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Bankenkrise
Dale:
--- Zitat von: elafonisi am Februar 02, 2011, 20:37:09 ---Wie jetzt? Kann doch nicht wahr sein, oder? Quelle n-tv
--- Ende Zitat ---
Anders wäre folgende Entwicklung auch nicht zu rechtfertigen: New Yorker Banker verdienen besser denn je
Florian:
Also, danke für die Erklärung. Teilen kann ich Deine Ansicht nur sehr eingeschränkt.
--- Zitat von: warlord am Februar 01, 2011, 23:25:59 ---Deutlich gemacht, wie Du schreibst, wird in dem Film meines Erachtens gar nichts. Oder allerhöchstens, dass es unterschiedliche Listen von Ländern gibt, die (aus nicht näher erläuterten Gründen) von (nicht näher erläuterten Organisationen) auf gewisse Listen gesetzt worden sind.
--- Ende Zitat ---
Das ist doch genau der Punkt. Eine gewisse Beliebigkeit dieser Listen wird nicht nur angedeutet.
--- Zitat ---Die Begriffe Steueroase, Steuerparadies und Offshore-Finanzplatz werden beliebig als Synonyme ausgetauscht. Ausser einer doch ziemlich fragwürdigen 4-Punkte-Definition einer "Steueroase" wird nicht darauf eingegangen, welche Praktiken und Gegebenheiten denn nun eine Steueroase, ein Steuerparadies oder Offshore-Finanzplatz ausmacht und vor allem, was sie schädlich macht.
--- Ende Zitat ---
Man muss natürlich bedenken, dass die Sendung mit ihren 15 Minuten ganz generell nur einen Themenüberblick bieten kann und will. Man kann vielleicht sagen, dass dies dem Thema nicht gerecht wird. Aber das macht sie doch nicht gleich zur Propaganda.
Zur Schädlichkeit werden doch Punkte genannt: Intransparenz, entgangene Steuereinnahmen.
Gleichzeitig wird deutlich, welche Bedeutung diese Transaktionen für manche unterentwickelte Länder und den weltweiten Handel haben. Was man ja auch positiv sehen kann.
--- Zitat ---Ganz generell wird im ganzen Film kein Wort über die Praktiken verloren, die schädlich sein sollen.Geschweige denn würde erläutert, wieso und wofür sie schädlich sein sollen.
--- Ende Zitat ---
Waschung von Drogengeldern, Steuerflucht, uneinsehbare Transaktionen an allen Kontrollen vorbei… braucht es noch mehr?
--- Zitat --- Und wer sie praktiziert. Angeklagt werden ständig nur Steueroasen, Steuerparadiese und Offshore-Finanzzentren. Nicht gewisse Praktiken sind allenfalls Schuld an der Finanzkrise. Es sind die Steueroasen, denen zumindest eine Mitschuld nachgesagt werde.
--- Ende Zitat ---
Da allerdings musste ich auch grübeln. Das hatte ich so noch nicht gelesen.
--- Zitat --- Nie wieso einer Schuld sein soll. Sondern immer nur wer Schuld sein soll. Und in den Beispielen und Grafiken nutzt man immer wieder die Gelegenheit, diese Schuldigen darzustellen. Die sich ja zwar nicht so genau definieren lassen. Aber darstellen und in Beispielen nutzen kann man sie ja trotzdem. So hat man sublim seine Botschaft platziert und kann trotzdem alles abstreiten. Man hat ja schliesslich erwähnt, die seien nicht so genau definierbar...
--- Ende Zitat ---
Verstehe ich nicht.
Es geht doch im beinahe gesamten Beitrag um die Entwicklung der Definition und Diskussion.
Die Punkte, die Dich so stören, sind nun mal der Präsentation geschuldet. Mit offenen Karten heißt wegen der Karten so.
Ich finde auch den Vorwurf man wolle eine „Botschaft platzieren“ leicht irritierend. Gerade wenn Du andererseits sagst, man erführe nichts neues.
Nun gut. Ich hab's v.a. auch verlinkt, weil es mal eine ungewöhnlichere Folge war. In der Tat ist die Präsentationsform für andere Dinge besser geeignet. Andererseits habe ich persönlich so einen Überblick noch nie gesehen. So war mir z.B. nicht wirklich bewusst, wie sehr diese Listen doch beliebig sind.
warlord:
--- Zitat von: Florian am Februar 03, 2011, 01:20:03 ---Das ist doch genau der Punkt. Eine gewisse Beliebigkeit dieser Listen wird nicht nur angedeutet.
