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Bankenkrise

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radneuerfinder:

--- Zitat von: radneuerfinder am Oktober 18, 2010, 20:17:39 ---Ich suche immer noch den Artikel der diese Argumente Schritt für Schritt und für mich verständlich wiederlegt:
http://derstandard.at/1285200656759/derStandardat-Interview-Banken-erfinden-Geld-aus-Luft

--- Ende Zitat ---

Hier hat sich einer erbarmt, aber das mit dem Schritt für Schritt üben wir noch, ja?
http://derstandard.at/1285200835877/Der-Professor-als-Phantast

MacFlieger:

--- Zitat von: radneuerfinder am November 17, 2010, 18:11:38 ---Hier hat sich einer erbarmt, aber das mit dem Schritt für Schritt üben wir noch, ja?

--- Ende Zitat ---

Hat er das wirklich widerlegt?
Im Prinzip schreibt er doch nur, dass er die mathematischen Begründung mangels Fachwissen nicht versteht, aber da das System schon lange so läuft, es nicht falsch sein kann.
Für mich keine wirklich relevante Widerlegung.

Florian:
Man kann es aber auch anders sehen: Warum widerlegen? Hat nicht Derjenige, der solche vogelwilde Thesen - zumindest widersprechen sie dem bisherigen Verlauf - die Pflicht diese viel stärker zu untermauern?
Und welche Beweise ausser den vergangenen Entwicklungen soll man denn heranziehen? Es gibt sie nicht! Noch mal: Ökonomie ist keine exakte Wissenschaft wie Physik oder Mathematik.

Zum anderen bin ich der Meinung, dass man sich der Sache nicht ausschließlich über das Internet nähern sollte, wo Extremmeinungen leider weit überproportional vertreten sind. Allerdings fehlt mir auch sehr so etwas wie ein Kompass bei Buch und Zeitungen. Da gibt es auch sehr viel abgefahrenes.
In einem bin ich aber ganz sicher: Niemand kann die Zukunft vorhersagen und wer's doch tut braucht sich nicht wundern wenn ihn Niemand ernst nimmt. Das dann der Eine oder Andere recht behalten hat/wird, ist natürlich nicht auszuschließen.

Wahrlich ich sage Euch: Gold kann man nicht essen.

MacFlieger:
Eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion ja 'raus halten, daher nur ein kleiner Einwurf.


--- Zitat von: Florian am November 18, 2010, 13:13:04 ---Man kann es aber auch anders sehen: Warum widerlegen? Hat nicht Derjenige, der solche vogelwilde Thesen - zumindest widersprechen sie dem bisherigen Verlauf - die Pflicht diese viel stärker zu untermauern?
--- Ende Zitat ---

Ich will nicht sagen, dass er Recht oder Unrecht hat. Dazu habe ich die Thesen selber nicht ausreichend geprüft. Aber zu dem "Widerleger" habe ich eine klare Meinung.
Soweit ich das verstanden habe, hat er seine Thesen doch relativ ausführlich dargelegt und untermauert. Jetzt hinzugehen und zu sagen, ich habe keine Ahnung von Mathematik und kann die Begründung nicht verstehen und daher müssen die falsch sein, halte ich für indiskutabel.
Und ob der bisherige Verlauf seinen Thesen widerspricht, weiß ich auch nicht. Geldsysteme sind oft genug gewechselt worden.


--- Zitat ---Und welche Beweise ausser den vergangenen Entwicklungen soll man denn heranziehen? Es gibt sie nicht! Noch mal: Ökonomie ist keine exakte Wissenschaft wie Physik oder Mathematik.

--- Ende Zitat ---

Genau deshalb meine Abneigung zu solchen Diskussionen. Natürlich kann man keine exakten Voraussagen machen nach dem Motto "In genau x Jahren kommt der Zusammenbruch." Klar hat er solche provokanten Äußerungen auch gemacht, aber ich denke, der Kern der Thesen liegt an einer anderen Stelle, nämlich der langfristigen Entwicklung. Und dort kann man schon mit mathematischen Modellen zeigen, wohin etwas führt. Exponentielles Wachstum ist auf Dauer nicht möglich. Wann genau ein exponentielles Wachstum zusammenbricht oder an Grenzen stößt, darüber kann man diskutieren. Aber das es das irgendwann tut, ist klar.

Florian:
Ich wollte auch nicht den „Widerleger“ verteidigen. Ich frage nur ob eine Widerlegung oder der Versuch dazu überhaupt sinnvoll ist.
In den letzten Jahren habe ich wirklich viel gelesen - schlauer bin ich nicht.

Die These zur Endlichkeit des Wachstums hast Du schon mehrfach gebracht und aus dem Bauch heraus stimme ich zu, ist ja saubere Wissenschaft und verständlich für wirklich Jeden. Aber ein Optimist würde sicher sagen, das unser System ewig bestehen kann, schließlich ist nach Einstein die menschliche Dummheit unendlich. Ich würde aber hinzufügen wollen: Auch die Phantasie und die Wünsche.
Wenn wir mal unser eigenes Konsumverhalten ausleuchten - nur einen Bruchteil davon braucht man wirklich. Große Teile der Wirtschaft befriedigen nur Träume vom guten Leben ohne es zu geben.
Und wenn das Öl, das Lithium aus ist, wird eben Wasser für hundertvierundzwanzig Euro den Liter verkauft.

Will sagen: Vermehrung der Geldmenge bedeutet nicht automatisch mehr Ressourcenverbrauch.
Aber das Zeitalter der Rohstoffknappheit hat in der Tat schon begonnen und stellt uns vor riesige Probleme. Die Erde wird allmählich zu knapp für uns. Auf zu den Sternen.

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