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Bankenkrise

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elafonisi:
Interview mit Dirk Müller von Tagesschau.de "das Geld ist sowieso weg"

warlord:

--- Zitat ---Die Welt wäre ein viel besserer Ort, wenn die OECD-Nationen die Fiskalpolitik der Steueroasen kopieren würden, und nicht umgekehrt.
--- Ende Zitat ---
http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/die_schurken_sind_die_hochsteuerlaender_1.11221850.html

radneuerfinder:
Soll in dem Artikel auch stehen warum die Welt dann ein besserer Ort wäre? Und worin die «Überlegenheit ihrer Steuerpolitik sowohl auf fiskalischer als auch moralischer Ebene» besteht? Brauche weitere Erläuterungen.

warlord:
Ich versuchs möglichst kurz und knapp. Hohe Staatsquote = hohe Steuerbelastung. Und umgekehrt. Hohe Staatsquote gibt Anreize für wachsende Unselbständigkeit der Bürger. Das führt zu noch mehr Staatsquote und noch höherer Fiskalbelastung. Ein Teufelskreis, der sowohl finanziell, wie auch moralisch (Bürgertum degeneriert zu immer weniger Lebensfähigkeit und Staatsquote geht letztlich immer zu Lasten der Freiheit) in den bodenlosen Abgrund führt.

Und aus diesem Teufelskreis kann man nicht dadurch ausbrechen, indem man jene, welche die Politik der hohen Staatsquote nicht verfolgen, in den selben Teufelskreis zwingt. Man kann die sich drehende Spirale damit höchstens etwas verlangsamen. Um zu entrinnen, müsste man eine 180-Grad-Drehung vollziehen und sich an den Ländern mit tiefer Staatsquote orientieren und die Spirale so in umgekehrter Richtung abwickeln. Weniger Staatsquote - mehr Freiheit - sich langsam wieder entwickeltendes selbständig überlebensfähiges Bürgertum.

Ja, das ist hart. Verdammt hart. Ich sag nichts anderes. Aber je länger es geht, umso härter wird es werden... 

radneuerfinder:
Ok, verstanden. Ich würde gerne zwei Fragen unterscheiden:

a) ist eine höhere, oder eine niedrigere Staatsquote sinnvoll?
und
b) es wird immer unterschiedliche Steuerbelastungen in einzelnen Staaten geben, solange es einzelne Staaten gibt. Wie organisiert man den Steuerwettbewerb zwischen den Staaten?

Die Frage b) hängt natürlich mit a) zusammen, da die Staaten selber über ihre Staatsquote entscheiden. Meine Meinung: das sollte ein Staat auch tun dürfen. Jeder Staat, und im Idealfall natürlich die Bürger, darf Weg und Ziel festlegen. Außerdem gibt es ja meist mehrere Wege zu einem Ziel.

zu a)
Nehmen wir einmal an Freiheit und Wohlstand sei das Ziel in Schweden und in der Schweiz. Schweden geht den Weg mit hoher Staatsquote (2005: 56,3 %) und die Schweiz den Weg mit geringer Staatsquote (2005: 36,4 %). Kenne beide Länder nicht zu gut, aber grob gesagt erscheinen mir beide beim Ziel Freiheit und Wohlstand ungefähr gleich weit gekommen zu sein. Insbesondere, daß Schweden auf dem Weg in einen "bodenlosen Abgrund" wäre, ist mir entgangen.
  Meine Meinung: die Staatsquote allein ist es nicht und es gibt natürlich mehrere Wege zum Glück. Eine höhere Staatsquote muss nicht per se und notwendigerweise Nachteile bringen. Staaten dürfen darüber verschiedene Ansichten haben und praktizieren.

Zu b)
habe ich bisher wenig Meinung entwickelt, außer natürlich so Allgemeinplätzen wie, daß die Staaten sich in ihrer Unterschiedlichkeit respektieren und das Miteinander suchen sollten.


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