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Bankenkrise
radneuerfinder:
"Ein erweitertes Financial Stability Forum soll es in Zukunft vor allem richten. Das ist die Institution, die nach der asiatischen Finanzkrise vor zehn Jahren gegründet wurde, um die Finanzmärkte zu überwachen und vor drohenden Gefahren zu warnen. Was heute nur den Schluss zulässt, dass keine Institution mehr versagt hat als dieses Financial Stability Forum. Na dann, auf ein Neues.":
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/wirtschaft/556/464158/text/
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/118/427873/text/print.html
Jochen:
--- Zitat von: radneuerfinder am April 06, 2009, 14:59:44 ---"Ein erweitertes Financial Stability Forum soll es in Zukunft vor allem richten.
--- Ende Zitat ---
Wenn man meint Fachleute oder Politiker könnten das Ungeheuer bändigen, sollte das mal lesen.
Jochen
FOX:
...Es droht daher der völlige Verlust des Eigenkapitals. Ich bitte dringend um ein persönliches Gespräch."
SPIEGEL: Wie haben die beiden reagiert?
Marnette: Gar nicht. Ich habe keine Antwort bekommen. Sehen Sie, hier ist ein Ausdruck der SMS. Unten rechts habe ich vermerkt: Keine Reaktion.
Dieser Auszug sagt ja eigentlich alles. Gutes Interview. Mich wundert nur, dass da wirklich viele Namen genannt werden. Das wird einigen gar nicht gefallen. Aber scheinbar ist ja eh schon alles egal und die Verantwortlichen streiten, wie üblich, alles ab. Es ist schon erstaunlich, wie leicht immer alle davonkommen.
fränk:
Das klingt glaubwürdig.
Bei solchen Leuten kann man zwar nie genau sagen, was sie alles inszenieren um gut auszusehen, aber alles was Marnette erzählt, passt wunderbar in mein Bild von Politikern.
Aber wie FOX schon schrieb:
Jetzt können die Cracks mit dem glänzen, was sie wirklich können und was das wichtigste überhaupt in der Politik-Branche ist: Vernebeln, lügen, Seilschaften anzapfen......
Florian:
Ich glaube halt, so richtig kennt sich doch Niemand mehr aus. Das hinterher es Manche besser wussten, ist auch klar, irgendwann trifft ja Jeder mal ins Schwarze… naja, vielleicht ist auch alles ganz anders.
Aber mal zur Frage: Wie geht es weiter?
Auch da scheint ja alles im Vagen. Aber eine interessante Meldung:
Bridgewater Associates schichtet seinen All-Weather-Fond total (!) auf „immun" (deren Werbung) um, dabei ist der schon seit jeher recht konservativ ausgerichtet. Laut SZ ist das der größte Hedgefond der Welt.Zum Artikel
Der Mix aus normalen Staatsanleihen aus aller Welt, inflationsversicherten Staatspapieren (was es alles gibt…) und etwas Gold sowie einer Versicherung gegen Währungsschwankungen, erhalte die Kaufkraft bei Inflation wie Deflation. Den eigenen Simulationen zufolge hätte dieses Portfolio alle bisherigen Krisen gut überstanden.
Aber warum schichtet man so defensiv um? Die eigenen Modelle zeigen einen massiven Anstieg des „Depressionsindikators“.
Klar, bei diesem Fond steht immer der Erhalt des Vermögens im Vordergrund (nicht so sehr die beste Rendite), entsprechend vorsichtig ist man nun auch. Aber vielleicht lässt man sich ja von deren Verhalten inspirieren? Kaufen kann man den Fond als Otto Normalbürger nämlich scheinbar nicht.
Wenn man mal etwas über die Berge an Schrottpapieren nachdenkt, könnte man meinen das Unheil steht erst noch bevor. Oder doch nicht? Wo sind die Experten, die jetzt wissen, was morgen geschieht? :) Zumindest ein paar Fakten wären echt nicht schlecht, das interessierte mich mehr als die Schuldfrage.
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