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Bankenkrise

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warlord:

--- Zitat von: radneuerfinder am Juli 07, 2011, 15:06:39 ---Insbesondere, daß Schweden auf dem Weg in einen "bodenlosen Abgrund" wäre, ist mir entgangen.

--- Ende Zitat ---

Schweden war IMO durchaus auf einem Spitzenplatz auf der Spirale unterwegs Richtung Boden, hat dies aber als einer der wenigen europäischen Staaten frühzeitig erkannt und eine, wenn vielleicht auch nicht grad 180-Grad, aber doch eine scharfe Kurve hingelegt und die Fiskalbelastung (und ich gehe folglich auch davon aus, die Staatsquote) in den letzten Jahren massiv gesenkt. Und ist heute wohl eine der gesündesten Volkswirtschaften in der EU und ein Beispiel dafür, dass ich eben nicht so unrecht habe. ;-)
Tja, und die Schweiz eilt, wenn zum Glück auch weit dahinter, Deutschland in die entgegengesetzte Richtung hinterher. Leider.  :-\  Insofern denke ich, sagt das Blitzlicht mit den Zahlen aus dem Jahr 2005 relativ wenig aus.


--- Zitat von: radneuerfinder am Juli 07, 2011, 15:06:39 ---  Meine Meinung: die Staatsquote allein ist es nicht und es gibt natürlich mehrere Wege zum Glück. ... Staaten dürfen darüber verschiedene Ansichten haben und praktizieren.

--- Ende Zitat ---

Da gehe ich einig.

radneuerfinder:
Interessant, hast Du zu Schweden einen gelehrigen Text mit Details zur Hand?

Folgt man der offiziellen Statistik so ist die Staatsquote in Deutschland erstaunlich stabil:
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/Vorschau-Dateien/abbII39.gif
oder meinst Du die zukünftigen Risiken?
oder was meinst Du mit der anderen Richtung?

warlord:

--- Zitat von: radneuerfinder am Juli 07, 2011, 17:56:29 ---Interessant, hast Du zu Schweden einen gelehrigen Text mit Details zur Hand?
--- Ende Zitat ---

Vielleicht so auf die Schnelle den:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/schweden_ist_wieder_stark_wie_pippi_langstrumpf_1.10403108.html


--- Zitat ---Folgt man der offiziellen Statistik so ist die Staatsquote in Deutschland erstaunlich stabil:
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/Vorschau-Dateien/abbII39.gif
oder meinst Du die zukünftigen Risiken?
oder was meinst Du mit der anderen Richtung?
--- Ende Zitat ---

Ich meinte da einfach die hierzulande herrschende Tendenz, dem Staat immer mehr Aufgaben zuzuschanzen und immer mehr Regelungen aufzustellen, die wieder von staatlichen Stellen überwacht und durchgesetzt werden müssen. Zum allzeit beliebten Label "sozial" hat sich ja mittlerweile auch noch das Label "grün" gesellt, das für das Anheizen des Trends auch sehr nützlich ist.

radneuerfinder:
Danke, den Artikel werde ich mir mal zu Gemüte führen.



--- Zitat von: warlord am Juli 07, 2011, 18:19:23 ---Anheizen des Trends

--- Ende Zitat ---

Wie gesagt, die Statisk gibt ein Anheizen der Staatsquote - zumindest für die letzten 15 Jahre - nicht her. Auch nicht in der Schweiz:
http://www.efv.admin.ch/d/downloads/grundlagenpapiere_berichte/arbeiten_oekonomenteam/Staatsquote_anders_betrachtet_d.pdf
(ich beziehe mich wegen der Vergleichbarkeit auf die "klassische" Staatsquote)

warlord:
Na ja, ich als eher libertär Denkender empfinde die "Erfindung"  dieser sogenannt "echten" Staatsquote als ziemlich geschicktes Tarnmanöver etatistischer Kräfte. Man kann dann beliebig und immer stärker in den Märkten herumpfuschen, ohne dass sich dies in der Statistik der "Staatsquote" niederschlägt.
Man kann damit zwar Statistiken schönen, aber nicht die Prosperität eines Landes beeinflussen. Die hängt IMO eben nicht nur vom Anteil der Staatstätigkeit an der wirtschaftlichen Leistung ab, sondern eben gerade auch vom Umverteilungsverhältnis (sowie auch der sonstigen Regelungsdichte).

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