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Bankenkrise
radneuerfinder:
Nicht ablenken jetzt. ;) Ich hatte mich ja extra auf die, dort ebenfalls enthaltene, konventionelle Staatsquotenangabe bezogen.
warlord:
Und die ist doch durchaus gestiegen? (Und tut das derzeit sicherlich immer noch.)
Nachtrag:
Und, ohne das jetzt genau zu wissen, könnte ich mir vorstellen, dass die noch einiges stärker gestiegen sein könnte, wenn man da "unechte" Privatisierungen (Auslagerung von "Staatsaufgaben" in Anstalten, AGs oder sonstige Trägerschaften, die aber nach wie vor vollständig oder mehrheitlich in Staatsbesitz sind) berücksichtig. Aber wie die bei der Berechnung der Staatsquote betrachtet werden, weiss ich nicht wirklich. Ist reine Vermutung.
Florian:
Die Staatsquote ist eine Zahl mit der sich viele Analysten abkämpfen.
Ich halte sie als Maßstab sinnvoller Politik eher zweifelhaft. So ist die Staatsquote in Deutschland in der Wirtschaftskrise ja massiv gestiegen, aber war das falsch? Mit Sozialleistungen oder neuen Reglementierungen hatte das auch wenig zu tun.
Deutschland hat übrigens erst gerade im Uno-Staatenbericht die Leviten gelesen bekommen, es werden mehr Maßnahmen für Chancengleichheit im Bildungswesen und gegen die Bekämpfung von Armut gerade bei Kindern gefordert. Nur mal so am Rande.
Viel wichtiger finde ich die Frage nach der Lebensqualität. Die ist freilich noch viel schwieriger zu messen, den Human Development Index der UN finde ich wenig überzeugend.
Aber ist das unsere Diskussion hier?
Das „Steueroasen“ von den Hochsteuerländern so bekämpft werden, liegt doch nicht an ihrer Staatsquote oder daran, dass sie ihre Bürger zu wenig abkassieren!
Es geht darum, dass sie sichere Häfen für Steuerhinterziehung sind. Es geht um ausländische Bürger, die ihr Geld vor dem eigenen Fiskus in Oasen verstecken. Das ist ohne jeden Zweifel für viele Oasen lange ein einträgliches Geschäft gewesen und ist es teilweise noch. Das die Hochsteuerländer dies nicht hinnehmen wollen, ist doch logisch.
Wie natürlich im einzelnen Druck ausgeübt wurde, ist wieder eine andere Frage.
Florian:
Der Geisterfahrer Berlusconi und sein tolldreistes Kabinett haben es geschafft: Niemand traut dieser Regierung eine Sanierung der Staatsfinanzen zu. Nun ist es soweit:Der Virus ist in Rom.
Fällt Italien, wird die Lösung der Eurofrage wahrscheinlich unmöglich. Schon wird gerufen nach einer Verdoppelung des schon verdoppelten Rettungsschirm.
Italien steht zwar viel besser da als etwas Griechenland. Hoffen wir das die Märkte nicht übertreiben. Nur wie es derzeit läuft, kann man sich allmählich wirklich Sorgen machen.
elafonisi:
Die Rettungsschirme werden durch Barmittel und Bürgschaften "aufgespannt". Wann haben sich denn die leistungsstarken Länder auf Ramschniveau runtergebürgt und bezahlt? Kann doch nicht mehr so lange dauern, spätestens wenn Italien und Spanien unterm Schirm kauern und Portugal einen Nachschlag bekommt. Schließlich geben Deutschland und Frankreich Geld in einen Topf, welches beide Länder garnicht haben, also wieder neue Schulden. :P
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