurobonds, aber „projektgebunden“, halber Griechenland-Austritt (Parallelwährung? Mit baldigem Wiedereintritt?) und noch viel mehr Transfers nach Süden und Westen und Osten als eh schon. Und die Notenpressen laufen natürlich weiter auf Hochtouren bis es alles platzt.
Und dann geht es richtig los mit der ganzen Krise.

Florian:
Es wir ja befürchtet, dass wir vor dem nächsten Crash stehen.

Was würde eigentlich passieren, wenn die Bank, bei der man Kunde ist, zusammenbräche?
Sparkassen und Genossenschaftsbänke regeln das im Verbund (bisher zumindest immer) vorher. Der Kunde kam immer an sein Geld.
Alle EU-Banken unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100 000 €/Kunde. Mehr kann man absichern, wenn man bei verschiedenen Banken Kunde ist.
Das gilt auch für Tochtergesellschaften von Nicht-EU-Banken, nicht aber für Zweiggesellschaften der Mutterfirma.

Die deutschen Banken haben auch ein Versprechen für alle Einlagen gegeben, die Deckelung pro Kunde sollte für alle Leser hier ausreichen. :) Der Haken ist freilich der, dass man das nicht einklagen kann und wenn wirklich viele Banken pleite gehen, wird es schwierig.

Bleibt noch das Wort der Kanzlerin, das aber auch nicht einzuklagen ist.


Sagen wir mal die Versicherung reicht aus, wie liefe es dann praktisch ab? Der Automat spuckt nichts mehr aus, Überweisungen sind nicht mehr zu machen, wie geht es weiter?
Die Gelder werden zwar zurückgezahlt, das darf aber bis zu 20 Arbeitstage dauern!

Wer also Angst um seine Bank hat, der sollte für diese Überbrückungszeit genug Bargeld vorhalten.

MacFlieger:
Mal 'ne ganz doofe Frage dazu:
Du hast die Situation bezgl. des Guthabens beschrieben. Was ist denn mit Schulden? Gibt es da auch eine Obergrenze?

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