--- Ende Zitat ---
Den Punkt des Films sehe ich nicht darin, aufzuzeigen, dass bisherige Listen beliebig waren. Die Kriterien, die zur Generierung der Listen herangezogen wurde, werden ja mit keinem Wort erwähnt. Der Punkt des Films ist doch primär, den Link in den Köpfen der G20-Bürger "Steueroase = böse" zu festigen und dabei den Begriff Steueroase möglichst schwammig zu halten, so dass das rufschädigende Etikett "Steueroase" den Staaten im Visier der G20 angehängt werden kann, ohne dass sich diese auf konkrete Sachverhalte beziehend wehren könnten.
Definiert wird das Etikett nicht. Aber umgehängt wird es.
--- Zitat ---Man muss natürlich bedenken, dass die Sendung mit ihren 15 Minuten ganz generell nur einen Themenüberblick bieten kann und will.
--- Ende Zitat ---
Natürlich kann man in 15 Minuten keine komplette Abhandlung abliefern. Wenn man sich aber 15 Minuten einem Thema widmet, dann dürfte man von einer "Pflichtsendung" wohl schon erwarten, dass sie erklärt, worum es sich beim porträtierten Etwas überhaupt handelt.
--- Zitat ---Zur Schädlichkeit werden doch Punkte genannt: Intransparenz, entgangene Steuereinnahmen.
--- Ende Zitat ---
Meine Aussage bezog sich auf die Praktiken. Nicht auf die Steueroase, die ja eben gar nicht definiert ist. Welche Praktiken eines Landes/Gebietes machen dieses Land/Gebiet zu etwas Schädlichem? Das wäre doch die Kernfrage. Erst wenn die geklärt ist, kann man dazu übergehen nachzuschauen, wo diese Praktiken existieren. Wenn man die Etiketten definiert hat, kann man sie umhängen. Nicht vorher.
--- Zitat ---
--- Zitat ---Ganz generell wird im ganzen Film kein Wort über die Praktiken verloren, die schädlich sein sollen.Geschweige denn würde erläutert, wieso und wofür sie schädlich sein sollen.
--- Ende Zitat ---
Waschung von Drogengeldern, Steuerflucht, uneinsehbare Transaktionen an allen Kontrollen vorbei… braucht es noch mehr?
--- Ende Zitat ---
Auch hier hast mich anscheinend gänzlichst falsch verstanden. Mir geht es um die Praktiken, die ein Land/Gebiet zur Steueroase machen. Und sie von den "Guten" unterscheiden. Also Praktiken, die eine Steueroase ausmachen und von "guten" Staaten nicht angewendet werden.
Oder definiert sich eine Steueroase einfach nur dadurch, dass sie kleiner, agiler und dadurch erfolgreicher das selbe macht, wie die "Grossen"? Wenn nicht, muss es doch irgendwelche Kriterien/Praktiken geben, die eine Steueroase zur Steueroase machen.
Würde dies behandelt und auf Karten aufgezeigt, wer wie handelt, dann würde mit offenen Karten gespielt. Aber ständiges Darstellen von Ländern aufgrund von schwammigen, schummrigen Begriffen, hat nach meinem Verständnis nichts mit offenen Karten zu tun und muss sich den Vorwurf der Manipulationsabsicht gefallen lassen.
radneuerfinder:
warlord, die Sendung wird u. a. mit diesem Text angekündigt:
MIT OFFENEN KARTEN zeigt auf, wie relativ der Begriff „Steuerparadies“ ist
Wenn man das zeigen möchte, würde ich auch nicht als erstes den Begriff glasklar definieren. :) Es wird doch gesagt der Begriff sei "unklar" und jeder Staat der höhere Steuern hat könne den mit den niedrigeren als Steueroase bezeichnen. (ca. 2:20)
Die Sendung nennt die Organisationen die das Etikett Steueroase vergeben haben. Das finde ich nicht manipulativ sondern ausreichend seriös. Vergleiche: "Der ADAC stuft 8 von 152 Tunneln als Unfallparadies ein." Hier werden die Kriterien des ADAC ebenfalls nicht genannt. Das ist eine zulässige journalistische Verkürzung.
Sicher der 12:15 lange Beitrag ist nur ein InfoBröckchen, aber das ist mehr als man von den meisten anderen Fernsehbeiträgen sagen kann.
warlord:
Tja, vielleicht bin ich als Fernseh-Abstinenter dann einfach zu wenig abgestumpft gegenüber solchem Mist. Wenn das überdurchschnittlich seriöse und informative Berichterstattung ist, dann bestärkt mich das einmal mehr darin, meine Informationen vorwiegend aus anderen Medien zu beziehen.
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